Puppengeschirr der Wächtersbacher Keramikfabrik

 

17,00 EUR

ISBN: 9783839108512  

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Beschreibung

Dieter Kissner und Hannelore Kissner
Kinder-, Puppen- und Puppenstubengeschirre
Aus der Produktion der Wächtersbacher Keramik

Service von vor 1900 bis heute, aus dieser Manufaktur mit dem Bienekorb.

Absolut seltene Kinderwaschtische, Geschirre im Originalkarton, Märchen und Kindersoldatenservice. Kleine Kostbarkeiten mit Scherenschnittmotiven Blumen und geometrischen Dekoren.

Über 120 verschiedene Service sowie das Umfeld des Kinderspielzeuges Engel ,Nikolaus und Rentier aus der Sammlung der Familie Kissner.

Diese Teile wurden erstmals am 6.12 09 im Heimatmuseum in Spielberg ausgestellt, verbunden mit einer Buchlesung und vielen Informationen durch den Autor Dieter Kissner.

Im Buch werden auch die Marken der abgebildeten Stücke gezeigt.

 

Vorwort

Angesteckt durch das Hobby meiner Frau, sie fertigt Puppen in allen Varianten, von Stoff bis Porzellan, kam ich zu meiner Sammlung, der lieben kleinen Geschirre der Schlierbacher Keramikfabrik.

Diese aus über 100 Dekoren bestehenden kleinen Kostbarkeiten sind in vielen Vitrinen und Ecken unseres Hauses untergebracht. Zusammengetragen aus der Zeit von 1870 bis in die Neuzeit der Fabrik. Es befinden sich auch viele Puppenmöbel und Original Waschtische mit Ihrem Zubehör unter den Teilen.

Immer hübsch dekoriert mir den kleinen und großen, man kann schon sagen Meisterwerken meiner Frau.

Sie mussten auch immer Verständnis für meine Sammelleidenschaft aufbringen. Vor allem auch ein Plätzchen finden, an dem sich die Teile liebevoll aufbauen lassen.

Denn nichts ist für einen richtigen vom Virus besessenen Sammler schlimmer, als wenn die Teile irgendwo in Kisten und Kellern stehen und nicht liebevoll betrachtet und bestaunt werden können.

Wir hoffen Sie haben viel Spaß beim Studium dieses Buches. Vielleicht entfacht es auch bei Ihnen die Sammelleidenschaft.

Lassen Sie sich einfach mit in diese kleine Welt entführen.

Hannelore und Dieter Kissner

Über die Firma Waechtersbach Keramik

Die Firma Waechtersbach Keramik Otto Friedrich Fürst zu Ysenburg und Büdingen GmbH wurde 1832 von den Fürsten zu Ysenburg und Büdingen und Teilhabern gegründet. Der Sitz und das Werk befinden sich noch heute in den historischen, 1838 bezogenen, Gebäuden im hessischen Brachttal-Schlierbach.

Produzierte die Waechtersbach Keramik in den Anfangsjahren von 1832 bis etwa 1845 hauptsächlich einfaches, weißes Gebrauchsgeschirr, so wurden in den 1850er mit den ersten Kupfer-Umdruckverfahren aufwändigere Arbeiten ausgeführt. Die Kapazität und Qualität der Arbeiten steigerte sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Fabrik unter der Leitung von Max Roesler im Historismus ihren ersten Höhepunkt erreichte. Äußerst qualitätvolle und technisch aufwändige Arbeiten belegen den hohen Standard in der Fabrikation, der von vielen Konkurrenten kopiert wurde. War die Waechtersbach Keramik bis dato nur lokal vertreten, belieferte sie nun das gesamte Deutsche Reich.

Max Roesler verließ die Fabrik im Streit, weil ihm eine Beteiligung seitens des Fürsten verwehrt wurde und gründete die heute noch bestehende Roesler-Porzellanfabrik.

Den nächsten Höhepunkt erreichte Waechtersbach nach 1903, als mit Christian Neureuther als Entwerfer die Kunstabteilung ins Leben gerufen wurde. Neureuther führte den Jugendstil ein. Er erarbeitete der Fabrik einen internationalen Ruf. Infolgedessen entstanden Arbeiten von Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen u. a. In dieser Zeit produzierte Waechtersbach für die Darmstädter Künstlerkolonie.

Durch den enormen Erfolg und die wegweisenden Entwürfe konnte die Firma Konkurrenten wie Villeroy & Boch weit hinter sich lassen. Nach dem Weggang Neureuthers 1921 wurde 1923 die Kunstabteilung wieder geschlossen.

Trotzdem konnte man in den 30er Jahren mit Ursula Fesca eine weitere renommierte Entwerferin verpflichten. Frau Fesca setzte sehr früh Bauhaus-Ideen um und entwarf Serien, die dem Zeitgeschmack so weit voraus waren, dass sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg produziert wurden. Wegen Krankheit verließ Frau Fesca von 1933 bis 1945 die Fabrik. Dadurch und wegen rigider Produktionsbeschränkungen setzte ein Niedergang ein, was Kapazität, Qualität und Innovation betrifft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Produktion mit Frau Fesca wieder aufgenommen werden und Waechtersbach entwickelte sich zum größten Keramikhersteller Deutschlands. Seit den 1960er-Jahren exportiert die Firma ihre Erzeugnisse auch nach Amerika. In den letzten 20 Jahren ist Waechtersbach Keramik zu einem Sammelgebiet geworden, das beständig neue Anhänger findet.

Details

Autoren: Dieter Kissner und Hannelore Kissner
Verlag: BoD, Berlin
Erstauflage: 2009
Auflage: 2. Auflage
Jahr: 13.10.2009
Seitenanzahl: 60 Seiten
Abbildungen: zahlreiche farbige Abbildungen
Buchart: Paperback
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-8391-0851-9
ISBN 13: 978-3-8391-0851-2
Größe: ca. 216 x 166 x 6 mm
Gewicht: ca. 150 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheiten: einzige Publikation zum Thema Puppengeschirre aus Wächtersbacher Keramik