Wächtersbacher Steingut Figuren und Figürliches
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Beschreibung
Ulrich Berting und Erich Neidhardt
Wächtersbacher Steingut
Figuren und Figürliches
Anlässlich der Ausstellung im Brachtal Museum erschien dieses Buch, welches einen hervorragenden Überblick über die Figuren der Steingutfabrik in Wächtersbach. Im Jugendstil, der Blütezeit der modernen Porzellanfiguren entstanden. In diesem Buch geht es allerdings nicht nur um die herausragenden Arbeiten von Prof. Ernst Riegel (1871-1939) und Georg Grasegger (1873-1927).
Diese erste und bisher einzige Publikation zum Thema Figuren und Figürliches aus Wächtersbach erfasst Exponate von über 20 Sammlerinnen und Sammlern, sowie von 5 Museen. Ob jemals wieder eine so große Anzahl an Wächtersbacher Figuren für eine Publikation zusammen kommen, ist mehr als fraglich.
Besonders gut sind die Markenabbildungen, Künstlersignaturen sowie die Künstlerkurzbiografien der Künstler.
Aus dem Inhalt
Vorwort
„Kleine Geschichte der Wächtersbacher Keramik“
Prof. Dr. Ekkehard Schmidtberger
„Figürliches Steinzeug“
TIERISCH – MENSCHLICH – KERAMISCH
Bildteil und Beschreibung der Ausstellungsstücke
Bekannte Figuren die nicht in der Ausstellung gezeigt werden können
Marken und Künstlersignaturen
Buchstabenmatrix nach Dr. Karl Wilkens
„Datierung mit Hilfe der Formnummern
Auszug aus dem Originalkatalog „Prof. Ernst Riegel“
Auszug aus einem Originalkatalog der Wächtersbacher Steingutfabrik
„Plastiken von Prof. Ernst Riegel“
Kurzbiografien einiger Künstler
Über die Firma Waechtersbach Keramik
Die Firma Waechtersbach Keramik Otto Friedrich Fürst zu Ysenburg und Büdingen GmbH wurde 1832 von den Fürsten zu Ysenburg und Büdingen und Teilhabern gegründet. Der Sitz und das Werk befinden sich noch heute in den historischen, 1838 bezogenen, Gebäuden im hessischen Brachttal-Schlierbach.
Produzierte die Waechtersbach Keramik in den Anfangsjahren von 1832 bis etwa 1845 hauptsächlich einfaches, weißes Gebrauchsgeschirr, so wurden in den 1850er mit den ersten Kupfer-Umdruckverfahren aufwändigere Arbeiten ausgeführt. Die Kapazität und Qualität der Arbeiten steigerte sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Fabrik unter der Leitung von Max Roesler im Historismus ihren ersten Höhepunkt erreichte. Äußerst qualitätvolle und technisch aufwändige Arbeiten belegen den hohen Standard in der Fabrikation, der von vielen Konkurrenten kopiert wurde. War die Waechtersbach Keramik bis dato nur lokal vertreten, belieferte sie nun das gesamte Deutsche Reich.
Max Roesler verließ die Fabrik im Streit, weil ihm eine Beteiligung seitens des Fürsten verwehrt wurde und gründete die heute noch bestehende Roesler-Porzellanfabrik.
Den nächsten Höhepunkt erreichte Waechtersbach nach 1903, als mit Christian Neureuther als Entwerfer die Kunstabteilung ins Leben gerufen wurde. Neureuther führte den Jugendstil ein. Er erarbeitete der Fabrik einen internationalen Ruf. Infolgedessen entstanden Arbeiten von Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen u. a. In dieser Zeit produzierte Waechtersbach für die Darmstädter Künstlerkolonie.
Durch den enormen Erfolg und die wegweisenden Entwürfe konnte die Firma Konkurrenten wie Villeroy & Boch weit hinter sich lassen. Nach dem Weggang Neureuthers 1921 wurde 1923 die Kunstabteilung wieder geschlossen.
Trotzdem konnte man in den 30er Jahren mit Ursula Fesca eine weitere renommierte Entwerferin verpflichten. Frau Fesca setzte sehr früh Bauhaus-Ideen um und entwarf Serien, die dem Zeitgeschmack so weit voraus waren, dass sie erst nach dem Zweiten Weltkrieg produziert wurden. Wegen Krankheit verließ Frau Fesca von 1933 bis 1945 die Fabrik. Dadurch und wegen rigider Produktionsbeschränkungen setzte ein Niedergang ein, was Kapazität, Qualität und Innovation betrifft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Produktion mit Frau Fesca wieder aufgenommen werden und Waechtersbach entwickelte sich zum größten Keramikhersteller Deutschlands. Seit den 1960er-Jahren exportiert die Firma ihre Erzeugnisse auch nach Amerika. In den letzten 20 Jahren ist Waechtersbach Keramik zu einem Sammelgebiet geworden, das beständig neue Anhänger findet.
Details
Autoren: Ulrich Berting und Erich Neidhardt
Herausgeber und Verlag: Museums- und Geschichtsverein Brachtal e.V., Brachtal
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2007
Seitenanzahl: 118 Seiten
Abbildungen: 261 zumeist farbige Abbildungen
Buchart: Softcover
Sprache: Deutsch
ISBN: ohne
Größe: ca. 165 x 235 x 12 mm
Gewicht: ca. 400 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheiten: Zahlreiche, gute Fotografien, Standardwerk







