Hafnergeschirr aus Franken - Gesamtübersicht
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Beschreibung
Prof. Dr. Ingolf Bauer und Bert Wiegel
Hafnergeschirr aus Franken
Der Katalog enthält den Bestand des Bayerischen Nationalmuseums aus Franken und bietet erstmals eine Gesamtübersicht über die Produktion und Geschichte der Hafnerei in dieser Region.
Franken besaß eine reiche Tradition an handwerklicher Gefäßkeramik. Der Katalog enthält den Bestand des Bayerischen Nationalmuseums aus Franken und bietet erstmals eine Gesamtübersicht über die Produktion und Geschichte der Hafnerei in dieser Region. Im Vergleich mit dem bereits veröffentlichten Bestand aus Altbayern wird die Eigenständigkeit des fränkischen Hafnergeschirrs deutlich.
Das von Handwerkern hergestellte Keramikgeschirr - in Süddeutschland allgemein Hafnergeschirr genannt - diente lange Zeit dem Zubereiten, Transportieren und Aufbewahren von Speisen, sowie dem Essen und Trinken. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts arbeiteten in Franken über 800 Hafner, um die Bevölkerung mit Geschirr und Kacheln bzw. Öfen zu versorgen. Im 20. Jahrhundert wurde die handwerkliche Herstellung weitgehend eingestellt, sie gewinnt jedoch seit rund 30 Jahren wieder an Bedeutung, z. B. für Frühstücksgeschirr oder Obstschüsseln. In Franken hatte sich eine ganz eigenständige Hafnertradition entwickelt. Zu ihren Erzeugnissen gehören sowohl plastisch reich verzierte Irdenware des 16. Jahrhunderts und Steinzeug des 17. Jahrhunderts als auch verziertes und unverziertes Gebrauchsgeschirr. Auffälliges Kennzeichen ist der häufig angewandte Malhorndekor in Form von Blumen und Ornamenten.
Mit dem Ankauf von 104 Gefäßen aus der Sammlung Oehl hat Generaldirektor Theodor Müller 1957 begonnen, am Bayerischen Nationalmuseum einen Schwerpunkt zum Hafnergeschirr aus Franken zu schaffen. In den vergangenen 30 Jahren wurde dieser Bereich, vor allem aus der Sammlung Paul Stieber, erheblich erweitert. Der vorliegende Katalog enthält mit 450 Objekten den Gesamtbestand in Einzelbeschreibungen und teilweise mehrfachen Abbildungen, ergänzt durch 26 Schnittzeichnungen. Der Bestand wurde in gleicher Weise bearbeitet wie der des Hafnergeschirrs aus Altbayern, zu dem 1976 ein Katalog erschien (2. Aufl. 1980). So können nun beide Großregionen verglichen und in ihrer Eigenständigkeit erkannt werden. Dies gilt auch für die detaillierte Auswertung der Formen, die eine regional zu differenzierende Gefäßtypologie begründet. Das Kapitel zur Geschichte der Hafnerei in Franken enthält die erste Gesamtübersicht zu diesem Bereich.
Über Prof. Dr. Ingolf Bauer
Prof. Dr. Ingolf Bauer, geb. 1942, ist Landeskonservator am Bayerischen Nationalmuseum und als Volkskundler u.a. Referent für die handwerklich hergestellte Keramik Bayerns. Seit Jahrzehnten führt er die von Paul Stieber begonnene Keramikforschung fort, nachgewiesen in zahlreichen Veröffentlichungen.
Details
Autoren: Prof. Dr. Ingolf Bauer und Bert Wiegel
Herausgeber: Bayerischen Nationalmuseum, München
Verlag: Deutscher Kunstverlag, Berlin und München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 11/2004
Seitenanzahl: 584 Seiten
Abbildungen: 16 farbige und 605 schwarzweiße Abbildungen, Diagramme und Schnitte
Buchart: Leinen mit Schutzumschlag
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-422-06440-0
ISBN 13: 978-3-422-06440-9
Größe: ca. 175 x 250 mm
Gewicht: ca. 2.000 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







