Otto Piene - Sky Art 1968-1996
|
|
Beschreibung
Susanne Rennert und Stephan von Wiese (Hrsg.)
Otto Piene
Sky Art 1968-1996
Otto Piene (*1928) wurde als Mitbegründer der Gruppe ZERO durch seine Rauch-, Raster- und Feuerbilder sowie seine Lichtballetts der fünfziger und sechziger Jahre berühmt. Die Werke aus den USA, wo Piene seit 1964 lebt und arbeitet, sind weniger bekannt. Dies betrifft auch die von Piene entwickelte Sky Art, die einen Schwerpunkt der in den Vereinigten Staaten realisierten Projekte bildet.
Erste Heißluftballons ließ der Künstler bereits zu Zeiten der ZERO-Bewegung 1961 in Düsseldorf aufsteigen. In diesen frühen Experimenten liegen die Wurzeln für die Sky Art-Visionen der späteren Jahre. Am Center for Advanced Visual Studies (CAVS) in Camebridge/Massachusetts, an dem Piene ab 1968 als Fellow und ab 1974 als Direktor tätig war, fand er ideale Voraussetzungen, um die Arbeit an den Sky Art-Projekten weiterzuführen. Weltweit bekannt wurde der Olympische Regenbogen, den Piene als Friedenssymbol zur Abschlußfeier der Olympischen Spiele in München 1972 durch den Himmel spannte.
Das Buch ist die erste umfassende Darstellung der Sky Art und eröffnet bemerkenswerte neue Perspektiven. Die Autoren gehen den Ursprüngen der Sky Events in der ZERO-Bewegung nach und untersuchen sie im Kontext der zeitgleich entstehenden Land Art. Über die kunsthistorischen Zusammenhänge hinaus widmen sie sich dem zeitgeschichtlichen Kontext: Berührungspunkte zwischen Sky Art und Raumfahrtforschung werden ebenso behandelt wie der Einfluß des politischen Klimas im Kalten Krieg auf die künstlerischen Ideen Pienes. Schließlich wird in zwei weiteren Beiträgen Pienes Arbeit aus naturwissenschaftlicher Sicht gewürdigt.
Anschaulich wird Pienes Kunst durch viele dokumentierende Fotos, Entwürfe und Partituren der Sky Events.
Über Otto Piene
Otto Piene (* 18. April 1928 in Laasphe) ist ein deutscher Künstler.
Er war von 1974 bis 1994 Direktor des „Center for Advanced Visual Studies“ (CAVS). Als Reaktion auf das abstrakte Informel gründete Piene gemeinsam mit Heinz Mack (* 1931) am 11. April 1957 in Düsseldorf die später international einflussreiche Künstlergruppe ZERO („Nullpunkt der Kunst“), der sich im Jahr 1961 auch Günther Uecker (* 1930) anschloss. Piene gilt als ein Wegbereiter der Licht- und Feuerkunst sowie der Sky Art-Aktionen.
Otto Piene wuchs in Lübbecke auf. Nach dem Abitur 1947 studierte er von 1949 bis 1950 Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München und von 1950 bis 1953 an der Kunstakademie in Düsseldorf. Zwischen 1951 und 1964 wirkte er als Dozent an der Modeschule in Düsseldorf. Von 1953 bis 1957 belegte er an der Universität zu Köln den Studiengang Philosophie und schloss mit dem Staatsexamen ab.
An der University of Pennsylvania übernahm er 1964 eine Gastprofessur. Von 1968 bis 1971 war er Fellow des 1967 von Gyorgy Kepes gegründeten Center for Advanced Visual Studies (CAVS). 1972 wurde er Professor of Visual Design for Environmental Art (Professor der Umweltkunst) am Massachusetts Institute of Technology, das ihn 1974 zum Direktor des CAVS berief.
Piene lebt und arbeitet heute in Groton/Massachusetts, Boston sowie Düsseldorf.
Die bei der Gründung der Gruppe „ZERO“ vorherrschende Idee war ein von der Ebene „Null“ ausgehender kompletter Neubeginn in der Malerei und die Einbeziehung in das künstlerische Schaffen von Licht (und Schatten), sowie – für Piene – auch von Feuer. Ihre Anschauung verbreiteten Mack und Piene bis 1961 in der Zeitschrift „ZERO“.
Im Jahr 1959 entwarf Piene unter Bezugnahme auf elementare Naturenergien Lichtballette und Rauchbilder. Die Praxis der Rauchbilder führt er bis heute fort. Die Spuren von Feuer und Rauch sind wichtige Elemente dieser Werke. Er experimentierte außerdem mit Multimedia-Kombinationen (1960). Bekannt ist Piene insbesondere durch das Lichtballett und weitere lichtkinetische Arbeiten. Außerdem schuf er aufgrund seiner intensiven Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung Luft- und Lichtskulpturen.
Details
Herausgeber: Stephan von Wiese und Susanne Rennert
Texte: G. Haerendel, W. Lewin, Susanne Rennert und Stephan von Wiese
Übersetzer: Birgit Herbst und Liselotte Kuster
Verlag: Wienand, Köln
Auflage: Erstauflage
Jahr: 1999
Seitenanzahl: 208 Seiten
Buchart: Gebunden mit Schutzumschlag
Abbildungen: 73 farbige und 90 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-87909-611-2
ISBN 13: 978-3-87909-611-4
Größe: ca. 260 x 190 x 20 mm
Gewicht: ca. 900 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







