Wilhelm Wagenfeld: gestern, heute, morgen
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Beschreibung
Wilhelm Wagenfeld Stiftung Bremen (Hrsg.)
Wilhelm Wagenfeld: gestern, heute, morgen.
Lebenskultur im Alltag
Die Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung, 1993 in Bremen, der Vaterstadt Wagenfelds, gegründet, betreut den Nachlaß des international renommierten Bauhaus-Schülers (1900–1990), der zu den bedeutendsten Pionieren industrieller Produktgestaltung zählt.
Über Wilhelm Wagenfeld
Der deutsche Industrie- und Gebrauchsdesigner Wilhelm Wagenfeld zählt zu den Pionieren des Industriedesigns und war sowohl Schüler als auch Lehrer am Bauhaus.
Biografie
Wagenfeld machte eine Lehre in der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte die Hanauer Zeichenakademie, bevor er 1923 als Silberschmied-Geselle am Bauhaus in Weimar aufgenommen wurde. In den dortigen Werkstätten entstand 1924 unter seinem Lehrer László Moholy-Nagy der Entwurf für die Lampe WG24. Die zeitlose Tischleuchte mit der halbkugelförmigen Glasglocke, auch als „Wagenfeld- oder Bauhaus-Leuchte“ bekannt geworden, entwarf er zusammen mit Karl J. Jucker. Sie ist bis heute einer der bekanntesten Wagenfeld-Entwürfe.
Von 1928 bis 1930 leitete er am Bauhaus die Metallwerkstatt. Es folgte die freie Mitarbeit für das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. In dieser Zeit entstanden so bekannte Entwürfe wie z. B. das Teeservice aus feuerfestem Glas, das zum Klassiker wurde und bis heute produziert wird.
1931 bis 1935 Professur an der Staatlichen Kunsthochschule Grunewaldstraße in Berlin. Danach übernahm er die künstlerische Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke in Weißwasser. Durch die Zusammenarbeit mit Charles Crodel fanden die Arbeiten für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke (VLG) Zugang zu Museen und Ausstellungen. Crodel entwickelte dazu teilweise patentierte Dekorationsverfahren für die Massenproduktion.
Im Zweiten Weltkrieg wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und musste aufgrund seiner Weigerung, der NSDAP beizutreten, an die Ostfront. Nach der Rückkehr aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft hatte er für kurze Zeit eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Berlin inne.
1954 ging er nach Stuttgart und machte sich dort selbständig. Er gründete die „Werkstatt Wagenfeld“, die er bis 1978 betrieb. Seine Auftraggeber waren namhafte Hersteller von Gebrauchsgütern wie beispielsweise WMF, Braun oder Rosenthal. Nur wenige seiner über 600 Entwürfe, vorwiegend in Glas und Metall, werden als sog. "Design-Klassiker" bis heute produziert. Umso mehr befinden sich jedoch in zahlreichen Sammlungen namhafter Museen. Sein Design zeichnete sich durch zeitbeständige Gestaltung und zeitgemäße Funktionalität aus und war seinerzeit stilprägend.
Auszeichnungen (Auswahl):
1937: Goldmedaille der Weltausstellung Paris
1940: Grand Prix der Triennale Mailand
1957: Grand Prix der Triennale Mailand (für Gesamtschaffen)
1965: Ehrenmitglied der Akademie der Künste Berlin
1968: Heinrich-Tessenow-Medaille
1968: Ehrenmitglied des Deutschen Werkbundes Berlin
1968: Ehrengast der Villa Massimo Rom
1969: Bundespreis „Gute Form“ (für Trinkservice „Greif“)
1982: Bundespreis „Gute Form“ für die Wagenfeld-Leuchte
Details
Autoren: Beate Manske, Walter Scheiffele u. a.
Herausgeber: Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Bremen
Verlag: H.M. Hauschild, Bremen
Auflage: Erstauflage
Jahr: 1995
Seitenanzahl: 174 Seiten
Buchart: Broschur
Abbildungen: 269 Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-931785-59-9
ISBN 13: 978-3-931785-59-8
Größe: ca. 283 x 212 x 15 mm
Gewicht: ca. 1.000 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Empfehlenswerte weitere Literatur:
Täglich in der Hand Werkverzeichnis W. Wagenfeld








