bill - bill - bill. Drei Generationen der Künstler

 

25,50 EUR

ISBN: 9783716516126  

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Beschreibung

Jakob Bill (Hrsg.) und Dorothea Strauss
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Drei Generationen der Künstlerfamilie Bill: Max - Jakob - David

Mit Max, Jakob und David Bill - Vater, Sohn, Enkel - werden drei Vertreter der Konstruktiven Kunst vorgestellt, einer Kunstrichtung, die sich seit Piet Mondrian kontinuierlich entwickelt hat. Ausgangspunkt ist Max Bill (1908 - 1994), Schweizer Architekt, Maler, Grafiker, Plastiker, Designer, der als Bauhausschüler 1927 - 28, als exponierter Vertreter der Konstruktiven und Begründer des Konkreten in der Kunst zahlreiche Künstler nächster Generationen anregte. Er belebte als Mitgründer, Architekt und erster Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm ab 1950 die Bauhaus-Idee in Deutschland neu. Sein Sohn Jakob Bill (geb. 1942) fasziniert durch seine auf einfachen geometrischen Strukturen und Streifenkompositionen beruhenden Bilder, die mit leuchtenden Grenzen die Reaktion des Auges herausfordern. Sein Spiel mit Farbverläufen wirkt unmittelbar auf die Sinne. Max Bills Enkel David Bill (geb. 1976) realisiert vorwiegend kubische Stahlskulpturen. Er arbeitet ausschließlich mit den 'Unfarben' Schwarz und Weiss. Die Kompositionen bestechen durch Klarheit und Konturenschärfe. Die für diese Publikation zusammengestellten Arbeiten spiegeln die Bauhaus-Nachfolge über drei Generationen einer Schweizer Künstlerfamilie bis ins Heute wider.

 

Zur Ausstellung

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BAUHAUSNACHFOLGE ÜBER DREI GENERATIONEN EINER KÜNSTLERFAMILIE
Malerei und Skulpturen von Max Bill, Jakob Bill, David Bill

Kunsthalle HARRY GRAF KESSLER, Weimar
11.07. bis 27.09. 2009

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kulturkreises Liechtenstein-Weimar für die Stadt Weimar zum Jubiläum 90 Jahre Bauhaus im Rahmen des Kulturaustauschs zwischen der Europäischen Kulturstadt Weimar und dem Fürstentum Liechtenstein. Sie wurde möglich über den Liechtensteiner Galeriedirektor Kurt Prantl und den Schweizer Künstler und Sammlungsleiter Jakob Bill, Sohn des Bauhausschülers Max Bill und Kurator der Weimarer Ausstellung. Die Bill-Ausstellung erhöht die Schweiz-Komponente im künstlerischen und konzeptionellen Kontext der Aktivitäten des Kulturkreises L-W, die bereits seit Ausstellungen mit Gottfried Honegger und Hanna Roeckle in Weimar in den Jahren 2000 und 2005 besteht.

Intention
Bill-Bill-Bill ist als ein neuer Aspekt der Bill-Präsentation in Weimar (und Ostdeutschland) gedacht. Die Konzeption geht aus von ersten Drei-Generationen-Bill-Ausstellungen der Galerien am Lindenplatz in Vaduz, Krebs in Bern und Mayer in Düsseldorf. Mit Max, Jakob und David Bill - Vater, Sohn, Enkel - werden in einer Ausstellung vereint drei Vertreter der Konstruktiven Kunst vorgestellt, einer Kunstrichtung, die sich seit Piet Mondrian kontinuierlich - später vom Bauhaus maßgeblich beeinflusst - entwickelt hat. Ausgangspunkt ist Max Bill, Schweizer Architekt, Maler, Graphiker, Plastiker, Designer, der als Bauhausschüler 1927-28, als exponierter Vertreter der Konstruktiven und Begründer des Konkreten in der Kunst (Zürcher Schule der Konkreten) zahlreiche Künstler nächster Generationen anregte. Er belebte als Mitgründer, Architekt und erster Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm ab 1950 die Bauhaus-Idee in Deutschland neu. Die für die Kunsthalle Weimar zusammenzustellenden Arbeiten aus der Sammlung Jakob Bill sollen zum Anlass Bauhaus 2009 eine einzigartige Exposition schaffen, Widerspiegelung der Bauhaus-Nachfolge über drei Generationen einer Schweizer Künstlerfamilie bis ins Heute.

Künstler
Max Bills universaler Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts ist bekannt. Jakob Bill fasziniert durch seine auf einfachen geometrischen Strukturen und Streifenkompositionen beruhenden Bilder, die mit leuchtenden Grenzen die Reaktion des Auges herausfordern. Sein Spiel mit Farbverläufen wirkt unmittelbar auf die Sinne. David Bill realisiert vorwiegend kubische Stahlskulpturen. Er arbeitet ausschließlich mit den Unfarben Schwarz und Weiß. Die Kompositionen bestechen durch Klarheit und Konturenschärfe.

Ausstellungsort
Die Kunsthalle Harry Graf Kessler als ehemals Großherzogliches Museum für Kunst und Kunstgewerbe ist idealer kunsthistorischer und programmatischer Ort. Seine Bedeutung wird durch die Ausstellung für wenige Monate geradezu neu definiert. Über Harry Graf Kessler und dessen weit gedachte Kunstideen, den Jugendstil und das Wirken Henry van de Veldes bis hin zum Weimarer Bauhaus und dessen späterer Fortführung in Dessau findet der Schluss mit Max Bill und eine Epochen übergreifende geistig-künstlerische Korrespondenz vom ausgehenden 19. Jh. bis in die Moderne statt.

Über Max Bill

Max Bill (* 22. Dezember 1908 in Winterthur; † 9. Dezember 1994 in Berlin) war ein Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten.

Bill machte von 1924 bis 1927 eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Im Alter von 17 Jahren wurde er 1925 mit seinen Schülerarbeiten an die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris eingeladen, wo ihn besonders die Werke von Le Corbusier, Konstantin Stepanowitsch Melnikow und Josef Hofmann beeindruckten. 1927/28 studierte er in Dessau am Bauhaus, wo zu dieser Zeit Albers, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer lehrten.

Ab 1929 war er sowohl praktisch als auch theoretisch als Architekt, seit 1932 als Maler, Grafiker, Bildhauer tätig. Von 1932 bis 1937 war er Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris. 1936 definierte er in einem Ausstellungskatalog des Kunsthauses Zürich seine Vorstellung von „Konkreter Kunst“ und wurde zu einem ihrer wichtigsten Vertreter. Seit 1936 war er auch aktiv als Publizist tätig und gründete 1941 den Allianz-Verlag. 1938 wurde er Mitglied des Congrès International d'Architecture Moderne.

1944/45 hatte er seine erste Professur an der Zürcher Kunstgewerbeschule. In dieser Zeit schloss er Freundschaft mit Georges Vantongerloo und František Kupka. Ende der 1940er/Anfang der 1950er war er Mitbegründer der HfG Ulm, der Hochschule für Gestaltung in Ulm, und entwarf das Schulgebäude. Von 1953 bis 1956 war er deren erster Rektor; 1957 kehrt er zurück nach Zürich. Zwischen 1967 und 1974 hatte er den Lehrstuhl für Umweltgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne.

Max Bill war Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), und auch der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.

Als Leiter des Bereichs „Bilden und Gestalten“ war er von 1961 bis 1964 Architekt für die schweizerische Landesschau von Lausanne. Von 1961 bis 1968 war er als Mitglied des Gemeinderates der Stadt Zürich sowie von 1967–1971 im Schweizer Nationalrat. Portiert vom Landesring der Unabhängigen, war er als Parteiloser politisch aktiv.

Ehrungen / Auszeichnungen (Auswahl):

* 1964: Ehrenmitgliedschaft/ Honorary Member of the AIA American Institute of Architects
* 1968: Kunstpreis der Stadt Zürich
* 1979: Kulturpreis der Stadt Winterthur
* 1982: Kaiserring der Stadt Goslar (siehe Goslarer Kaiserring)
* 1988: Premio Marconi per Arte e Scienzia, Bologna
* 1989: Piepenbrock-Preis für Plastik, Osnabrück
* 1990: Helmut-Kraft-Preis für bildende Künste, Stuttgart
* 1993: Praemium Imperiale, Tokio
* 2008: Max-Bill-Platz in seiner Heimatgemeinde Moosseedorf

Im Stadtkreis Oerlikon, Zürich wurde ein Platz an Passantenlage mit Einkaufsmöglichkeiten nach ihm benannt.

Details

Herausgeber: Jakob Bill
Autorin: Dorothea Strauss
Verlag: Benteli Verlag AG, Bern
Auflage: Erstauflage
Jahr: 10.07.2009
Seitenanzahl: 64 Seiten
Buchart: Broschur
Abbildungen: 30 meist farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7165-1612-0
ISBN 13: 978-3-7165-1612-6
Größe: ca. 213 x 149 x 9 mm
Gewicht: ca. 250 Gramm
Zustand: neu, ungelesen