Dadaismus von Dr. Dietmar Elger

 

10,00 EUR

ISBN: 9783836505581  

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Beschreibung

Dr. Dietmar Elger
Dadaismus

Die inmitten der Brutalität des Ersten Weltkriegs entstandene revolutionäre Dada-Bewegung fußte auf der radikalen Ablehnung des Establishments. Von 1916 bis Mitte der 1920er-Jahre richteten Künstler aus Zürich, Köln, Hannover, Paris und New York sich vehement gegen Politik, Werte und Kulturkonformismus der damaligen Zeit.

Die Dada-Künstler hatten keinen gemeinsamen Stil, sondern waren durch den Wunsch verbunden, die Strukturen der Gesellschaft und künstlerische Standards umzuwälzen sowie Logik und Vernunft durch das Absurde, Chaotische und Unvorhersehbare zu ersetzen. Zu ihren Praktiken gehörten experimentelles Theater, Spiele, gutturale Laute, Collagen, Fotomontagen, auf dem Zufall beruhende Verfahren sowie das „Readymade“, dessen berühmtestes Beispiel Marcel Duchamps Pissoir Fountain (1917) ist. Die Dadaisten legten weniger Wert auf die äußere Erscheinung ihrer Werke als auf die Ideen, die sie ausdrücken wollten. In dieser Hinsicht kann man Dada durchaus als Vorgänger der Konzeptkunst betrachten.

Anhand von Schlüsselwerken einiger der berühmtesten Vertreter des Dada wie Tristan Tzara, Marcel Duchamp, Hannah Höch, Kurt Schwitters, Francis Picabia und Man Ray stellt das vorliegende Buch diese dringliche, subversive und zu allem entschlossene Bewegung des 20. Jahrhunderts vor und untersucht ihren enormen Einfluss auf die Kunst der Moderne und Gegenwart.

Die Abbildungen entstammen der englischen Ausgabe. In diesem Buch sind die Abbildungen identisch, der Text jedoch Deutsch.

 

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Inhaltsverziechnis

Inhalt Seite
„Bevor Dada da war, war Dada da" 6
Hans Arp — Relief Dada 32
Ohne Titel (Quadrate nach den Gesetzen des Zufalls geordnet) 34
i-Bild 36
Johannes Baader — Der Verfasser des Buches „Vierzehn Briefe Christi" in seinem Heim 38
Das große Plasto-Dio-Dada-Drama 40
Johannes Theodor Baargeld — Der rote König 42
Venus beim Spiel der Könige 44
Marcel Duchamp — Fountain 46
L.H.O.O.Q. 48
Marcel Duchamp als Rrose Sélavy 50
Max Ernst — Frucht einer langen Erfahrung 52
von minimax dadamax selbst konstruiertes maschinchen 54
die chinesische nachtigall 56
George Grosz — Der Schuldige bleibt unerkannt 58
„Daum" Marries Her Pedantic Automaton „George" in May 1920, John Heartfield Is Very Glad of It (Meta-mech. Constr. nach Prof. R. Hausmann) 60
Raoul Hausmann — Der Kunstreporter (Der Kunstkritiker) 62
Tatlin lebt zu Hause 64
Mechanischer Kopf (Der Geist unserer Zeit) 66
ABCD 68
John Heartfield (in Zusammenarbeit mit George Grosz) — Sonniges Land 70
Titelbild Der Dada 3 72
Hannah Hoch — Da Dandy 74
Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands 76
Meine Haussprüche 78
Francis Picabia — Parade amoureuse 80
Mouvement Dada 82
Prenez garde à la peinture 84
Man Ray — Kleiderständer 86
Geschenk 88
Kurt Schwitters — Das Schwein niest zum Herzen 90
Ohne Titel (Mai 191) 92
Merzbild 29A. Bild mit Drehrad 94

Über Dr. Dietmar Elger

Dr. Dietmar Elger (*1958 in Hannover) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Kurator.

Elger studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaften an der Universität Hamburg. 1984 wurde er mit einer Arbeit über den Merzbau von Kurt Schwitters promoviert. Von 1984 bis 1985 war er Sekretär im Atelier des Malers Gerhard Richter, anschließend von 1985 bis 1988 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum am Ostwall, Dortmund. Seit 1989 arbeitete Elger als Kustos für Malerei und Skulptur am Sprengel Museum Hannover. Er organisierte zahlreiche Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst und verfasste begleitende Ausstellungskataloge, unter anderen zu Richard Tuttle, Stephan Balkenhol, Felix Gonzalez-Torres, Donald Judd und den Porträts von Andy Warhol.

Dietmar Elger gilt als einer der besten Kenner des Werks von Gerhard Richter. Er assistierte im Atelier des Künstlers und erarbeitete in dieser Zeit auch das erste Werkverzeichnis Richters Bilder und Plastiken von Gerhard Richter (1986). 1998 kurartierte er die Ausstellung Gerhard Richter. Landschaften (1998) im Sprengel Museum Hannover. 2001 publizierte er Gerhard Richter. Firenze. Ein Jahr später erschien seine umfangreiche Biografie Gerhard Richter, Maler. Sie gilt als Standardwerk und wurde bereits ins Englische, Amerikanische und jüngst ins Französische übersetzt. Er ist der führende Bearbeiter des neuen Werkverzeichnis über 5 Bände, welches bei Hatje Cantz erscheint.

2005 wurde in Dresden das Gerhard Richter Archiv als ein Institut der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gegründet. Seit 2006 ist Dietmar Elger Leiter des Archivs.

Über Uta Grosenick

Uta Grosenick, geboren 1960, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften und lebt seit 1996 als freie Herausgeberin und Autorin in Köln.

Details

Autor: Dr. Dietmar Elger
Herausgeberin: Uta Grosenick
Verlag: Taschen-Verlag, Köln
Erscheinungsdatum: 21.01.2016
Auflage: Erstauflage in dieser Ausstattung
Jahr: 2016
Seitenanzahl: 96 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: ca. 100 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-8365-0558-4
ISBN 13: 978-3-8365-0558-1
Größe: ca. 266 x 215 x 16 mm
Gewicht: ca. 750 Gramm
Zustand: neu, ungelesen