Max Bill - Funktion und Funktionalismus: Schriften

 

29,80 EUR

ISBN: 9783716515228  

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Beschreibung

Jakob Bill (Hrsg.)
Max Bill - Funktion und Funktionalismus
Schriften 1945-1988

Max Bill hat über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Manuskripte zu Themen verfasst, die ihn beruflich als auch privat beschäftigen und interessierten.

Etliche dieser zwischen 1945 und 1988 entstandenen Schriften und Vorträge beziehen sich auf Produkt- und Umweltgestaltung. In ihrer Summe manifestieren sie Bills Postulat, das sich hinter der Bezeichnung «die gute form» verbirgt. In der vorliegenden Publikation hat Jakob Bill die wichtigsten davon zusammengetragen: darunter bisher unveröffentlichte und abgelegen publizierte ebenso wie immer wieder zitierte Schlüsseltexte. Ergänzt wird die 27 Beiträge umfassende und chronologisch aufgebaute Auswahl durch Abbildungen projektierter und ausgeführter Produktgestaltungen. Sie zeugen von Bills Streben nach der perfekten Symbiose zwischen Funktion, Form und Schönheit, werfen Fragen nach Konstanz und Veränderung auf, zeigen, dass der Teufel schon immer im Detail steckte, dass das Komplexe ohne die gestalterische Lösung für das banal alltägliche nicht denkbar ist. Und so ist die Frage «darf ein ofen : ein ofen sein?» ebenso bedeutsam wie die, nach der Grundlage und dem Ziel einer Ästhetik im Zeitalter des Maschinismus oder jene nach der gestalteten Umwelt in der Zukunft.

 

Über Max Bill

Max Bill (* 22. Dezember 1908 in Winterthur; † 9. Dezember 1994 in Berlin) war ein Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten.

Bill machte von 1924 bis 1927 eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Im Alter von 17 Jahren wurde er 1925 mit seinen Schülerarbeiten an die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris eingeladen, wo ihn besonders die Werke von Le Corbusier, Konstantin Stepanowitsch Melnikow und Josef Hofmann beeindruckten. 1927/28 studierte er in Dessau am Bauhaus, wo zu dieser Zeit Albers, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer lehrten.

Ab 1929 war er sowohl praktisch als auch theoretisch als Architekt, seit 1932 als Maler, Grafiker, Bildhauer tätig. Von 1932 bis 1937 war er Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris. 1936 definierte er in einem Ausstellungskatalog des Kunsthauses Zürich seine Vorstellung von „Konkreter Kunst“ und wurde zu einem ihrer wichtigsten Vertreter. Seit 1936 war er auch aktiv als Publizist tätig und gründete 1941 den Allianz-Verlag. 1938 wurde er Mitglied des Congrès International d'Architecture Moderne.

1944/45 hatte er seine erste Professur an der Zürcher Kunstgewerbeschule. In dieser Zeit schloss er Freundschaft mit Georges Vantongerloo und František Kupka. Ende der 1940er/Anfang der 1950er war er Mitbegründer der HfG Ulm, der Hochschule für Gestaltung in Ulm, und entwarf das Schulgebäude. Von 1953 bis 1956 war er deren erster Rektor; 1957 kehrt er zurück nach Zürich. Zwischen 1967 und 1974 hatte er den Lehrstuhl für Umweltgestaltung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne.

Max Bill war Teilnehmer der documenta 1 (1955), der documenta II (1959), und auch der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.

Als Leiter des Bereichs „Bilden und Gestalten“ war er von 1961 bis 1964 Architekt für die schweizerische Landesschau von Lausanne. Von 1961 bis 1968 war er als Mitglied des Gemeinderates der Stadt Zürich sowie von 1967–1971 im Schweizer Nationalrat. Portiert vom Landesring der Unabhängigen, war er als Parteiloser politisch aktiv.

Ehrungen / Auszeichnungen (Auswahl):

* 1964: Ehrenmitgliedschaft/ Honorary Member of the AIA American Institute of Architects
* 1968: Kunstpreis der Stadt Zürich
* 1979: Kulturpreis der Stadt Winterthur
* 1982: Kaiserring der Stadt Goslar (siehe Goslarer Kaiserring)
* 1988: Premio Marconi per Arte e Scienzia, Bologna
* 1989: Piepenbrock-Preis für Plastik, Osnabrück
* 1990: Helmut-Kraft-Preis für bildende Künste, Stuttgart
* 1993: Praemium Imperiale, Tokio
* 2008: Max-Bill-Platz in seiner Heimatgemeinde Moosseedorf

Im Stadtkreis Oerlikon, Zürich wurde ein Platz an Passantenlage mit Einkaufsmöglichkeiten nach ihm benannt.

Details

Herausgeber: Jakob Bill
Vorwort: Jakob Bill
Verlag: Benteli Verlag AG, Bern
Auflage: Erstauflage
Jahr: 01/2008
Seitenanzahl: 208 Seiten
Buchart: Broschur
Abbildungen: 25 S/W-Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7165-1522-1
ISBN 13: 978-3-7165-1522-8
Größe: ca. 210 x 150 x 24 mm
Gewicht: ca. 450 Gramm
Zustand: neu, ungelesen