Gustav Klimt und die Kunstschau 1908

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ISBN: 9783791342252  

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Beschreibung

Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger (Hrsg.)
Gustav Klimt und die Kunstschau 1908
Katalog zur Ausstellung auf Schloß Belvedere, 2008/2009

Die Kunstschau 1908 wurde von zahlreichen Künstlern um Gustav Klimt gemeinsam mit der Wiener Werkstätte und der Wiener Kunstgewerbeschule entwickelt und gilt heute als Quintessenz der frühen Wiener Moderne.

Ein Großteil der ursprünglichen Exponate, die damals in 54 Räumen auf dem rund 6500 m⊃2; großen Ausstellungsgelände als Gesamtkunstwerk inszeniert wurden, wird in rekonstruierten Räumen und Nachbauten gezeigt, z.B. der Plakatraum, der Raum 50 der Wiener Werkstätten und der von Koloman Moser gestaltete Raum für Gustav Klimts Hauptwerke.

Mit der ausführlichen Vorstellung der wichtigsten Aspekte und zahlreichen Abbildungen gelingt es dem Katalog, die „Kräfterevue österreichischen Kunststrebens“, wie Gustav Klimt die Kunstschau 1908 in seiner Eröffnungsrede nannte, wieder lebendig werden zu lassen.

Wir empfehlen zu diesem Buch aus unserem Buchprogramm:

Gustav Klimt / Josef Hoffmann - Pioniere der Moderne (ISBN: 978-3-7913-5148-3)

 

Description

The Kunstschau (art show) 1908 was developed by the artists around Gustav Klimt and in collaboration with the Wiener Werkstätte and the Viennese Art and Design College. Today this exhibition is regarded as the quintessence of the early Viennese modernism.

The original exhibits were shown in 1908 in 54 rooms on a 6500 m2 wide showground, composed as a synthesis of the arts. The catalogue shows these works in the context of the exhibition as well as in large colour illustrations. Among them are the Poster Room, the Room 50 of the Wiener Werkstätte and the room exclusively for Klimt's paintings that was designed by Koloman Moser.

With an extensive presentation of the important aspects and many illustrations this catalogue evokes the movements and views of the time.

Zur Ausstellung

Gustav Klimt und die Kunstschau 1908
Wien, Unteres Belvedere
01.10.2008 bis 01.02.2009


Das Belvedere lässt die Kunstschau 1908 anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums wieder aufleben: Ab Oktober wird ein Teil der damals gezeigten Exponate präsentiert - ergänzende Werke von in der Kunstschau vertretenen Künstlern, dokumentarische Fotografien und Originalpläne dienen der Veranschaulichung der Details und Dimensionen dieses epochemachenden Ereignisses, ein Architekturmodell soll die Verortung des Kunstschau-Ausstellungsgeländes im Stadtraum ermöglichen.

Das ursprüngliche Raumerlebnis vermitteln drei vollständig rekonstruierte Säle: der „Raum 50“ mit Werken der führenden Mitglieder der Wiener Werkstätte, der „Raum 10“ mit über 100 reproduzierten, direkt an die Wand geklebten Plakaten sowie der von Koloman Moser gestaltete „Raum 22“ mit Hauptwerken von Gustav Klimt, damals wie heute Höhepunkt der Schau. Klimt präsentierte unter anderem Fritza Riedler (1906), Adele Bloch-Bauer I (1907), Die drei Lebensalter (1905), Danae (1907/08) und sein bekanntestes Werk Der Kuss (1908), welches noch während der Laufzeit der Ausstellung für die Sammlung des heutigen Belvedere angekauft wurde.

Des Weiteren sind Exponate aus den damaligen Räumen für „Theater-Kunst“ zu sehen: Richard Teschners monumentale Glasmosaiken und Marionetten, Dekorationsskizzen von Alfred Roller und eine zwei Meter hohe Kostümskizze von Emil Orlik für die Max Reinhardt-Inszenierung von Shakespeares Wintermärchen. Für „Raum 27“ schuf Otto Prutscher ein beeindruckendes Wandensemble aus Marmor, ornamentverzierten Messingblechen und einer Glasvitrine - die Einzelteile wurden aus ganz Europa zusammengetragen und nun wieder vereint. Aus dem Raum „Kunst für das Kind“ konnte das Puppenhaus von Magda Mautner von Markhof als Leihgabe gewonnen werden; die Abteilung „Allgemeine Malerei“ ist durch Werke von Adolf Hölzel, Wilhelm List, Leopold Blauensteiner, Maximilian Kurzweil, Broncia Koller-Pinell, Elena Luksch-Makowska und anderen vertreten.

Über Agnes Husslein-Arco

Agnes Husslein-Arco (* 22. Mai 1954 in Wien) wurde als Tochter von Carl Heinrich Arco und seiner Frau Felicitas, geb. Boeckl, geboren. Sie ist eine Enkelin des österreichischen Malers Herbert Boeckl.

Nach einer Sportkarriere als Eiskunstläuferin in ihrer Jugend studierte sie Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien, an der Sorbonne und der Ecole de Louvre in Paris. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin.

Husslein war 1996 bis 2000 im Freundesverein der Wiener Secession, 1996 wurde sie zur Vizepräsidentin des Kunstvereins Kärnten gewählt. Diesen Posten hatte sie bis 1998 inne. Von 1981 bis 2000 war sie Geschäftsführerin von Sotheby’s Österreich. Außerdem war sie elf Jahre lang auch als Geschäftsführerin von Sotheby’s Prag und Sotheby’s Budapest tätig und wurde für zehn Jahre Senior Director für Sotheby’s Europa. 1990 bis 1998 war sie Director of European Development des Guggenheim Museums und 1990 bis 2000 Organisatorin der Guggenheim Association Salzburg und des Austrian Guggenheim Advisory Boards. Sie ist Mitglied des World Wide Teams for Contemporary, Modern and Impressionist Art. Von 2001 bis 2003 war Husslein Direktorin des Rupertinums in Salzburg und von 2003 bis 2005 Gründungsdirektorin des Museums der Moderne in Salzburg. Von 2002 bis 2004 organisierte sie weiters den Aufbau des Museums moderner Kunst in Kärnten. 1994 kandidierte sie bei den Nationalratswahlen für die ÖVP. Seit 2007 ist sie Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere.

Über Alfred Weidinger

Alfred Weidinger (* 3. Juni 1961 in Schwanenstadt) studierte von 1985 bis 1998 Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Salzburg. Seine Diplomarbeit verfasste er 1992 über die Landschaftsgemälde von Gustav Klimt, seine Dissertation 1998 über das Frühwerk des österreichischen Malers Oskar Kokoschka. 1992 fand er eine Anstellung bei der Albertina in Wien und war vorerst als Kurator für die klassische Moderne gemeinsam mit Alice Strobl mit der Erstellung des Werksverzeichnisses der Zeichnungen und Aquarelle von Oskar Kokoschka beschäftigt. Mit dem Direktionswechsel 2000 wurde er Vizedirektor und Prokurist der Albertina. Gemeinsam mit Klaus Albrecht Schröder besorgte er die Umwandlung des Bundesmuseums in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts und leitete sämtliche Sanierungs- und Bauvorhaben.

Mit der Übernahme der Leitung des Belvedere in Wien durch Agnes Husslein-Arco wurde Weidinger Vizedirektor und Chefkurator des Museums Österreichische Galerie Belvedere und ist seither als Museumsbauexperte sowohl für die Sanierungsarbeiten und Erweiterungsbauten (Museum des 20. Jahrhunderts 20er Haus) des Belvedere verantwortlich. In der Funktion des Kurators für die Kunst der Klassischen Moderne ist er zudem für die Organisation von bedeutenden Ausstellungen im In- und Ausland verantwortlich. Seine Forschungsschwerpunkte sind bildende und angewandte Kunst sowie Fotografie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Details

Herausgeber: Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger
Verlag: Prestel Verlag, München
Erstausgabe: 27.10.2008
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2008
Seitenanzahl: 560 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 320 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-4225-8
ISBN 13: 978-3-7913-4225-2
Größe: ca. 326 x 252 x 46 mm
Gewicht: ca. 3.750 Gramm
Zustand: neu, ungelesen