Nikis Welt - Niki de Saint Phalle

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Beschreibung

Ulrich Krempel
Nikis Welt
Niki de Saint Phalle

Wer liebt sie nicht, die fröhlichen, runden, kunterbunten Nanas von Niki de Saint Phalle? Oder den bewegten, wackelnden, wasserspritzenden Strawinsky-Brunnen vor dem Pariser Centre Pompidou? Ihr Tarot-Garten in der italienischen Toskana, das Hauptwerk der letzten Jahrzehnte, steckt voller Geheimnisse. Und ihre Briefe sehen aus wie von Kindern gemalt. Kinder lagen ihr stets am Herzen: Sie hat für sie Spielplätze geschaffen und ihr berühmtestes Aids-Buch gemalt. Nikis Kunst strahlt Heiterkeit und Lebensfreude aus, sie ist verspielt, fantastisch und faszinierend. Unser Buch versammelt die schönsten Werke der Künstlerin.

 

Über Niki de Saint Phalle

Niki de Saint Phalle (* 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine (Vorort von Paris); † 21. Mai 2002 in San Diego; eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle) war Malerin und Bildhauerin. In Deutschland wurde sie als Künstlerin vor allem durch ihre 1974 in Hannover am Leibnizufer, der heutigen Skulpturenmeile, aufgestellten „Nana“-Figuren bekannt.

Niki de Saint Phalle wurde in Frankreich geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf und wurde infolge ihrer Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 in der Schweiz eingebürgert. Sie war ebenso wie Tinguely eng mit der Familie des ebenfalls in der Schweiz lebenden Kunstmäzens und Sammlers Theodor Ahrenberg befreundet.

1953 entstanden ihre ersten Gemälde. Zunächst arbeitete sie als Aktionskünstlerin und machte mit ihren Schießbildern auf sich aufmerksam (Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, auf die sie während der Vernissage schoss).

Ab 1964 entstanden die großen „Nanas“ − Frauenfiguren mit betont weiblichen Formen. 1966 installierte sie auf Veranlassung des Direktors Pontus Hulten (unter Mitarbeit ihres zweiten Ehemanns Jean Tinguely und des Schwedens Per Olof Ultvedt) im Stockholmer Moderna Museet eine 29 Meter lange liegende Skulptur mit dem Namen „Hon“ (schwedisch: „sie“), die durch die Vagina betreten werden konnte und in deren Innerem sich unter anderem eine Bar und ein Kino befand. Die Nanas werden mit reinbunten Farben gemalt.

1968 nahm Niki de Saint Phalle erstmals an einer Ausstellung des Museum of Modern Art in New York teil. Weitere Ausstellungen folgten 1969 in München und in Hannover, sowie 1970 in Paris, 1971 in Amsterdam, Stockholm, Rom und New York. Im Jahre 1979 begann sie in der Toskana in Capalbio, südlich Grosseto, mit dem Bau des „Giardino dei Tarocchi“. Dieser „Garten des Tarot“ wurde 1998 für die Öffentlichkeit freigegeben. Noch bekannter ist der 1982 begonnene Bau des Strawinski-Brunnens in Paris vor dem Centre Pompidou. 1999 übernahm Niki de Saint Phalle den Auftrag zur Ausgestaltung der Grotten in den Herrenhäuser Gärten von Hannover, die seit 2003 für Besucher offen stehen.

Am 17. November 2000 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hannover ernannt und vermachte aus diesem Anlass 300 ihrer Werke dem dortigen Sprengel-Museum.

Ihr zu Ehren wurde 2002 in Hannover die Einkaufspassage Passerelle umbenannt in Niki-de-Saint-Phalle-Promenade.

Details

Autor: Ulrich Krempel
Verlag: Prestel, München
Auflage: Erstauflage 2003
Jahr: 28.08.2003
Seitenanzahl: 28 Seiten
Abbildungen: 30 farbige Abbildungen
Buchart: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-2946-4
ISBN 13: 978-3-7913-2946-8
Größe: ca. 282 x 240 x 10 mm
Gewicht: ca. 450 Gramm
Zustand: neu, ungelesen

Das Buch ist auch in Englisch unter der ISBN 978-3-7913-3068-6 erschienen.