Gerhard Marcks Zw. Bauhaus und Dornburger Atelier

 

29,00 EUR

ISBN: 9783930128655  

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Beschreibung

Erik Stephan
Gerhard Marcks
Zwischen Bauhaus und Dornbuger Atelier

Das vorliegende Werk über die Arbeiten von Gerhard Marcks zeigt in einer Retrospektive seine Arbeiten aus den Bereichen Bronze, Holzschnitte, Zeichnungen, Drucke, Holzplastiken, Porzellan und vieles mehr. Dieses Buch umfasst neben einem hervorragenden Textteil auch einen sehr großen Bildteil.

 

Aus dem Inhalt

Grußwort - Thomas Wurzel
Zwischen Bauhaus und Dornburger Atelier - Erik Stephan
"Ich will als Bildhauer sterben ..." - Arie Hartog
1914-1924 "In Dornburg hoffe ich auf ungestörte Arbeitsjahre" - Hans Peter Jakobson
"Die geistige Gegenwart der Antike" in Jena und Halle 1925-1933 - Daniel Koep
"... denn die Hinneigung zur Veredelung der Gebrauchsform ist unserer Generation in die Wiege gelegt." - Walter Scheiffele
Die Sintrax-Kaffeemaschinevon Gerhard Marcks
Gerhard Marcks und die 50er Jahre - Veronika Wiegartz

Bildtafeln
Skulpturen und Zeichnungen
Dornburger Skizzenbuch (1920-1923)
Druckgraphik

Anhang mit Katalog, Biographischer Übersicht und Pressestimmen

Über Gerhard Marcks

Gerhard Marcks (* 18. Februar 1889 in Berlin; † 13. November 1981 in Burgbrohl, Eifel) war ein deutscher Bildhauer und Graphiker.

Ab 1908 arbeitete Marcks in einer Werkstattgemeinschaft zusammen mit dem Bildhauer Richard Scheibe. Er genoss in den ersten Jahren die Anleitung von August Gaul und Georg Kolbe. Er beschäftigte sich auch mit Porzellan, in den Schwarzburger Porzellan-Werkstätten Unterweißbach, die unter Leitung von Max Adolf Pfeiffer standen, schuf er mehrere Tierplastiken.

1912 – 1913 befand er sich als Einjährig-Freiwilliger zur militärischen Ausbildung in Lübeck. Danach erhielt er einen Auftrag für die Kölner Werkbundausstellung in Verbindung mit Walter Gropius.

Im Jahre 1914 heiratete er Maria Schmidtlein. Er wurde zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg berufen. Weil er schwer erkrankte, wurde er 1916 aus dem Militärdienst entlassen.

1917 arbeitete er mit der Steingut-Fabrik Velten-Vordamm zusammen, es entstanden farbig glasierte Tierplastiken, die für die Serienproduktion gedacht waren. Ab 1918 lehrte er an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Berlin bei Bruno Paul.

1919 wurde er an das Bauhaus in Weimar berufen. Ab 1920 leitete er die Bauhaus-Töpferei in Dornburg/Saale, er arbeitete dort mit Otto Lindig, Max Krehan, Marguerite Friedlaender und Franz Rudolf Wildenhain zusammen. Durch seine Freundschaft mit Lyonel Feininger wurde er angeregt, sich auch mit dem Holzschnitt zu beschäftigten. Die Bauhaus-Töpferei wurde beim Umzug nach Dessau nicht mit übernommen.

Am 15. September 1925 wurde er als Lehrer der Bildhauerklasse an die Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle berufen. Er unternahm Studienreisen nach Paris, Italien (Villa Massimo) und Griechenland. 1928 erhielt er den Villa-Romana-Preis. Nach Paul Thiersch übernahm er 1928 das Rektorat an der Burg Giebichenstein.

1933 wurde er von der Kunstschule entlassen, er hatte zuvor gegen die Entlassung seiner ehemaligen Schülerin und späteren Leiterin der Keramikabteilung Marguerite Friedlaender gemeinsam mit seinen Kollegen Charles Crodel und Erwin Hahs protestiert. Er zog nach Niehagen, heute ein Ortsteil von Ahrenshoop in Mecklenburg, ab 1936 arbeitete er in Berlin. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 86 seiner Arbeiten und diffamierten fünf seiner Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“.[1] Anschließend erhielt er Ausstellungsverbot.

1945 wurde er an die Landeskunstschule in Hamburg berufen, ab 1950 arbeitete er freischaffend in Köln, wo ihm die Stadt ein von Wilhelm Riphahn erbautes Haus in Köln-Müngersdorf zur Verfügung stellte. Er war seit 1955 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

Anfang der 1970er Jahre zog er sich in die Eifel zurück, wo er ein Landhaus gekauft hatte. Am 13. November 1981 starb er dort, zuvor stellte er noch eine letzte lebensgroße Arbeit her, die als Vermächtnis gilt, die Bronze „Prometheus unter dem Adler“.

Zu seinem großen Freundeskreis zählten auch u.a. Waldemar Grzimek, Ernst Barlach, Oskar Schlemmer,Lyonel Feininger, Charles Crodel, Ludwig Kaspar, Wilhelm Nauhaus. Zu jüngeren Freunden zählten Christian Höpfner (seit 1976 ) und Friedrich B. Henkel.

Die Karikaturistin Marie Marcks ist seine Nichte.

Details

Herausgeber: Erik Stephan
Verlag: Städtische Museen, Jena
Auflage: Erstauflage
Jahr: 09/2004
Seitenanzahl: 176 Seiten
Buchart: Softcover
Abbildungen: 101 s/w und 60 Farbabbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-930128-65-9
ISBN 13: 978-3-930128-65-5
Größe: ca. 280 x 225 x 15 mm
Gewicht: ca. 1.100 Gramm
Zustand: neu, ungelesen

Weitere empfehlenswerte Literatur zu Gerhard Marcks:

Gerhard Marcks Die Einheit der Gegensätze Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken, 1919-1959