Auguste Rodin und Wien

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ISBN: 9783777433011  

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Beschreibung

Agnes Husslein-Arco und Dr. Stephan Koja (Hrsg.)
Rodin und Wien

Die Secessionsausstellung 1901 stellte den Höhepunkt der Aus-einandersetzung der Kunstmetropole Wien mit dem berühmten Bild­hauer dar. Das Katalog-Buch beleuchtet die Geschichte dieser Präsentationen, Rodins gekonnte Medienarbeit und Ausstellungsstrategien, seine Wirkung auf die österreichische Kunst, aber auch die Meisterwerke, die sich seither in der Sammlung des Belvedere befinden.

Als korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession beschickte Rodin ab 1898 deren Ausstellungen. Im Rahmen der IX. Secessionsausstellung 1901 war Rodin im zentralen Raum mit mehreren Hauptwerken vertreten: 'Die Bürger von Calais', 'Balzac', 'Das eherne Zeitalter' und 'Eva'. In den folgenden Jahren ergänzte das Belvedere seinen Rodin-Bestand um markante Arbeiten wie den Terrakottaentwurf zum Denkmal für Victor Hugo sowie eine Porträtbüste des Schriftstellers und die 'Eva', die im Zusammenhang mit dem 'Höllentor' entstanden war. Das Katalog-Buch präsentiert diese Meisterwerke neben ausgewählten Leihgaben, um einerseits Rodins Ringen um die Form, andererseits den konkreten Werkzusammenhang zu veranschaulichen. Zudem weisen Einzelkapitel von ausgewählten Rodin-Experten nach, auf welch geschickte Weise Rodin seine Beziehungen in der bürgerlichen Gesellschaft und intellektuellen Zirkeln zu nutzen wusste, um seine Werke zu bewerben. So war er, nachdem ihm der politische Skandal um sein Werk 'Balzac' zu Ruhm verholfen hatte, aus Ehrgeiz und Eigennutz durchaus bereit, opportunistisch zu agieren. Kaum ein anderer Künstler hatte so viele einflussreiche Agenten wie Rodin, der auch Fotografen wie Stephen Haweis und Henry Coles, Eugène Druet, Jacques-Ernest Bulloz oder Edward Steichen für seine Zwecke zu engagieren vermochte. Steichens fotografischen, dem Piktoralismus verpflichteten Aufnahmen der Werke Rodins und der Bedeutung der Fotografie für Rodin ist ein weiterer Schwerpunkt gewidmet.

 

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Description

The Secession exhibition of 1901 was the high point Vienna’s involvement with the famous French sculptor. The present catalogue looks at the history of the annual Secession shows, Rodin’s skilful use of the media and the exhibitions, his influence on Austrian art and also the masterpieces that have been in the Belvedere collection since then.

As a corresponding member of the Vienna Secession, Rodin had submitted works to its exhibitions since 1898. During the 9th Secession exhibition in 1901, Rodin had several major items on show in the central room, i.e. the Burghers of Calais, Balzac, The Age of Iron and Eve. In subsequent years, the Belvedere added further notable works to its Rodin collection, including the terracotta maquette for the Victor Hugo memorial, a bust of the same writer and Eve. The catalogue presents these masterpieces and selected loan works in order to illustrate the way Rodin wrestled with form. It also puts the works into their specific contexts. Individual chapters by selected Rodin experts focus on how shrewdly Rodin used his contacts in bourgeois society and intellectual circles to promote his works. After experiencing the fame the political scandal of his »Balzac« had brought him, he was quite willing to act opportunistically to fulfil his ambitions and further his career. Very few artists had as many influential agents as Rodin, who was capable of winning over photographers such as Stephen Haweis and Henry Coles, Eugène Druet, Jacques-Ernest Bulloz and Edward Steichen to his cause. A chapter in the catalogue deals specifically with Steichen’s photos of Rodin in a pictorialist vein and the importance of photography for Rodin generally.

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
AGNES HUSSLEIN-ARCO Vorwort 9
DIETRUN OTTEN „Rodin schaut und schweigt"
Rodin in Wien
11
HÉLÈNE PINET „[...] ich bin der Überzeugung, dass ich, wenn ich ,meine Skulptur' zeige und wie ich die Skulptur wahrnehme, der Kunst einen Dienst erweise."
Rodin als Szenograf und Stratege
31
ROSE-MARIE STOLBERG „Ich verachte die Politik"
Rodin und die Politik
41
ALINE MAGNIEN „Denn in seinen Büsten wird er leben, das spürt er"
Rodin und die Kunst der Porträts
51
FRANÇOIS BLANCHETIÈRE Anmerkung zu Die Amoretten fiihren die Welt
Eine Kaltnadelradierung von Rodin
65
ANTOINETTE LE NORMAND-ROMAIN „Eine der schönsten Inkarnationen der ersten Frau"
Die Figur der Eva
67
ANTOINETTE LE NORMAND-ROMAIN „[...] das ist wie die Sixtina oder die Schule von Athen oder den Parthenon abgelehnt zu haben"
Rodins Denkmal für Victor Hugo
83
SYLVIE PATRY „Henri Rocheforts abenteuerliche Maske"
Die Porträtbüste Henri Rochefort
103
VÉRONIQUE MATTIUSSI „Eine Mischung von Franklin, Friedrich dem Großen und Mozart"
Von Mahler bis Mozart: Geschichte eines Porträts
119
HÉLÈNE PINET „Der Künstler liebt die Wahrheit, und die Fotografie ist trügerisch"
Rodin und die Fotografie
131
STEPHAN KOJA UND SYLVIA MRAZ „Braucht man denn zum Gehen einen Kopf?"
Reflexe Rodin'scher Gestaltungsprinzipien in der österreichischen Kunst
143
  Auguste Rodin — Biografié 163
  Autoren 172
  Werkliste 174
  Leihgeber, Abbildungsnachweis 176

Zur Ausstellung

Rodin und Wien
01.10.2010 bis 06.02.2011
Belvedere, Wien - Unteres Belvedere


„Was man allgemein als Hässlichkeit bezeichnet, kann in der Kunst zu großer Schönheit werden.” Auguste Rodin (1840-1917)

Ausgehend vom Sammlungsbestand des Belvedere ist die Herbstausstellung in der Orangerie dem bedeutendsten Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts, Auguste Rodin, und seinen Beziehungen zu Wien gewidmet. Das Werk des revolutionären französischen Künstlers steht für den Beginn des Zeitalters der modernen Skulptur. Die Oberfläche seiner Plastiken ist weich und bewegt durchformt, Licht und Schatten erzeugen malerische Wirkungen. Das oftmals „Unvollendete“ und Torsohafte ist bewusst gewählt, um die wesentlichen Merkmale des Motivs in Erscheinung treten zu lassen. Zeitlebens suchte Rodin nach immer neuen Möglichkeiten, um seelische Erregungen wie Leidenschaft und Verzweiflung über die Sprache des Körpers darzustellen.

Als korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession beschickte Rodin ab 1898 deren Ausstellungen. 1899 erwarben die Secessionisten eine Büste Rodins für das heutige Belvedere. Auch die Ankäufe anderer Arbeiten für die Sammlungen des Belvedere gehen auf den direkten Kontakt der Secessionisten mit Rodin zurück. Im Rahmen der IX. Secessionsausstellung 1901 war Rodin im zentralen Raum mit mehreren Hauptwerken vertreten: Die Bürger von Calais, Balzac, Das eherne Zeitalter und Eva. 1908 initiierte Rainer Maria Rilke eine Schau im Kunstsalon Heller, um dem Publikum Rodin als Grafiker vorzustellen. Zwei Blätter aus dieser Ausstellung wurden damals vom Belvedere erworben. In den folgenden Jahren ergänzte das Belvedere seinen Rodin-Bestand um markante Arbeiten wie den Terrakottaentwurf zum Denkmal für Victor Hugo sowie eine Porträtbüste des Schriftstellers und die Eva.?In der Ausstellung werden diese Werke neben ausgewählten Leihgaben und historischen Fotografien präsentiert, die einerseits Rodins Ringen um die Form und andererseits den kunsthistorischen Kontext veranschaulichen.

Über Agnes Husslein-Arco

Agnes Husslein-Arco (* 22. Mai 1954 in Wien) wurde als Tochter von Carl Heinrich Arco und seiner Frau Felicitas, geb. Boeckl, geboren. Sie ist eine Enkelin des österreichischen Malers Herbert Boeckl.

Nach einer Sportkarriere als Eiskunstläuferin in ihrer Jugend studierte sie Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien, an der Sorbonne und der Ecole de Louvre in Paris. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin.

Husslein war 1996 bis 2000 im Freundesverein der Wiener Secession, 1996 wurde sie zur Vizepräsidentin des Kunstvereins Kärnten gewählt. Diesen Posten hatte sie bis 1998 inne. Von 1981 bis 2000 war sie Geschäftsführerin von Sotheby’s Österreich. Außerdem war sie elf Jahre lang auch als Geschäftsführerin von Sotheby’s Prag und Sotheby’s Budapest tätig und wurde für zehn Jahre Senior Director für Sotheby’s Europa. 1990 bis 1998 war sie Director of European Development des Guggenheim Museums und 1990 bis 2000 Organisatorin der Guggenheim Association Salzburg und des Austrian Guggenheim Advisory Boards. Sie ist Mitglied des World Wide Teams for Contemporary, Modern and Impressionist Art. Von 2001 bis 2003 war Husslein Direktorin des Rupertinums in Salzburg und von 2003 bis 2005 Gründungsdirektorin des Museums der Moderne in Salzburg. Von 2002 bis 2004 organisierte sie weiters den Aufbau des Museums moderner Kunst in Kärnten. 1994 kandidierte sie bei den Nationalratswahlen für die ÖVP. Seit 2007 ist sie Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere.

Details

Herausgeber: Agnes Husslein-Arco und Dr. Stephan Koja
Texte: Agnes Husslein-Arco, François Blanchetière, Dr. Stephan Koja, Antoinette Le Normand-Romain, Aline Magnien, Véronique Mattiussi, Sylvia Mraz, Dietrun Otten, Sylvie Patry, Hélène Pinet, Rose-Marie Stolberg
Übersetzerin: Eva Dewes
Fotograf: Edward Steichen
Verlag: Hirmer Verlag, München
Erscheinungstermin: 2010
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2010
Seitenanzahl: 174 Seiten
Buchart: Gebunden
Abbildungen: 115 Abbildungen in Farbe und 32 in Schwarz-Weiß
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-3301-2
ISBN 13: 978-3-7774-3311-0
Größe: ca. 288 x 238 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.250 Gramm
Zustand: neu, ungelesen