Die Brücke von Dr. Ulrike Lorenz

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ISBN: 9783836536981  

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Beschreibung

Dr. Ulrike Lorenz
Die Brücke
Hardcover

Befreite Körper, befreite Kunst
Die Brücke – Aufbruchsjahre des Expressionismus

„Koloritexzesse“, „Linientobsuchtsanfälle“, schäumten Kunstkritik und das Dresdener Feuilleton, als es die ersten Werke der jungen Künstlergruppe Die Brücke (1905–1913) zu sehen bekam und diese nur als „Vorspiel zum großen Höllenkarneval der Zukunftsmalerei“ interpretieren konnte. Mit diesem Ergebnis dürften die verantwortlichen Künstler zufrieden gewesen sein, schließlich war es das erklärte Ziel von Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, allesamt Architekturstudenten und künstlerisch unvorbelastet, der kunstakademischen Welt und dem bürgerlichen Kulturbetrieb den Hut vom Kopf zu schlagen. Ihr programmatischer Aufruf von 1906, von Kirchner im Holzschnitt festgehalten, forderte „Arm- und Lebensfreiheit gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften“ ein und eine absolute Freiheit in der Kunst wie im Leben, das sie als dezidiert außerbürgerliches Bohemeleben inklusive gemeinsamen Nacktbadens inszenierten.

Die Gründung der Künstlergruppe Die Brücke 1905 in Dresden gilt als Geburtsstunde des Expressionismus. Dem Gründungsquartett schlossen sich bald weitere Künstler wie Max Pechstein und Emil Nolde an.

In ihren Gemälden wie auch den bei ihnen so beliebten Holz- und Linolschnitten füllten die Künstler der Brücke die Bildfläche mit grellen Farbkontrasten – Rot-Grün, Blau-Orange, wilden, zackigen Linien und stark vereinfachten, verfremdeten Darstellungen von Gegenständen und Menschen, um ihr subjektives Erleben der Welt zum Ausdruck zu bringen, statt nach einer realistischen Abbildung des Gesehenen zu trachten.

Diese Einführung zeichnet die Entwicklung der Gruppe nach, zeigt die vielfältigen Einflüsse auf, die die Kunst der Brücke prägten, von van Gogh und Gauguin bis zur Volkskunst Ozeaniens und Afrikas, und stellt ihre wichtigsten Werke vor, die auch heute noch überraschend schwungvoll, frisch und radikal erscheinen.

 

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt Seite
Die deutschen „Wilden" und die Geburt des Expressionismus 6
Selbstbildnisse und Bilder der Freunde  
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Heckel und Modell im Atelier 26
ERICH HECKEL — Mann in jungen Jahren 28
EMIL NOLDE — Maler Schmidt-Rottluff 30
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Selbstbildnis mit Modell 32
MAX PECHSTEIN — Doppelbildnis 34
ERICH HECKEL — Kinder (auf der Bank) 36
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Selbstbildnis mit Einglas 38
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Otto und Maschka Mueller im Atelier 40
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Lesende (Else Lasker-Schiiier) 42
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Erich Heckel und Otto Mueller beim Schach 44
Akt in Atelier und Natur  
MAX PECHSTEIN — Zwei Frauenakte im Zimmer 46
ERICH HECKEL — Badende im Schilf 48
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Artistin (Marzella) 50
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Marzella (Franzi) 52
MAX PECHSTEIN — Das gelbschwarze Trikot 54
ERICH HECKEL — Atelierszene 56
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Akte im Atelier (Drei Modelle) 58
ERICH HECKEL — Frau mit Tuch 60
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Nach dem Bade 62
ERICH HECKEL — Gläserner Tag 64
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Drei Akte (Dünenbild aus Nidden) 66
OTTO MUELLER — Drei Akte unter dem Baum 68
Menschen in der Großstadt  
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Weinstube 70
MAX PECHSTEIN — Tanz 72
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Drahtseiltanz 74
ERICH HECKEL — Landschaft bei Dresden 76
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Sinnende Frau 78
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Straße am Stadtpark Schöneberg 80
ERICH HECKEL — Barbierstube (Beim Friseur) 82
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Cirkus (Zirkusreiterin) 84
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Berliner Straßenszene 86
Getrennte Wege und Weltuntergang  
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Potsdamer Platz 88
ERICH HECKEL — Das Irrenhaus (Der Irre) 90
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF — Grünes Mädchen 92
ERNST LUDWIG KIRCHNER — Selbstbildnis als Soldat 94

Über Dr. Ulrike Lorenz

Dr. Ulrike Lorenz studierte Kunstwissenschaft und Archäologie an der Universität Leipzig und promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Arbeit über den Avantgarde-Architekten Thilo Schoder (1888–1979). Von 1992 bis 2004 war sie Direktorin der Kunstsammlung Gera und des Otto-Dix-Hauses. Seit 2004 ist sie Direktorin des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg, kuratiert zahlreiche Ausstellungen und publiziert über Kunst und Architektur der Klassischen Moderne sowie über zeitgenössische Künstler.

Details

Autorin: Dr. Ulrike Lorenz
Verlag: Taschen-Verlag, Köln
Erscheinungsdatum: 08.06.2016
Auflage: Erstauflage in dieser Ausstattung
Jahr: 2016
Seitenanzahl: 96 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: ca. 100 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-8365-3698-6
ISBN 13: 978-3-8365-3698-1
Größe: ca. 266 x 215 x 16 mm
Gewicht: ca. 750 Gramm
Zustand: neu, ungelesen