Niki & Jean. L'art et l'amour

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Beschreibung

Dr. Ulrich Krempel und Dr. Andres Pardey (Hrsg.)
Niki & Jean.
L'art et l'amour

Niki de Saint Phalle (1930-2002) und Jean Tinguely (1925-1991) waren eines der prominentesten Paare der Kunstwelt. Seit den frühen 60er Jahren bildeten die beiden Künstler eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, die in der Kunstgeschichte ihresgleichen sucht. Leidenschaft und Hingabe prägten ihre künstlerische Arbeit ebenso wie ihr Privatleben. Mit spektakulären Aktionen machten sie auf sich aufmerksam und arbeiteten gemeinsam an Projekten in aller Welt. Eine dichte Folge von Fotos, Zeichnungen, realisierten Werken sowie Briefen und privaten Dokumenten gibt einen einzigartigen Einblick in das gemeinsame Leben und Schaffen des Paares, das auch als "Bonnie und Clyde" der Kunstwelt bezeichnet wurde.

Das Buch erschien anlässlich der Ausstellung Niki & Jean im Sprengel Museum Hannover 25.9.2005 - 5.2.2006 und im Museum Tinguely Basel 29.8.2006 - 21.1.2007.

 

Über Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle (* 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine (Vorort von Paris); † 21. Mai 2002 in San Diego; eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle) war Malerin und Bildhauerin. In Deutschland wurde sie als Künstlerin vor allem durch ihre 1974 in Hannover am Leibnizufer, der heutigen Skulpturenmeile, aufgestellten „Nana“-Figuren bekannt.

Niki de Saint Phalle wurde in Frankreich geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf und wurde infolge ihrer Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 in der Schweiz eingebürgert. Sie war ebenso wie Tinguely eng mit der Familie des ebenfalls in der Schweiz lebenden Kunstmäzens und Sammlers Theodor Ahrenberg befreundet.

1953 entstanden ihre ersten Gemälde. Zunächst arbeitete sie als Aktionskünstlerin und machte mit ihren Schießbildern auf sich aufmerksam (Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, auf die sie während der Vernissage schoss).

Ab 1964 entstanden die großen „Nanas“ − Frauenfiguren mit betont weiblichen Formen. 1966 installierte sie auf Veranlassung des Direktors Pontus Hulten (unter Mitarbeit ihres zweiten Ehemanns Jean Tinguely und des Schwedens Per Olof Ultvedt) im Stockholmer Moderna Museet eine 29 Meter lange liegende Skulptur mit dem Namen „Hon“ (schwedisch: „sie“), die durch die Vagina betreten werden konnte und in deren Innerem sich unter anderem eine Bar und ein Kino befand. Die Nanas werden mit reinbunten Farben gemalt.

1968 nahm Niki de Saint Phalle erstmals an einer Ausstellung des Museum of Modern Art in New York teil. Weitere Ausstellungen folgten 1969 in München und in Hannover, sowie 1970 in Paris, 1971 in Amsterdam, Stockholm, Rom und New York. Im Jahre 1979 begann sie in der Toskana in Capalbio, südlich Grosseto, mit dem Bau des „Giardino dei Tarocchi“. Dieser „Garten des Tarot“ wurde 1998 für die Öffentlichkeit freigegeben. Noch bekannter ist der 1982 begonnene Bau des Strawinski-Brunnens in Paris vor dem Centre Pompidou. 1999 übernahm Niki de Saint Phalle den Auftrag zur Ausgestaltung der Grotten in den Herrenhäuser Gärten von Hannover, die seit 2003 für Besucher offen stehen.

Am 17. November 2000 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hannover ernannt und vermachte aus diesem Anlass 300 ihrer Werke dem dortigen Sprengel-Museum.

Ihr zu Ehren wurde 2002 in Hannover die Einkaufspassage Passerelle umbenannt in Niki-de-Saint-Phalle-Promenade.

Uber die Herausgeber

Dr. Ulrich Krempel ist seit 1993 Direktor des Sprengel Museums Hannover.

Dr. Andres Pardey arbeitet seit 1995 am Museum Tinguely in Basel, zunächst war er als wissenschaftlicher Assistent tätig, seit 2002 ist er Sammlungskonservator.

Details

Herausgeber: Dr. Ulrich Krempel und Dr. Andres Pardey
Verlag: Prestel, München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 06.10.2005
Seitenanzahl: 224 Seiten
Abbildungen: 155 farbige und 201 schwarz-weiss Abbildungen
Buchart: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-3534-0
ISBN 13: 978-3-7913-3534-6
Größe: ca. 304 x 248 x 24 mm
Gewicht: ca. 1.850 Gramm
Zustand: neu, ungelesen