Max Bill | Aspekte seines Werkes

 

38,00 EUR

ISBN: 9783721206524  

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Beschreibung

Kunstmuseum Winterthur / Gewerbemuseum Winterthur (Hrsg.)
Max Bill
Aspekte seines Werkes

2008 wurde der 100. Geburtstag von Max Bill gefeiert. Nicht nur als Maler und Bildhauer, sondern auch als Architekt, Lehrer, Typograf und Produktgestalter trug Bill bis zu seinem Tod 1994 Wesentliches zum kulturellen Leben im 20. Jahrhundert bei. Sein Schaffen wird 2008 vom Kunstmuseum Winterthur und dem Gewerbemuseum in zwei Ausstellungen dargestellt. Das dazu erscheinende Buch versucht der Vielfältigkeit von Bills Tätigkeit gerecht zu werden, indem 14 Autorinnen und Autoren einzelne Aspekte davon behandeln. Aufsätze gelten den Überlegungen zur konkreten Kunst und zur «guten Form», der Zeit als Schüler am Bauhaus und als Lehrer an der Ulmer Hochschule für Gestaltung, den malerischen Anfängen wie Fragen der Denkmal-, der Ausstellungs- und Buchgestaltung.

Mit Textbeiträgen von Hans Jörg Glattfelder, Rudolf Koella, Bruno Reichlin, Jakob Bill, Karin Gimmi, Eugen Gomringer, Arthur Rüegg, Max Graf, Claude Lichtenstein, Hans Rudolf Bosshard, Dieter Schwarz, Peter Hahn und Adrian Mebold. Eine ausführliche Biografie von Sandra Gianfreda sowie Bill-Porträts von Binia Bill und Ernst Scheidegger runden die Publikation ab.

 

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Zur Ausstellung

Max Bill
Zum 100. Geburtstag


Gewerbemuseum und im Kunstmuseum Winterthur
20. Januar – 12. Mai 2008

2008 feiern wir den 100. Geburtstag von Max Bill, der 1908 in Winterthur geboren
wurde. Nach seinem Studium am Bauhaus begann Bill in den dreissiger Jahren eine
einzigartige Karriere, die ihn im Sinne seiner Ausbildung zu einem homo universalis
machte. Als Künstler, Gestalter und Denker trug er Wesentliches zum kulturellen Leben
des 20. Jahrhunderts bei. Zwei Winterthurer Museen widmen nun Max Bill eine
umfassende Retrospektive. Während das Kunstmuseum Winterthur die Gemälde und
Plastiken zeigt, präsentiert das Gewerbemuseum den Architekten, Typografen, Plakatund
Buchgestalter sowie den Entwerfer von Industrieprodukten Max Bill.

1936 formulierte Max Bill den Begriff der «konkreten kunst». Kunstwerke wollte er
schaffen, die «auf grund ihrer ureigenen mittel und gesetzmässigkeiten – ohne
äusserliche anlehnung an naturerscheinungen oder deren transformierung, also nicht
durch abstraktion – entstanden sind». Die systematische Behandlung aller Bildelemente
machte Bill zum Prinzip seiner Arbeit, die sich selbst erklären sollte, ohne Rückgriff auf
subjektive Entscheidungen. Konsequent verwirklichte Bill diese Vorstellung nicht nur in
Skulpturen und Gemälden, sondern auch als Architekt, Typograph und Produktdesigner.
Seine prägnanten elementaren Erfindungen antworteten auf die grossen Leistungen der
klassischen Moderne und übten auf jüngere Künstler eine starke Wirkung aus. Während
die offizielle Schweiz seinem Werk zunächst zurückhaltend begegnete, war Bill wie
kaum ein anderer Schweizer Künstler weltweit präsent – früh schon in Südamerika, aber
auch in Europa und Nordamerika.

Die letzte grosse Ausstellung von Max Bills Werk in der Schweiz fand anlässlich seines
75. Geburtstags 1983 im Zürcher Helmhaus statt. Seit dem Tod des Künstlers, 1994 in
Berlin, fand keine solche Schau mehr statt. 2005 zeigte das Kunstmuseum Stuttgart eine
Retrospektive; nun folgt eine neu konzipierte Ausstellung in zwei Museen seiner
Geburtsstadt. Das Kunstmuseum Winterthur präsentiert eine Retrospektive der Gemälde
und Plastiken. Zu Lebzeiten Bills waren seine Ausstellungen fast ausschliesslich aus
dem Atelier bestückt; erstmals treffen in dieser Retrospektive Werke aus öffentlichen
und privaten Sammlungen mit Werken aus dem Nachlass zusammen, um die
Grundzüge seines bildnerischen und plastischen Schaffens zu veranschaulichen.
Das Gewerbemuseum zeigt den Gestalter Bill, der in diesem Tätigkeitsfeld wiederholt
mit höchst eigenständigen und bahnbrechenden Beiträgen auffiel. Dieser
Ausstellungsteil umfasst Arbeiten aus sechs Jahrzehnten und zeichnet den Weg dieses
erfindungsreichen Denkers, Entwerfers und Gestalters nach.

© Kunstmuseum Winterthur / Gewerbemuseum Winterthur 2008

Über Max Bill

Max Bill (* 22. Dezember 1908 in Winterthur; † 9. Dezember 1994 in Berlin) war ein Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten.

Bill machte von 1924 bis 1927 eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Im Alter von 17 Jahren wurde er 1925 mit seinen Schülerarbeiten an die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris eingeladen, wo ihn besonders die Werke von Le Corbusier, Konstantin Stepanowitsch Melnikow und Josef Hofmann beeindruckten. 1927/28 studierte er in Dessau am Bauhaus, wo zu dieser Zeit Albers, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer lehrten.

Ab 1929 war er sowohl praktisch als auch theoretisch als Architekt, seit 1932 als Maler, Grafiker, Bildhauer tätig. Von 1932 bis 1937 war er Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris. 1936 definierte er in einem Ausstellungskatalog des Kunsthauses Zürich seine Vorstellung von „Konkreter Kunst“ und wurde zu einem ihrer wichtigsten Vertreter. Seit 1936 war er auch aktiv als Publizist tätig und gründete 1941 den Allianz-Verlag. 1938 wurde er Mitglied des Congrès International d'Architecture Moderne.

1944/45 hatte er seine erste Professur an der Zürcher Kunstgewerbeschule. In dieser Zeit schloss er Freundschaft mit Georges Vantongerloo und František Kupka. Ende der 1940er/Anfang der 1950er war er Mitbegründer der HfG Ulm, der Hochschule für Gestaltung in Ulm, und entwarf das Schulgebäude. Von 1953 bis 1956 war er deren erster Rektor; 1957 kehrt er zurück nach Zürich. Zwischen 1967 und 1974 hatte er den Lehrstuhl für Umweltgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne.

Max Bill war Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), und auch der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.

Als Leiter des Bereichs „Bilden und Gestalten“ war er von 1961 bis 1964 Architekt für die schweizerische Landesschau von Lausanne. Von 1961 bis 1968 war er als Mitglied des Gemeinderates der Stadt Zürich sowie von 1967–1971 im Schweizer Nationalrat. Portiert vom Landesring der Unabhängigen, war er als Parteiloser politisch aktiv.

Ehrungen / Auszeichnungen (Auswahl):

* 1964: Ehrenmitgliedschaft/ Honorary Member of the AIA American Institute of Architects
* 1968: Kunstpreis der Stadt Zürich
* 1979: Kulturpreis der Stadt Winterthur
* 1982: Kaiserring der Stadt Goslar (siehe Goslarer Kaiserring)
* 1988: Premio Marconi per Arte e Scienzia, Bologna
* 1989: Piepenbrock-Preis für Plastik, Osnabrück
* 1990: Helmut-Kraft-Preis für bildende Künste, Stuttgart
* 1993: Praemium Imperiale, Tokio
* 2008: Max-Bill-Platz in seiner Heimatgemeinde Moosseedorf

Im Stadtkreis Oerlikon, Zürich wurde ein Platz an Passantenlage mit Einkaufsmöglichkeiten nach ihm benannt.

Details

Herausgeber: Kunstmuseum Winterthur/Gewerbemuseum Winterthur
Verlag: Niggli AG, Sulgen
Auflage: Erstauflage 2008
Jahr: 01/2008
Seitenanzahl: 237 Seiten
Buchart: Klappenbroschur
Abbildungen: 160 zum Teil farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7212-0652-5
ISBN 13: 978-3-7212-0652-4
Größe: ca. 240 x 172 x 22 mm
Gewicht: ca. 850 Gramm
Zustand: neu, ungelesen