Tabak und Tonpfeifen im Ostseeraum und Schlesien

 

8,95 EUR

ISBN: 9783898761871  

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Beschreibung

Ralf Kluttig-Altmann und Dr. Martin Kügler
Tabak und Tonpfeifen
Im südlichen Ostseeraum und in Schlesien

Die Kunde vom Tabak und vom Rauchen gelangte mit der ersten Reise von Christopher Columbus 1492 nach Europa. Doch bis der Tabak hier als Genussmittel bekannt wurde, vergingen noch fast 100 Jahre - so lange wurde er nur als Medizin verwendet. Wer im 17. Jahrhundert dem Rauchen frönen wollte, benötigte als Hilfsmittel eine Tonpfeife. Das blieb bis ins 19. Jahrhundert so, denn trotz der zunehmenden Konkurrenz von Pfeifen aus anderen Materialien, Zigarren, Schnupf- und Kautabak waren Tonpfeifen das populärste Hilfsmittel zum Genießen von Tabak. Welche Rolle die Tonpfeifen spielten, wie und wo sie hergestellt wurden, erhellt eine Fülle von archäologischen Funden, denn Tonpfeifen bleiben meist unbeschadet im Boden erhalten und geben mit vielfältigen Verzierungen, Marken und Inschriften Auskunft über Ort und Zeit ihrer Entstehung. Die Autoren des reich bebilderten Bandes stellen die Entwicklung des Alltagsgegenstandes Tonpfeife und des Tonpfeiferauchens dar und gewähren gleichzeitig interessante Einblicke in allgemeine Entwicklungen der Kulturgeschichte, wobei sie den Blick besonders auf die Entwicklung im südlichen Ostseeraum und in Schlesien lenken.

Das Buch erscheint als Auswahlkatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg vom 1. Mai bis 29. August 2004.

 

Zur Ausstellung

Tabak und Tonpfeifen im südlichen Ostseeraum und in Schlesien
Ausstellung mit dem internationalen Arbeitskreis Tonpfeifen und der Lüneburger Stadtarchäologie
01.05. - 29.08.2004
Ostpeußisches Landesmuseum, Lüneburg


Wer im 17. Jahrhundert dem neuen Genuss des Rauchens frönen wollte, benötigte ein Hilfsmittel - eine Tonpfeife!

Das blieb bis ins 19. Jahrhundert so, denn trotz der zunehmenden Konkurrenz von Pfeifen aus anderen Materialien, Zigarren, Schnupf- und Kautabak waren Tonpfeifen das populärste Hilfsmittel zum Genießen von Tabak, sozusagen die "Zigarette" des 17. und 18. Jahrhunderts.

Historische Tonpfeifen sind nicht nur für den Archäologen sehr interessant. Sie sind sehr häufig unbeschadet im Boden erhalten und geben mit vielfältigen Verzierungen, Marken und Inschriften Auskunft über Ort und Zeit ihrer Herstellung.

Tonpfeifen sind wichtiges "Leitfossil" für andere Funde des Alltags, die sich nicht so genau datieren lassen. Sie gelten als das wichtigste archäologische Zeugnis für die Kulturgeschichte (nicht nur) des Rauchens im Barock.

Die sich der Kulturgeschichte dieses Alltagsgegenstandes früherer Zeiten widmende Ausstellung blickt erstmals besonders auf die Entwicklung im südlichen Ostseeraum und in Schlesien.

Archäologische Funde aus Ost- und Westpreußen, aus Estland und Schlesien belegen den Konsum von Tabak mit Tonpfeifen schon seit dem frühen 17. Jahrhundert.

Wie Tonpfeifen hergestellt wurden, zeigt die Ausstellung ebenso wie Produkte aus Warschau und in den beiden wichtigen preußischen Manufakturen in Rostin in der Neumark und in Sborowski in Oberschlesien aus dem 18. Jahrhundert.

Im Vergleich mit den Funden von Tonpfeifen aus Verbrauchsorten wie Lüneburg können Aussagen über die Vorlieben der Tonpfeifenraucher gemacht werden. Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland verdeutlichen den Konkurrenzkampf der Tonpfeifen gegen Pfeifen aus anderen Materialien.

Details

Autoren: Ralf Kluttig-Altmann und Dr. Martin Kügler
Verlag: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum
Auflage: Erstauflage
Jahr: 08/2004
Seitenanzahl: 60 Seiten
Buchart: Paperback
Abbildungen: zahlreiche teils farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-89876-254-8
ISBN 13: 978-3-89876-187-1
Größe: ca. 208 x 192 x 8 mm
Gewicht: ca. 350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen