Glaskunst - Reflex der Jahrhunderte
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Beschreibung
Dr. Helmut Ricke und Anne-Marie Katins
Glaskunst
Reflex der Jahrhunderte
Eine der weltweit bedeutendsten Glassammlungen im Glasmuseum Hentrich im Museum Kunst Palast in Düsseldorf ist die Grundlage für dieses reich bebilderte Werk zur Erforschung der Glaskunst, erstellt vom langjährigen Direktor der Sammlung, Helmut Ricke.
Glas war das erste künstlich geschaffene Material und nahezu jede Kultur nutzte seine Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit und Vielseitigkeit.
Dieser Band enthält zahlreiche Bilder der Sammlung sowie Karten und Zeichnungen und deckt alle Perioden der Glasherstellung ab - von der Antike über die Römer, den Orient, das Mittelalter, die Renaissance und den Barock, das 19. Jahrhundert, bis hin zu den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Er zeigt Beispiele emailbemalter und geschnittener Gläser sowie kunstvoll gearbeiteter Gläser aus Persien, Indien und China, die die Bedeutung des Nahen und Fernen Ostens für die Glaskunst des Jugendstils veranschaulichen, der weithin als Blütezeit der dekorativen Glaskunst betrachtet wird.
Ein detaillierter Anhang gibt Hintergrundinformationen über die Verarbeitung von Glas, einschließlich des Schmelzvorgangs, der Veredelungsmethoden und der Herstellung an sich.
Zum Glasmuseum Hentrich
Der große, 2001 verstorbene Mäzen des museum kunst palast, Helmut Hentrich, hat das Vermächtnis seines Wohnhauses und seiner Sammlungen an die Stadt Düsseldorf mit der Verpflichtung einer Erweiterung des Glasmuseums Hentrich verbunden. Er ging dabei von einer räumlichen Erweiterung sowie einer ansprechenden, dem internationalen Rang der Sammlungen angemessenen Neugestaltung aus. Der Rat der Stadt Düsseldorf hat diese Bedingungen akzeptiert und das Vermächtnis angenommen.
Nach intensiver Vorbereitung durch das Museum wurde das für derartige Aufgaben ausgewiesene Fachbüro Otto Steiner in Sarnen/Schweiz mit der Planung der Neugestaltung beauftragt. Ziel dieser Planung war es, eine Präsentationsform zu entwickeln, die nicht nur die Bedeutung des Glasmuseums Hentrich als eine der weltweit führenden Spezialsammlungen unmittelbar anschaulich macht, sondern auch neue, für ein breites Publikum attraktive Vermittlungsformen realisiert.
Die bisher im Erdgeschoss des Museums auf zwei Ebenen in gleichförmigen Vitrinen präsentierte Sammlung wird künftig durch Gewinnung einer weiteren Präsentationsebene im Kellergeschoss um ca. 450 m² erweitert. Hierfür sind neue Treppendurchbrüche erforderlich. Da die vorhandenen Vitrinen nahezu 20 Jahre alt und in ihren Funktionen stark eingeschränkt sind, zudem den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr entsprechen, konnte eine drei Ausstellungsebenen übergreifenden Neuplanung angegangen werden.
Inhaltlich bietet die Neukonzeption eine Verbindung unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Da die Stärke der Sammlung in ihrer Geschlossenheit liegt – in Europa bietet nur das Victoria & Albert Museum in London einen ähnlich vollständigen Überblick für die gesamte Geschichte der Glaskunst – bildet die Präsentation ausgewählter Hauptwerke der Sammlung, einem „Zeitstrahl“ von der Antike bis zur Gegenwart folgend, einen der Hauptakzente der Präsentation.
In einem weiteren Präsentationsbereich wird die individuelle Sehweise großer Sammlerpersönlichkeiten in den Mittelpunkt gestellt; dies gilt vor allem für die breit angelegte Sammlung Helmut Hentrichs und die auf den französischen Art Nouveau konzentrierte Sammlung Gerda Koepff.
Beide Themenkomplexe werden in einem die drei Präsentationsebenen durchschneidenden „Schatzhaus“, einem Gebäude im Gebäude, vorgestellt. Dieser Kern wird im Erdgeschoss umgeben von einem Raumbereich, der vornehmlich der zeitgenössischen Glaskunst gewidmet ist. Daneben werden die Schenkungen und Dauerleihgaben der Sammlungen Karl Amendt, Barlach Heuer, Alexander Pfohl, Maurice Marinot, Knecht-Drenth, der Steinberg Foundation und Ann Wolff gesondert herausgestellt. Damit wird zugleich die maßgebliche Rolle von Sammlern und Mäzenen bei der Entstehung bedeutender Museumsbestände veranschaulicht. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Info-Lounge mit Sitzmöglichkeiten, kleiner Bibliothek und Video-Monitoren. Ein gesonderter Raum im Erdgeschoss bietet Möglichkeiten für kleinere Studioausstellungen aktueller Glaskunst, die Vorstellung von Neuerwerbungen und dergleichen.
Im Kellergeschoss werden die das „Schatzhaus“ umgebenden Bereiche als Studiengalerie für spezielle Themen genutzt. Große Mengen von Gläsern werden nach Gestaltungsprinzipien und Techniken geordnet, Fälschungen und Problemstücke diskutiert und neue Sammlungsschwerpunkte wie das Gebrauchsglasdesign des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Interaktive Informationshilfen erleichtern dem Besucher den Zugang.
Inhaltsverzeichnis
| Inhalt | Seite |
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Hans Albert Peters Glassammlung und Zeitgenössische Kunst: Das "Doppelherz" des Kunstmuseums Düsseldorf im Ehrenhof |
7 |
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Helmut Ricke Das Glasmuseum Hentrich des Kunstmuseums Düsseldorf im Ehrenhof Geschichte - Erwerbungen - Perspektiven |
9 |
| Katalog | |
| Vorbemerkungen - Abkürzungen | 15 |
| Vorrömische Antike | 16 |
| Römisches Reich | 20 |
| Reich der Sassaniden | 36 |
| Islam | 39 |
| Mittelalter | 52 |
| Renaissance und Barock | |
| - Das Farb- und Emailglas des Nordens | 63 |
| - Venedig und "façon de Venise" | 78 |
| Barock - Die Epoche des Glasschnitts | 88 |
| Biedermeier | 110 |
| Historismus | 121 |
| Indien - China - Persien | 130 |
| Art Noeveau und Art Déco Frankreich | 137 |
| Vom Jugendstil in die 50er Jahre | |
| - Nordamerika | 188 |
| - Österreich und Böhmen | 196 |
| - Deutschland | 214 |
| - Italien | 230 |
| - Nordische Länder | 243 |
| - Niederlande | 254 |
| Die sechziger bis neunziger Jahre | 257 |
|
- Tschoslowakei - Tschechische und Slowakische Republiken |
259 |
| - Rumänien | 272 |
| - Ungarn | 273 |
| - Jugoslawien | 274 |
| - Italien | 275 |
| - Deutschland | 278 |
| - Niederlande | 296 |
| - Belgien | 303 |
| - Frankreich / Österreich | 304 |
| - Frankreich | 306 |
| - Schweden | 308 |
| - Finnland | 313 |
| - Dänemark | 316 |
| - Norwegen | 316 |
| - England | 317 |
| - Vereinigte Staaten von Amerika | 321 |
| - Australien | 330 |
| - Japan | 331 |
| Anhang | |
| Karten zur geschichte und Topographie der Glaskunst | 344 |
| Glastechnisches Glossar | 358 |
| Illustration zur Technik | 361 |
| Kopie - Nachahmung - Fälschung | 375 |
| Gekürzt zitierte Literatur | 380 |
| Konkordanz der Katalognummern | 384 |
Über Dr. Helmut Ricke
Dr. Helmut Ricke war Direktor der Sammlungen und Leiter des Glasmuseums Hentrich im museum kunst palast in Düsseldorf. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Glaskunst, insbesondere der des 19. und 20. Jahrhunderts. Er verfasste zahlreiche Publikationen zum Thema Glas.
Details
Herausgeber: Dr. Helmut Ricke und Anne-Marie Katins
Verlag: Prestel, München
Erscheinungsjahr: 1989
Auflage: 2. verbesserte Auflage
Jahr: 1995
Seitenanzahl: 384 Seiten
Abbildungen: 89 S/W- und 363 Farbabbildungen
Buchart: Softcover
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-1592-7
ISBN 13: 978-3-7913-1592-8
Größe: ca. 211 x 270 x 27 mm
Gewicht: ca. 1.550 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheit: sehr gute Fotografien, Texte von wirklichem Glaskenner, wissenschaftliche Aufbereitung
Das Buch ist auch in Englisch mit dem Titel "Art Glass - Reflections of the Centuries" erhältlich (ISBN: 978-3-7913-2793-8).







