Erwin Spuler - Kunstkeramik Majolika 1931 - 1964

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9,90 EUR

ISBN: 9783765082610  

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Beschreibung

Dr. Philipp Heise
Erwin Spuler
Kunstkeramik aus der Majolika-Manufaktur Karlsruhe 1931 bis 1964

Ob Baukeramik oder Kleinkunst, die Arbeit des Malers und Keramikers Erwin Spuler, die hier erstmals monografisch gewürdigt wurde, gab der künstlerischen Produktion der Karlsruher Majolika-Manufaktur einen ganz eigenen Rang.

Seit 1923 war er in der Stadt ansässig. Nach seinem Studium und interessanten Anfängen in der Keramik bis 1933 machte er mit bei den großen NS-Staatsaufträgen, die damals der Karlsruher Majolika-Manufaktur die Existenz sicherten. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf Erwin Spuler ein malerisches Werk, das in dem eindrucksvollen Antikriegszyklus "Als das Feuer vom Himmel fiel" gipfelte. Er gestaltete auch eine Vielzahl von Einzelkeramiken und keramischen Wandbildern, von denen das des Ratssaales im Karlsruher Rathaus aus dem Jahr 1955 bis heute das in seiner Heimatstadt bekannteste sein dürfte. Spuler öffnete sich nach 1945 zeitgenössischen Kunstströmungen, wie z.B. Marcel Gromaire, oder der lyrischen Abstraktion.

Dass das Werk von Erwin Spuler jetzt der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt werden kann, ist den Forschungen von Dr. Philipp Heise zu verdanken. Sein Wissen und seine Erkenntnisse auf der Basis von Magisterarbeit und anschließender Dissertation und seine Mitwirkung haben wesentlich dafür gesorgt, dass das Majolika-Museum des Badischen Landesmuseums die Ausstellung und diesen Katalog präsentieren und gleichzeitig aber auch die Städtische Galerie eine umfassende Ausstellung von Spuler zeigen kann, nämlich als Maler, Zeichner, Grafiker, Plastiker, Fotograf und Filmemacher.

 

Über Erwin Spuler

Erwin Spuler (1906 - 1964), der zunächst an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart, dann von 1923 - 1929/30 an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe bei Georg Scholz und Ernst Würtemberger studierte und Meisterschüler von Walter Conz war, trat 1931 in die Dienste der Karlsruher Majolika-Manufaktur. Ihr blieb er bis zu seinem Tod verbunden.
Seine ersten für die Manufaktur gestalteten Arbeiten sind Bild- und Relieffliesen, die zum Teil in hoher Auflage hergestellt wurden. Daneben entstanden, meist als Einzelstücke, Kleinplastiken.

Seit 1933 arbeitete Spuler auch als Baukeramiker. Sein bevorzugtes Motiv sind weibliche Akte, anfangs in der Nachfolge des französischen Impressionismus, die sich bei den für die Öffentlichkeit bestimmten Arbeiten in den späten dreißiger Jahren dem offiziell propagierten Schönheitsideal annähern. Daneben entstanden im privaten Bereich auch Keramiken, die auf eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Kollegen und Kunsttendenzen schließen lassen, die der nationalsozialistischen Kulturideologie als entartet galten.

Nach dem Krieg wandte Spuler sich auch der Gefäßkeramik, hauptsächlich Vasen und Pflanzenschalen, zu, löste sich aber schon bald von der reinen Gebrauchsform zugunsten frei gestalteter künstlerischer Objekte.

Der darin sichtbar werdende Stilwandel zeigt sich auch in seinen bemalten Platten, bei denen er nicht zuletzt Einflüsse von Klee und Picasso verarbeitete. Einen wichtigen Zweig seiner Tätigkeit stellt weiterhin die Baukeramik dar, neben großen Wandbildern sind es vor allem zahlreiche Brunnen für private und öffentliche Bauten, die teils individuell gestaltet, teils in Serie hergestellt wurden.

Wandel und Vielfalt seines keramischen Schaffens stelt die Ausstellung im Majolika-Museum dar. Die Keramik betrifft allerdings nur einen Teil seiner umfangreichen künstlerischen Produktion. Seiner Ausbildung nach war Erwin Spuler Maler und Grafiker.

Details

Autor: Dr. Philipp Heise
Herausgeber: Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Verlag: G. Braun Buchverlag, Karlsruhe
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2001
Seitenanzahl: 64 Seiten
Abbildungen: 50 farbige und 23 s/w-Abbildungen
Buchart: Hardcover
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7650-8261-9
ISBN 13: 978-3-7650-8261-0
Größe: ca. 212 x 210 x 10 mm
Gewicht: ca. 350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen

Beschreibung

Dr. Philipp Heise
Erwin Spuler
Kunstkeramik aus der Majolika-Manufaktur Karlsruhe 1931 bis 1964

Ob Baukeramik oder Kleinkunst, die Arbeit des Malers und Keramikers Erwin Spuler, die hier erstmals monografisch gewürdigt wurde, gab der künstlerischen Produktion der Karlsruher Majolika-Manufaktur einen ganz eigenen Rang.

Seit 1923 war er in der Stadt ansässig. Nach seinem Studium und interessanten Anfängen in der Keramik bis 1933 machte er mit bei den großen NS-Staatsaufträgen, die damals der Karlsruher Majolika-Manufaktur die Existenz sicherten. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf Erwin Spuler ein malerisches Werk, das in dem eindrucksvollen Antikriegszyklus "Als das Feuer vom Himmel fiel" gipfelte. Er gestaltete auch eine Vielzahl von Einzelkeramiken und keramischen Wandbildern, von denen das des Ratssaales im Karlsruher Rathaus aus dem Jahr 1955 bis heute das in seiner Heimatstadt bekannteste sein dürfte. Spuler öffnete sich nach 1945 zeitgenössischen Kunstströmungen, wie z.B. Marcel Gromaire, oder der lyrischen Abstraktion.

Dass das Werk von Erwin Spuler jetzt der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt werden kann, ist den Forschungen von Dr. Philipp Heise zu verdanken. Sein Wissen und seine Erkenntnisse auf der Basis von Magisterarbeit und anschließender Dissertation und seine Mitwirkung haben wesentlich dafür gesorgt, dass das Majolika-Museum des Badischen Landesmuseums die Ausstellung und diesen Katalog präsentieren und gleichzeitig aber auch die Städtische Galerie eine umfassende Ausstellung von Spuler zeigen kann, nämlich als Maler, Zeichner, Grafiker, Plastiker, Fotograf und Filmemacher.

 

Über Erwin Spuler

Erwin Spuler (1906 - 1964), der zunächst an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart, dann von 1923 - 1929/30 an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe bei Georg Scholz und Ernst Würtemberger studierte und Meisterschüler von Walter Conz war, trat 1931 in die Dienste der Karlsruher Majolika-Manufaktur. Ihr blieb er bis zu seinem Tod verbunden.
Seine ersten für die Manufaktur gestalteten Arbeiten sind Bild- und Relieffliesen, die zum Teil in hoher Auflage hergestellt wurden. Daneben entstanden, meist als Einzelstücke, Kleinplastiken.

Seit 1933 arbeitete Spuler auch als Baukeramiker. Sein bevorzugtes Motiv sind weibliche Akte, anfangs in der Nachfolge des französischen Impressionismus, die sich bei den für die Öffentlichkeit bestimmten Arbeiten in den späten dreißiger Jahren dem offiziell propagierten Schönheitsideal annähern. Daneben entstanden im privaten Bereich auch Keramiken, die auf eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Kollegen und Kunsttendenzen schließen lassen, die der nationalsozialistischen Kulturideologie als entartet galten.

Nach dem Krieg wandte Spuler sich auch der Gefäßkeramik, hauptsächlich Vasen und Pflanzenschalen, zu, löste sich aber schon bald von der reinen Gebrauchsform zugunsten frei gestalteter künstlerischer Objekte.

Der darin sichtbar werdende Stilwandel zeigt sich auch in seinen bemalten Platten, bei denen er nicht zuletzt Einflüsse von Klee und Picasso verarbeitete. Einen wichtigen Zweig seiner Tätigkeit stellt weiterhin die Baukeramik dar, neben großen Wandbildern sind es vor allem zahlreiche Brunnen für private und öffentliche Bauten, die teils individuell gestaltet, teils in Serie hergestellt wurden.

Wandel und Vielfalt seines keramischen Schaffens stelt die Ausstellung im Majolika-Museum dar. Die Keramik betrifft allerdings nur einen Teil seiner umfangreichen künstlerischen Produktion. Seiner Ausbildung nach war Erwin Spuler Maler und Grafiker.

Details

Autor: Dr. Philipp Heise
Herausgeber: Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Verlag: G. Braun Buchverlag, Karlsruhe
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2001
Seitenanzahl: 64 Seiten
Abbildungen: 50 farbige und 23 s/w-Abbildungen
Buchart: Hardcover
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7650-8261-9
ISBN 13: 978-3-7650-8261-0
Größe: ca. 212 x 210 x 10 mm
Gewicht: ca. 350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen