Die Linientheorien von Paul Klee

 

49,95 EUR

ISBN: 9783865684042  

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Beschreibung

Régine Bonnefoit
Die Linientheorien von Paul Klee

„Nulla dies sine linea“, so lautet die Devise des zeitlebens unermüdlich zeichnenden Künstlers Paul Klee. Der Linie kommt jedoch nicht nur in seiner tagtäglichen Praxis, sondern auch in seiner Kunsttheorie eine Schlüsselstellung zu. Sie ist der Ausgangspunkt seiner Formlehre am Bauhaus. In seinen Tagebüchern, Briefen, Aufsätzen und Vorlesungsmanuskripten finden sich zahlreiche Aussagen über ihr Wesen, ihre Funktion im Bildwerk und ihr Ausdruckspotenzial. Klees Linientheorien werden im vorliegenden Buch im Kontext des frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet. Die theoretische und experimentelle Beschäftigung mit der Linie ist in dieser Zeit kein Einzelphänomen. Philosophen, Graphologen und Psychologen entwickeln Theorien über ihre Expressivität. Musikwissenschaftler und Tänzer untersuchen die Übertragbarkeit von Tönen und Bewegungen in Linien. Ihrem Vorbild folgend, übersetzt Klee seelische und physische Bewegungen, Melodien und Rhythmen in Linien.

 

Inhaltsverzeichnis

Inhalt Seite
I. EINLEITUNG 8
1. Die Stellung der Linie in Klees Kunsttheorie 8
2. „Klee-Archäologie" 11
3. Die Konjunktur der Linie in der jüngsten Kunstwissenschaft 13
4. Klees Linienfaszination im Kontext des Münchner Jugendstils 15
5. Das Fortwirken von Henry van de Veldes Linientheorien am Bauhaus 15
II. DIE DEFINITION DER LINIE 23
1. Punkt, Linie, Fläche und Körper: von der euklidischen zur „genetischen" Geometrie 23
2. Am Anfang war der Punkt 31
3. Das Vorbild der Arabeske 36
4. Die Linie als Bewegungsspur 43
III. LINIENSYMBOLIK 51
1. Die Vertikale und die Horizontale 51
2. Die Schlangen- und die Zickzacklinie 54
3. Die Spirale 59
IV. EIGENSCHAFTEN UND FUNKTION DER LINIE 65
1. „Aktive", „mediale" und „passive" Linien 65
2. Die Linie als „ideelles" bildnerisches Mittel 66
3. Die weibliche und die männliche Linie 68
4. Die Linie als „Wegweiser" durch das Bild 70
V. DIE WAHRNEHMUNG DER LINIE UND DIE „LINEARE WAHRNEHMUNG" 74
1. Die »fühlend« wahrnehmbare Linie 74
2. Die Linie als imaginäre Bewegungsspur des Auges 76
3. Die Verbindung der „Reizpunkte" zur subjektiven Linie 84
4. Die Theorie der Augenbewegung 85
VI. DIE EXPRESSIVITÄT VON LINIEN 90
1. »Ausdruck, Dynamik und Psyche der Linie« 90
2. Die Linie, »die vom Impressionismus profitiert« 93
3. Der Anteil der Physiognomik an Klees Linientheorie 96
- Forschungsstand 96
- Reflexionen zur Physiognomik in Klees Schriften 98
- Reflexionen zur Physiognomik in Klees Werken 106
4. Klees „physiognomischer Blick" im Kontext seiner Zeit 113
5. Der Anteil der Graphologie an Klees Linientheorie 115
- Reflexionen über die Graphologie in Klees Schriften 115
6. Von Punkt und Linie in der Graphologie 120
VII. DIE UNIE IN DER SPRACHE 127
1. Die »Reise ins Land der besseren Erkenntnis« - eine Geschichte in Linien 127
2. Liniengrammatik 134
VIII. »LINIEN IM MELOS« 137
1. Die Entwicklung der melodischen Linie aus dem sich bewegenden Ton 137
2. Von der „Bewegungsphysiognomik" zur „bildnerischen Polyphonie" 140
3. Musikalische Graphik 144
4. Die physikalische Beschaffenheit von Tönen 150
5. Die Übersetzung von Rhythmen in Linien 151
- „Strukturale Rhythmen" 153
- „Individuelle Rhythmen" 156
- „Kulturelle Rhythmen" 157
- „Rhythmen in der Natur" 161
- „Fakturale Rhythmen" 163
IX. DIE LINIE IM TANZ 168
1. Klees Beobachtungen zu den Linien am tanzenden Körper 168
2. Tanzende Linien in Klees Werken 171
X. EPILOG 176
1. Das Fortwirken von Klees Linientheorien in der Dichtung und Philosophie bis heute 177
2. Fazit 177
LITERATUR 179
PERSONENREGISTER 206
ABBILDUNGSNACHWEIS 208

Details

Autorin: Régine Bonnefoit
Verlag: Michael Imhof-Verlag, Petersberg
Erstausgabe: 23.12.2009
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2009
Seitenanzahl: 208 Seiten
Buchart: Gebunden
Abbildungen: 140 Abbildungen, davon 23 farbig
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-86568-404-1
ISBN 13: 978-3-86568-404-2
Größe: ca. 304 x 224 x 18 mm
Gewicht: ca. 1.350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen