Westerwälder Steinzeug des Jugendstil R Merkelbach
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Beschreibung
Dr. Jürgen Schimanski
Braun geflammt und grau gesalzen
Westerwälder Steinzeug des Jugendstils
Das Westerwälder Steinzeug des Jugendstils stellt in der Kunstgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Sonderfall dar: Erstmals beteiligten sich in großem Umfang die führenden mitteleuropäischen Künstler der damaligen Zeit an der Entwurfstätigkeit für einen Werkstoff, der auch fast ausschließlich an einem Ort produziert wurde.
So entstand nicht nur ein repräsentativer Querschnitt durch die vielfältigen Stilvarianten dieser Zeit – die ja mit dem Begriff „Jugendstil“ nur unzulänglich umschrieben werden – sondern gleichzeitig eine keramische Produktion, die in ihrer formalen Perfektion und in ihrer Schönheit, verbunden mit einem hohen Gebrauchsnutzen, einen Höhepunkt in der Geschichte der angewandten Kunst darstellt.
Belegexemplare dieser keramischen Produktion finden sich in zahlreichen Museen im deutschsprachigen Raum; aber selbst das Victoria-and-Albert-Museum in London zeigt in ihrer Dauerausstellung Beispiele.
So finden sich auch in zahlreichen Museums- und Ausstellungskatalogen Abbildungen des Westerwälder Steinzeugs.
Eine zusammenfassende Darstellung wurde in geraffter Form in einem Ausstellungskatalog des Jahres 1987 (bei dem der Verfasser selbst mitwirkte) erstmals erstellt. Dieser Katalog enthielt aufgrund der damals noch bestehenden ungenügenden Quellenlage, aber auch wegen des bei der Erstellung von Ausstellungskatalogen üblichen Zeitdrucks zahlreiche Ungenauigkeiten und Fehler. Gleichwohl gilt dieser Katalog bis heute als einziges aussagefähiges Quellenwerk und ist im Buchhandel längst vergriffen.
Eine neue Publikation bot sich aus mehreren Gründen an: Zum einen liegt durch eine mittlerweile vorliegende Dissertation zum Thema eine Fülle von wichtigen Informationen vor, die entsprechend umgesetzt werden können.
Zum zweiten hat sich die ehemalige Inhaberin der damals bedeutendsten Steinzeugfabrik (R. Merkelbach), Frau J. Engelmann, bereit erklärt, nicht nur entsprechende (mit Abbildungen versehene) Preislisten der damaligen Zeit zur Verfügung zu stellen, sondern sie gibt auch ein handschriftlich geführtes Modellbuch zur Reproduktion frei, in dem für nahezu alle Entwürfe der damaligen Zeit die Entwerfer mit den Modellzeichnungen zuzuordnen sind.
Schließlich hat die in dieser Publikation vorgestellte Sammlung des Verfassers einen Grad von Vollständigkeit erreicht, der wirklich alle bedeutenden Entwerfer, die überhaupt für das Westerwälder Steinzeug gearbeitet haben, sowie alle dabei beteiligten Firmen im Kontext umfasst. Somit ist abzusehen, dass sich die Publikation zu einem für dieses Gebiet unerlässlichem Standardwerk entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
| Inhalt | Seite |
| Einleitung | 7 |
| Westerwälder Steinzeug des Jugendstils – Wiege des Designs oder nur eine Randerscheinung? | 7 |
| Steinzeug im Kannenbäckerland | 9 |
| Die technischen Grundlagen der Herstellung von Steinzeug | 10 |
| Grau gesalzen und braun geflammt – das salzglasierte Steinzeug | 13 |
| Die Lage der Westerwälder Steinzeugindustrie um 1900 | 19 |
| Die Entwicklung der Westerwälder Steinzeugindustrie nach 1902 | 20 |
| Die Entwicklung der Westerwälder Steinzeugindustrie nach 1905 | 21 |
| Die Gefäße: Der Bierseidel/Humpen/Krug, die Kanne, die Bowle, Dosen, Senftöpfe, Vasen, sonstige Gegenstände aus Steinzeug, Figuren | 24 |
| Jugendstil – ein Stilmerkmal? | 30 |
| Die Gestaltung als künstlerische Ausdrucksform: Die Form, die Ornamente, die Schrift, die Bemalung, die Zutaten (Füße, Griffe), Material, Glasur und Farbgebung | 31 |
| Die Künstler | 35 |
| Katalog | 38 |
| Henry van de Velde | 39 |
| Peter Behrens | 48 |
| Richard Riemerschmid | 56 |
| Fritz Hellmuth Ehmcke | 72 |
| Albin Müller | 76 |
| Paul Wynand | 90 |
| Hans-Eduard v. Berlepsch-Valendàs | 122 |
| Ernst August Breuhaus | 124 |
| L.M.K. Capeller | 125 |
| Hans Christiansen | 127 |
| Paul Dümler | 129 |
| Ernst Moritz Ehrlich | 137 |
| Königlich Keramische Fachschule | 138 |
| Karl Gelhard | 139 |
| Karl Görig | 141 |
| August Hanke | 153 |
| Leonhard Hellmuth | 156 |
| Karl Himmelstoß | 159 |
| Ludwig Hohlwein | 159 |
| Alfred Kamp | 161 |
| Herta Kasten | 163 |
| Charlotte Krause | 164 |
| Ludwig Leybold | 167 |
| Bruno Mauder | 170 |
| Carl Mehlem | 175 |
| Wilhelm Neidhart | 177 |
| Carl Mehlem | 178 |
| Adelbert Niemeyer | 179 |
| Anni Offterdinger | 180 |
| Josef Maria Olbrich | 181 |
| Gustav Partz | 181 |
| Wilhelm Ratelbeck | 183 |
| Ernst Riegel | 186 |
| Franz Ringer | 187 |
| Trude Study | 189 |
| Rudolf Wewerka | 190 |
| Hans Wewerka | 191 |
| Die Firmen | |
| Otto Blum, Grenzhausen | 195 |
| Dümler & Breiden, Höhr | 196 |
| Eckhardt & Engler, Höhr | 196 |
| Simon Peter Gerz, Höhr | 197 |
| Matthias Girmscheid, Höhr | 201 |
| Dr. Fritz Hammerschmidt, Höhr | 201 |
| Reinhold Hanke, Höhr | 202 |
| Alfons Loetschert, Höhr | 203 |
| Marzi & Remy, Höhr | 203 |
| Reinhold Merkelbach, Grenzhausen | 207 |
| Merkelbach & Remy, Höhr | 215 |
| Merkelbach & Wick, Grenzhausen | 215 |
| Walter Müller, Grenzhausen | 219 |
| Paulus & Thewalt, Höhr | 220 |
| J.W. Remy, Höhr | 220 |
| Rosskopf und Gerz, Höhr | 221 |
| Steinzeugindustrie Koblenz, Grenzhausen | 223 |
| J.P. Thewalt, Höhr | 225 |
| A.J. Thewalt, Höhr | 226 |
| Bestände in Museen | 227 |
| Das Westerwälder Steinzeug des Jugendstils in der Literatur | 227 |
| Literaturverzeichnis | 229 |
| Katalog der Vereinigten Steinzeugwerke, Höhr und Grenzhausen 1912 | 233 |
| Modellbuch 1900 – 1930 | 275 |
Über Dr. Jürgen Schimanski
Dr. Jürgen Schimanski, Wirtschaftsingenieur, sammelt seit etwa 30 Jahren Westerwälder Steinzeug des Jugendstils. 1987 veröffentlichte er zusammen mit Jürgen Erlebach die erste zusammenfassende Darstellung zum gleichen Thema: „Die Neue Ära“.
Über Judith Engelmann
Judith Engelmann geb. Merkelbach verwaltet die Dokumente zur Geschichte der Familie und der Firma Reinhold Merkelbach.
Details
Autor: Dr. Jürgen Schimanski
Verlag: Helmut Ecker, Höhr-Grenzhausen
Erstauflage: 28.03.2011
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2011
Buchart: Gebunden
Seitenanzahl: 312 Seiten
Abbildungen: 979 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-926075-15-5
ISBN 13: 978-3-926075-15-4
Größe: ca. 300 x 215 mm
Gewicht ca. 1.700 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







