Die Jugend der Moderne - Meisterwerke aus München

 

49,80 EUR

ISBN: 9783897903388  

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Beschreibung

Michael Buhrs und Margot Th. Brandlhuber (Hrsg.)
Die Jugend der Moderne
Art Nouveau und Jugendstil – Meisterwerke aus Münchner Privatbesitz

Highlights des europäischen Jugenstils aus Münchner Privatsammlungen

Münchens Rang als Stadt des Jugendstils spiegelt sich auch in der Sammellust privater Kenner, die seit den 1960er Jahren gezielt herausragende Werke der letzten großen künstlerischen Reformbewegung zusammentrugen. In der Publikation „Die Jugend der Moderne“ finden sich kaum gesehene Schätze des Jugendstils – Objekte aus Privatsammlungen, die die wichtigsten europäischen und auch einige amerikanische Künstler, Entwerfer und Manufakturen umfassen. In Werken aus Frankreich und Belgien, den Niederlanden und Skandinavien, Deutschland und Österreich/Ungarn sowie den USA offenbart sich eindrucksvoll die ganze Dynamik dieser Bewegung.

Mehr als 350 ausgewählte Objekte machen die Bandbreite des Formenrepertoires nachvollziehbar, dessen sich die führenden Künstler der Zeit bedienten, um – über alle Genre- und Materialgrenzen hinweg – einen „neuen Stil“ für das 20. Jahrhundert zu kreieren. Gemälde, Grafiken und Skulpturen spiegeln die Proklamation des „neuen Zeitalters“ ebenso wie Möbel und Wandbehänge oder Arbeiten aus Bronze, Silber, Email, Glas und Keramik. Ziel war es, die Kunst zu einer neuen Einheit zu führen und mit ihrer Hilfe das Leben einer ganzen Epoche zu reformieren.

Durchgehend bestechen die gezeigten Stücke durch ihre Qualität und Einmaligkeit. Höhepunkte sind die Objekte aus den Pariser Avantgarde-Galerien „L’Art Nouveau“ von Siegfried Bing und „La Maison Moderne“ von Julius Meier-Graefe sowie aus der Pariser Weltausstellung von 1900. Glanzlichter des Japonismus, der nicht nur in Europa eine wahre Welle der Begeisterung auslöste, und Objekte, die die progressive Entwicklungen des Jugendstils besonders in München zeigen, runden das vielschichtige Bild der künstlerischen Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert ab.

Großformatige Abbildungen von zum Teil erstmals publizierten, herausragenden Werken aus Münchner Privatsammlungen sowie Texte ausgewiesener Jugendstil-Experten zeigen ein umfassendes Panorama der letzten großen künstlerischen Reformbewegung. Detaillierte Objektbeschreibungen, Künstlerbiografien sowie Signaturen- und Markenabbildungen liefern Interessenten und Sammlern wichtige Informationen. Eine Darstellung des europäischen Jugendstils und Art Nouveau, die in Umfang und Qualität Ihresgleichen sucht!

 

Zur Ausstellung

Die Jugend der Moderne
Art Nouveau und Jugendstil – Meisterwerke aus Münchner Privatbesitz
28. Oktober 2010 bis 23. Januar 2011
Villa Stuck, München


Münchens Rang als Stadt des Jugendstils spiegelt sich in der Sammellust privater Kenner, die seit den 1960er Jahren gezielt herausragende Werke der letzten großen künstlerischen Reformbewegung zusammen trugen. In der Ausstellung »Die Jugend der Moderne. Art Nouveau und Jugendstil – Meisterwerke aus Münchner Privatbesitz« präsentiert das Museum Villa Stuck kaum gesehene Schätze des Jugendstils der Öffentlichkeit. Die Ausstellung aus Privatbesitz versammelt Objekte der wichtigsten europäischen und einiger amerikanischer Künstler, Entwerfer und Manufakturen. In Werken aus Frankreich und Belgien, den Niederlanden und Skandinavien, USA, Deutschland und Österreich/Ungarn offenbart sich eindrucksvoll die ganze Dynamik dieser europäischen Bewegung.

Mehr als 350 ausgewählte Objekte zeigen die gestalterische Bandbreite, derer sich die Künstler bedienten, um über alle Materialgrenzen hinweg einen „neuen Stil“ für das 20. Jahrhundert zu kreieren. Gemälde, Bronze oder Email, Holzschnitte und Fayencen, Silber und Tuschfederzeichnungen, alles wurde eingesetzt, im Versuch, mit neuen Prinzipien ein neues Zeitalter auszurufen. Darüber hinaus umfasst die Präsentation Möbel, Glas, Keramiken, Wandbehänge und Metallarbeiten sowie Graphiken und Skulpturen führender Künstler des Jugendstils, die Kunst und Leben ihrer Epoche umfassend reformieren und zu einer neuen Einheit zusammenführen wollten.

Edmond Lachenals Schalen mit tauchenden Fröschen um 1880 eröffnen die Chronologie, die sich über alle maßgeblichen Gattungen hinweg bis 1913/14 zieht. In diesem Jahr entwirft Henry van de Velde ein Porzellanservice für die Porzellanmanufaktur Ferdinand Selle in Burgau an der Saale, nach van de Velde »die erste Fabrik, deren Betrieb einzig auf die Fabrikation von Gegenständen im „modernen Stil“ gerichtet ist«.

Dabei bestechen Qualität und Einmaligkeit der gesammelten Werke: Höhepunkte sind Objekte der Pariser Avantgarde-Galerien „L' Art Nouveau“ von Siegfried Bing und „La Maison Moderne“ von Julius Meier-Graefe, Werke aus der Pariser Weltausstellung 1900 und Glanzlichter des Japonismus, der nicht nur in Europa eine wahre Welle der Begeisterung auslöste. Nicht zuletzt spielen die progressiven Entwicklungen des Jugendstils in München eine wichtige Rolle – für den Standort der Sammlungen und somit auch die Ausstellung „Die Jugend der Moderne“.

Die Künstlerliste versammelt das „Who is who“ aus Art Nouveau und Jugendstil von Adler bis Zumbusch. Die Liste der Manufakturen liest sich ebenfalls eindrucksvoll und zeigt den Reichtum, den die privaten Sammlungen vorweisen können: Bigot, Bing & Grøndahl, Clément Massier, Keller et Guérin, aber auch die Keramischen Werkstätten München-Herrsching und natürlich die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, München, sind in der Ausstellung vertreten. Dennoch lässt die Präsentation keine abschließende Stildiskussion zu, sondern setzt subjektive Schwerpunkte dort, wo sich das jeweilige Interesse des Sammlers konzentriert. Das Alphabet der Künstler weist Lücken auf, die das Streifen zwischen den Objekten jedoch umso spannender machen.

Die Ausstellung steht in der Tradition von Wechselausstellungen, in denen sich das Museum Villa Stuck mit unterschiedlichen Aspekten der Zeit um 1900 auseinandersetzte, in der auch die Villa des Künstlerfürsten Franz von Stuck entstand: „Maß und Freiheit. Textilkunst des Jugendstils von Behrens bis Olbrich“ (2010), „Tiffany in neuem Licht. Clara Driscoll und die Tiffany Girls“ (2009/10), „Kabarett Fledermaus. 1907–1913 – Ein Gesamtkunstwerk der Wiener Werkstätte“ (2007/08), „L'Art Nouveau. La Maison Bing“ (2005), „München! Stadt des Jugendstils“ (2004), „Gürtelschließen im Jugendstil. Sammlung Kreuzer“ (2001/02) oder „Hector Guimard. Le Castel Béranger und Metropolitain Bolivar“ (1999).

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Michael Buhrs Vorwort 6
Margot Th. Brandlhuber und Martin Eidelberg Interview mit einem Sammler 8
  Tafelteil  
  Frankreich/Belgien 21
  Skandinavien 157
  Niederlande 173
  Großbritannien/USA 181
  Deutschland 193
  Österreich/Ungarn 339
  Beschreibungen der Objekte  
  Frankreich/Belgien 354
  Skandinavien 402
  Niederlande 407
  Großbritannien/USA 409
  Deutschland 412
  Österreich/Ungarn 460
  Künstler und Manufakturen 465
  Literatur 520
  Namens-Register 532
  Impressum und Fotonachweis 540

Künstler und Firmen in Auswahl

Adler, Beardsley, Behrens, Berlepsch-Valendas, Bonnard, Bradley, Burger-Hartmann, Carabin, Chéret, Colonna, Dammouse, Décorchemont, Delaherche, Dufrène, Eckmann, de Feure, Fidus, Fix-Masseau, Gaillard, Gallé, Grasset, Habermann, Habich, Heine, Hoetger, Hofmann, Jossot, Kähler, Laeuger, Larche, Lévy-Dhurmer, Minne, Moser, Mucha, Obrist, Orazi, Pellar, Paul, Ranson, Reed, Riemerschmid, Ruckteschell-Trueb, Scharvogel, Schmoll von Eisenwerth, Schmuz-Baudiss, Steinlen, Strathmann, Stuck, Taschner, Toorop, Toulouse-Lautrec, van de Velde, Vierthaler und Zumbusch – aber auch viele Manufakturen, wie z.B. Bigot, Bing & Grøndahl, Dalpayrat, Delaherche, Louis Majorelle, Clément Massier, Edmond Lachenal, Émile Muller, Rousseau, Großherzogliche Keramische Manufaktur, Darmstadt, Johann Loetz Witwe, Keller et Guérin, Keramische Werkstätten München-Herrsching, Königliche Porzellanmanufaktur Meissen, Nymphenburg und Kopenhagen, Manufacture Nationale de Sèvres, Rörstrands Porslinfabrik, Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg, Théodore Deck, Vereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk, Vilmos Zsolnay u.v.a.

Details

Herausgeber: Michael Buhrs und Margot Th. Brandlhuber
Texte: Margot Th. Brandlhuber, Graham Dry, Martin Eidelberg und Alfred Ziffer
Übersetzer: Bram Opstelten
Verlag: Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart
Auflage: Erstauflage
Jahr: 04.11.2010
Seitenanzahl: 538 Seiten
Abbildungen: ca. 380 Farb-Abbildungen
Buchart: Hardcover mit Schutzumschlag
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-89790-338-5
ISBN 13: 978-3-89790-338-8
Größe: ca. 312 x 255 x 43 mm
Gewicht: ca. 3.450 Gramm
Zustand: neu, ungelesen, eingeschweißt