Gustav Klimt / Josef Hoffmann Pioniere der Moderne

 

39,95 EUR

ISBN: 9783791351483  

incl. 7% USt. zzgl. Versand

 
 
Anzahl:   St



Beschreibung

Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger (Hrsg.)
Gustav Klimt / Josef Hoffmann
Pioniere der Moderne

Die kongeniale Zusammenarbeit der Meister des Wiener Jugendstils

Der berühmte Künstler Gustav Klimt wird hier gemeinsam mit dem Architekten und Gestalter Josef Hoffmann präsentiert. Die intensive Zusammenarbeit der beiden begann mit der Gründung der Wiener Secession 1897 und setzte bis zum Tod von Gustav Klimt neue Maßstäbe in Europa. Die Beethovenausstellung (1902) in der Wiener Secession sowie das Gesamtkunstwerk Palais Stoclet in Brüssel bilden Höhepunkte dieser Zusammenarbeit. Zahlreiche Werke, in denen sich Hoffmanns charakteristische Handschrift deutlich widerspiegeln, belegen die wechselseitigen Einflüsse dieser Pioniere der österreichischen Moderne, die dieser umfassende Überblick auch in Bezug zur Wiener Werkstätte untersucht.

Wir empfehlen zu diesem Buch aus unserem Buchprogramm:

Gustav Klimt und die Kunstschau 1908 (ISBN: 978-3-7913-4225-2)

 

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
AGNES HUSSLEIN-ARCO/MICHEL DRACUET Grußwort 7
AGNES HUSSLEIN-ARCO Beziehungen
Fernand Khnopff, Gustav Klimt
8
MARIANNE HUSSL-HÖRMANN Gustav Klimt und Josef Hoffmann
Wegkreuzungen
16
RAINALD FRANZ Gustav Klimt und Josef Hoffmann als Reformer der grafischen Künste und der Raumkunst in der Gründungsphase von Secession und Wiener Werkstätte 36
STEFAN LEHNER Die Beethovenausstellung 1902
Eine Dokumentation
50
  Die Ausstellung 70
EVA WINKLER Der Beethovenfries 116
ALFRED WEIDINGER Nicht von dieser Welt 130
IVO HAMMER 110 Jahre Beethovenfries von Gustav Klimt 140
STEPHANIE AUER/ALEXANDER KLEE Von der inneren Notwendigkeit der Konstruktion oder der Beginn der Wiener Formkunst 150
«AURICE CULOT/ANNE-MARIE PIRLOT Wien - Brüssel 168
INGA ROSSI-SCHRIMPF George Minne und die moderne Raumkunst 180
NATHALIE HOYOS Palais Stoclet
Kulturdenkmal im Privateigentum, Kraft- und Spannungsfeld
192
ALFRED WEIDINGER 100 Jahre Palais Stoclet
Neues zur Baugeschichte und künstlerischen Ausstattung
202
MICHEL DRAGUET Khnopff und Klimt
Gedanken zur Verbindung Brüssel - Wien
252
STEFAN LEHNER Ausstellungen
Gustav Klimt und Josef Hoffmann
274
MATTHIAS BOECKL Die Kunstschau 1909
Zur „Bildungspolitik" der Avantgarde
286
ERNST PLOIL Die Ateliereinrichtung des Gustav Klimt 298
MARKUS KRISTAN Wie aus Josef Hoffmann Josef Hoffmann wurde 310
  Autorinnen und Autoren 318
  Werkliste und Leihgeber 320
  Impressum 330
  Bildnachweis 331

Über Agnes Husslein-Arco

Agnes Husslein-Arco (* 22. Mai 1954 in Wien) wurde als Tochter von Carl Heinrich Arco und seiner Frau Felicitas, geb. Boeckl, geboren. Sie ist eine Enkelin des österreichischen Malers Herbert Boeckl.

Nach einer Sportkarriere als Eiskunstläuferin in ihrer Jugend studierte sie Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien, an der Sorbonne und der Ecole de Louvre in Paris. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin.

Husslein war 1996 bis 2000 im Freundesverein der Wiener Secession, 1996 wurde sie zur Vizepräsidentin des Kunstvereins Kärnten gewählt. Diesen Posten hatte sie bis 1998 inne. Von 1981 bis 2000 war sie Geschäftsführerin von Sotheby’s Österreich. Außerdem war sie elf Jahre lang auch als Geschäftsführerin von Sotheby’s Prag und Sotheby’s Budapest tätig und wurde für zehn Jahre Senior Director für Sotheby’s Europa. 1990 bis 1998 war sie Director of European Development des Guggenheim Museums und 1990 bis 2000 Organisatorin der Guggenheim Association Salzburg und des Austrian Guggenheim Advisory Boards. Sie ist Mitglied des World Wide Teams for Contemporary, Modern and Impressionist Art. Von 2001 bis 2003 war Husslein Direktorin des Rupertinums in Salzburg und von 2003 bis 2005 Gründungsdirektorin des Museums der Moderne in Salzburg. Von 2002 bis 2004 organisierte sie weiters den Aufbau des Museums moderner Kunst in Kärnten. 1994 kandidierte sie bei den Nationalratswahlen für die ÖVP. Seit 2007 ist sie Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere.

Über Alfred Weidinger

Alfred Weidinger (* 3. Juni 1961 in Schwanenstadt) studierte von 1985 bis 1998 Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Salzburg. Seine Diplomarbeit verfasste er 1992 über die Landschaftsgemälde von Gustav Klimt, seine Dissertation 1998 über das Frühwerk des österreichischen Malers Oskar Kokoschka. 1992 fand er eine Anstellung bei der Albertina in Wien und war vorerst als Kurator für die klassische Moderne gemeinsam mit Alice Strobl mit der Erstellung des Werksverzeichnisses der Zeichnungen und Aquarelle von Oskar Kokoschka beschäftigt. Mit dem Direktionswechsel 2000 wurde er Vizedirektor und Prokurist der Albertina. Gemeinsam mit Klaus Albrecht Schröder besorgte er die Umwandlung des Bundesmuseums in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts und leitete sämtliche Sanierungs- und Bauvorhaben.

Mit der Übernahme der Leitung des Belvedere in Wien durch Agnes Husslein-Arco wurde Weidinger Vizedirektor und Chefkurator des Museums Österreichische Galerie Belvedere und ist seither als Museumsbauexperte sowohl für die Sanierungsarbeiten und Erweiterungsbauten (Museum des 20. Jahrhunderts 20er Haus) des Belvedere verantwortlich. In der Funktion des Kurators für die Kunst der Klassischen Moderne ist er zudem für die Organisation von bedeutenden Ausstellungen im In- und Ausland verantwortlich. Seine Forschungsschwerpunkte sind bildende und angewandte Kunst sowie Fotografie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Zur Ausstellung

Klimt / Hoffmann
Pioniere der Moderne
24.10.11 - 04.03.12
Belvedere, Wien


Das Belvedere besitzt die weltgrößte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts und präsentiert den berühmten Künstler im Herbst 2011 gemeinsam mit dem kongenialen Architekten und Gestalter Josef Hoffmann.

Die Ausstellung widmet sich der Zusammenarbeit dieser beiden Künstler, die mit der Gründung der Wiener Secession 1897 begann und mit Klimts Tod 1918 endete.

Die ersten gemeinsamen Projekte verweisen auf eine Phase des Übergangs vom dekorativen, floralen Jugendstil hin zu einem nüchternen, sich vorwiegend an orthogonalen Strukturen orientierenden Gestaltungsprinzip. Während man bei diesen Projekten noch schlicht von „Arrangements“ sprach, war bei der ersten an Hoffmann übertragenen Secessions-Ausstellungsgestaltung bereits von „moderner Raumkunst“ die Rede.

Die Radikalität des in weniger als einem Jahr vollzogenen Stilwechsels wird in der Belvedere-Schau durch die Gegenüberstellung beider Raumprinzipien bildhaft gemacht. Die Wandabwicklung der Pariser Weltausstellung begegnet dabei der von Hoffmann geplanten und realisierten Beethoven-Ausstellung in der Secession 1902. Eine detailgetreue Rekonstruktion des Klimt-Raums, der Klimts Beethovenfries beherbergte, und ein maßstabsgetreues Modell der gesamten Ausstellungsfläche veranschaulichen das erste Gesamtkunstwerk Wiens.

Klimt und Hoffmann teilten nicht nur die Vision einer Erneuerung der Künste, sondern auch ihre Klientel. Aufschlussreich werden sowohl authentische als auch nach historischen Fotos und Originalplänen rekonstruierte Einrichtungsgegenstände neben ihren von Klimt gemalten Auftraggeberinnen gezeigt. Marie Henneberg und Hermine Gallia zählen zu den wohl bekanntesten Bauherrinnen Hoffmanns, die sich auch von Klimt porträtieren ließen.

Mit Klimts Tod endete die Verbindung dieser beiden Pioniere der österreichischen Moderne, die gemeinsam danach strebten, einen Gleichklang zwischen bildender und angewandter Kunst zu schaffen, und mit ihrer Zusammenarbeit im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa setzten.

Details

Herausgeber: Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger
Verlag: Prestel Verlag, München
Erstausgabe: 07.11.2011
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2011
Seitenanzahl: 332 Seiten
Buchart: Hardcover mit Schutzumschlag
Abbildungen: 430 farbige Abbildungen und 240 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-5148-6
ISBN 13: 978-3-7913-5148-3
Größe: ca. 322 x 246 x 30 mm
Gewicht: ca. 2.500 Gramm
Zustand: neu, ungelesen