Jules Chéret (1836–1932) Pionier der Plakatkunst
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Beschreibung
Michael Buhrs (Htsg.)
Jules Chéret (1836–1932)
Pionier der Plakatkunst
Jules Chéret (1836–1932) gilt als der Vater des modernen Plakats. Unter Einsatz der Farblitho- grafie entwickelte er das Werbeplakat zu einer eigenständigen Kunstform und trug mit seiner enormen Produktion von Farbplaka- ten und Gebrauchsgrafiken zur Verwandlung des Stadtbildes der Kunstmetropole Paris bei. Die Wirkung seiner Arbeiten war nicht nur in der Öffentlichkeit beacht- lich, auch Künstler wie Henri de Toulouse-Lautrec nahmen sich in der Folge des Mediums an und entwickelten dessen Bildsprache weiter.
Als Lithograf, Drucker, Zeichner, Maler, Dekorateur und Illustrator war Jules Chéret eine herausragende Gestalt des Pariser Künstler- und Literatenmilieus an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die Publikation konzentriert sich auf seine wegweisende Plakatkunst, die dank der gesteigerten Nachfrage durch die Liberalisierung der Presse, der Erweiterung des Schienennetzes und des Auf- schwungs von Wirtschaft und Handel ein weites Feld abdeckt: vom Zirkus und Konzert über Ausstellungen bis hin zu Konfektionsmode und Kosmetik, Arznei- mitteln und Presseerzeugnissen. Jules Chéret entwickelte einen markanten eigenen Stil, der in der Tradition des Neorokoko steht, aber auch erste Elemente der Moderne aufweist, die Impressionisten wie Georges Seurat faszinieren sollten.
Jules Chéret ist ein Pionier des modernen Werbeplakats. Die Pulikation zeichnet anhand einer umfangreichen Auswahl an Reklamepostern und Gebrauchsgrafik sowie Dekorationen und Malereien die Laufbahn dieses für die Geschichte der Plakatkunst maßgeblichen Künstlers nach.
• Die erste deutsche Publikation über Jules Chéret, den Pionier der Plakatkunst
• Umfassende Präsentation der Reklameposter und Gebrauchsgrafiken Jules Chérets mit zahlreichen ganzseitigen Farbabbildungen
Inhaltsverzeichnis
| Inhalt | Inhalt | Seite |
| MICHAEL BUHRS | VORWORT | 6 |
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PLAKATE CHÉRETS ANFÄNGE: PARIS–LONDON–PARIS ZWISCHEN PLAKAT UND DEKOR: TECHNIK UND FARBGEBUNG DER ZEICHNER CHÉRET UND DAS NEOROKOKO KUNST UND LITERATUR |
12 | |
| SÉGOLÈNE LE MEN | RÉJANE BARGIEL | JULES CHÉRET – KÜNSTLER DER STRASSE, KÜNSTLER DER SALONS | 38 |
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PLAKATE DAS KOMMERZIELLE PLAKAT CHÉRETS KRÖNUNG ZUM „KÖNIG DES PLAKATS“ CHÉRET ALS DEKORATEUR „DIE KUNST DER STRASSE“ |
80 | |
| MARTIJN F. LE COULTRE | JULES CHÉRET UND DIE WELT DES DESIGNS | 124 |
| BIOGRAPHIE | 148 | |
| ANHANG | 162 | |
Über die Autoren
Réjane Bargiel ist Oberkonservatorin am Musée de la Publicité, Paris. Sie ist Autorin von 150 ans de publicité (150 Jahre Werbung, 2004) und Le Livre de l'affiche (Das Plakat-Buch, 1985).
Ségolène Le Men ist Professorin der Kunstgeschichte an der Universität Paris Ouest Nanterre-La Défense. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Kunst der Illustration und den Verbindungen von Kunst und Literatur.
Martijn F. Le Coultre, in den Niederlanden als Notar tätig, ist nicht nur ein leidenschaftlicher Sammler von Büchern und Plakaten der Moderne, sondern auch Experte ihrer Geschichte. Er ist Leiter des Niederländischen Plakatmuseums in Hoorn und Verfasser mehrerer Publikationen zu
Themen des Grafikdesigns.
Zur Ausstellung
Jules Chéret (1836–1932)
Künstler der Belle Époque und Pionier der Plakatkuns
10.11.11 - 05.02.12
Museum Villa Stuck, München
Jules Chéret (1836–1932) gilt als der Vater des modernen Plakats. Als Lithograf, Drucker, Zeichner, Maler, Dekorateur und Illustrator ist er eine herausragende Gestalt des Pariser Künstler- und Literatenmilieus an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert. Unter Einsatz der Farblithografie entwickelte Chéret das Werbeplakat zu einer eigenständigen Kunstform und trug mit seiner gewaltigen Produktion von Farbplakaten zum Wandel des städtischen Erscheinungsbildes der Kunstmetropole Paris bei. Die Liberalisierung der Presse, die Erweiterung des Schienennetzes und der Aufschwung von Wirtschaft und Handel führten gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer großen Nachfrage nach Plakaten und Illustrationen. Jules Chéret widmete sein Motivspektrum sämtlichen Bereichen des Wirtschaftslebens, vom Zirkus und Caféhaus-Konzert über Ausstellungen bis hin zu Konfektionsmode und Kosmetika, Arzneimitteln und Presseerzeugnissen. Seine außergewöhnlichen Plakatentwürfe verschafften ihm den Spitznamen »Tiepolo der Boulevards«.
Diese Chéret gewidmete Retrospektive konzentriert sich auf sein Werk als Plakatkünstler, beleuchtet aber auch seine weniger bekannte Seite als Zeichner, Maler und Dekorateur. Sie befasst sich mit der Frage von Chérets Stil, der einerseits in der Tradition des Neorokoko steht und darüber hinaus aus Quellen wie dem Japonismus schöpft, andererseits aber auch erste Elemente der Moderne aufweist, die später Impressionisten wie beispielsweise Georges Seurat oder Henri de Toulouse-Lautrec faszinieren sollten. Anhand einer umfangreichen Auswahl aus seinem Gesamtwerk wird die Laufbahn dieses für die Geschichte der Plakatkunst wegweisenden und bedeutenden Künstlers nachgezeichnet. Möbel, gemalte Dekorelemente, Wandgrafiken, Kartons für Wandbehänge, Porträts und Zeichnungen finden sich ebenso in der Ausstellung wie Theaterund Zirkusplakate, Reklameposter, Buchumschläge, Werbekarten und -programme, insgesamt etwa 240 Objekte.
Eine Ausstellung von Les Arts Décoratifs, Paris, realisiert in Zusammenarbeit mit der Villa Stuck, München, dem Musée Communal des Beaux-Arts d'Ixelles und dem Musée Toulouse-Lautrec, Albi, mit großzügiger Unterstützung des Musée des Beaux-Arts Jules Chéret, Nizza.
Details
Herausgeber: Michael Buhrs
Texte: Réjane Bargiel, Ségolène Le Men und Martijn F. Le Coultre
Verlag: Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2011
Seitenanzahl: 168 Seiten
Abbildungen: 121 Farbabbildungen
Buchart: Klappenbroschur
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-89790-356-3
ISBN 13: 978-3-89790-356-2
Größe: ca. 268 x 212 x 16 mm
Gewicht: ca. 900 Gramm
Zustand: neu, ungelesen, OVP







