Design der Wiener Werkstätte 1903–1932
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Beschreibung
Christian Brandstätter
Design der Wiener Werkstätte 1903–1932
Wiener Werkstätte: Der Höhepunkt des Kunsthandwerks im 20. Jahrhundert.
Knapp nach dem Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, sah die Wiener Werkstätte ihre Hauptaufgabe darin, freie und angewandte Kunst, Zweck und Form wieder zu einer Einheit zu verbinden, sämtliche Lebensbereiche mit Kunst zu durchdringen, also auch den »geringsten« Gegenständen des Alltags ästhetische Sorgfalt angedeihen zu lassen.
Das Ergebnis war, ein letztes Mal noch, das Gesamtkunstwerk, exemplarisch im erhaltenen Brüsseler Palais Stoclet, der bedeutendsten Gesamtschöpfung des internationalen Jugendstils, ausgewiesen. Das Team Hoffmann und Moser sowie deren Mitarbeiter ließen keinen Design-Bereich aus: Neben Möbeln wurden auch Tischgerät, Metall-, Keramik- und Glasgegenstände, Bücher, Plakate und Postkarten, Tapeten, Briefpapiere und Geschäftsdrucksachen entworfen, aber auch Schmuck, Stoffe und die (äußerst profitable) Haute Couture waren ihr Metier.
Auf etwa 400 Abbildungen wird mustergültiges Design der wesentlichen Mitarbeiter, zu denen neben Carl Otto Czeschka, Bertold Löffler, Michael Powolny, Vally Wieselthier, Eduard Josef Wimmer, Otto Lendecke auch Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka gehören, repräsentativ aus allen Gestaltungsbereichen vorgestellt.
Über den Autor
Christian Brandstätter
Der Herausgeber, Dr., geboren 1943 in Lambach, Oberösterreich. Seit 1968 im Verlagswesen tätig. Zahlreiche Buchveröffentlichungen u.a.: Buchumschläge des Jugendstils (1981), Gustav Klimt und die Frauen (1994), Damals in Wien: Menschen um die Jahrhundertwende photographiert von Dr. Emil Mayer (1995, gemeinsam mit Franz Hubmann), Gustav Klimt und die Mode (1998). Lebt in Wien.
Rezensionen
Das Jubliläum hat Christian Brandstätter, langjähriger Kenner der Wiener Bewegung, zum Anlass für einen Bildband genommen, der sich höchst wohltuend vom üblichen Buch vom Typ „opulenter Prachtband“ abhebt, wie er bei solchen Jubiläen ansonsten gleichsam automatisch fällig scheint. Kaum Text, dafür eine Menge wohlplatzierter Bilder: Ganz offenkundig versteht Brandstätter sein in Zusammenarbeit mit den Verlagen Thames and Hudson, sowie Abrams vorgelegtes Buch als Statement für eine visuelle Präzision, die Zusammenhänge bündelt und anschaulich macht – mit kleinem Format und konzisen Bilddialogen, die noch einmal den Filiationen einer längst bekannten Künstlergemeinschaft nachspürt ... Entstanden ist eine Musterbuch für das Wiener Design und eine graphische Gestaltung, die bei aller Fülle das Auge nicht überreizt.
[Frankfurter Allgemeine Zeitung]
In über 500 Abbildungen stellt der Verlag Christian Brandstätter aus Anlass des 100-jährigen Geburtstages dieser einzigartigen Werkstättengemeinschaft im Bildband „Design der Wiener Werkstätte“ das breite Spektrum ihrer Arbeiten aus. Ein Buch, das ein Museum im kleinen ist, für Fans der Wiener Werkstätte ein Muss.
[Die Furche]
Auf gut 400 Seiten zeigt das wohlgestaltete Buch, was das große Team rund um Josef Hoffmann und Kolo Moser zum Aufbruch in die Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts beizutragen hatte. Von Ausstellungsplakaten, Briefpapier, über Stoffe, Schmuck, Möbel bis hin zu Keramik und Glas bietet die Publikation auf über 500 Abbildungen einen gelungenen Überblick über den umfangreichen Gestaltungskosmos der Wiener Werkstätte.
Mit Texten wurde eher gegeizt, dafür wühlte man tief im amüsanten Fundus von Porträts, Werkstattfotos und Ansichten leider längst nicht mehr existierender Innenräume, welcher den Geist der so emsig werkenden Truppe hinter weltbekannten Gegenständen gelungen zum Leben erweckt.
Dass nicht nur die prägenden Gründergestalten Kolo Moser und Josef Hoffmann, sondern auch Künstler wie Carl Otto Czeschka, Bertold Löffler oder Eduard Wimmer-Wisgrill Erwähnung finden, ist einer der Verdienste des Buches.
[Der Standard]
Rechtzeitig zu den spät angelaufenen Geburtstagsfeiern zum Hunderter der Wiener Werkstätte ist ein wunderschöner Bildband erschienen. „Design der Wiener Werkstätte 1903-1932“ dokumentiert in rund 550 Abbildungen (davon 450 in Farbe) die unglaubliche Intensität, mit der sich die Entwerfer des Unternehmens in dien knapp 30 Jahren seines Bestehens fast allen Lebensbereichen gewidmet haben. Christian Brandstätter hat eine Fülle von Material zusammengetragen, kurze Texte dazu verfast und die so entstandene informative Augenweide in seinem Verlag herausgebracht.
[ORF.at]
(...) der Band ist vor allem ein ausgesprochen schönes, mit Genuß durchzublätterndes, liebevoll (unter Verwendung von Arbeiten der Wiener Werkstätten) ausgestattetes Buch geworden.
[Historicum]
Details
Autor: Christian Brandstätter
Verlag: Christian Brandstätter Verlag GmvH & Co. KG, Wien
Auflage: Erstauflage
Jahr: 03.09.2003
Seitenanzahl: 399 Seiten
Buchart: Broschur, Fadenheftung, 4-Farb-Offset auf 150 g schwerem, halbmattem Kunstdruckpapier gedruckt
Abbildungen: ca. 250 Farb- und 150 Schwarzweiß-Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-85498-124-4
ISBN 13: 978-3-85498-124-4
Größe: ca. 219 x 159 x 43 mm
Gewicht: ca. 1.200 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







