Emil Nolde | Die Graphik des Malers

 

29,95 EUR

ISBN: 9783832194666  

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Beschreibung

Dr. Manfred Reuther und Dr. Christian Ring (Hrsg.)
Emil Nolde
Die Graphik des Malers / The Painter's Print

»Die Graphik soll mit gleicher Liebe und Hingebung entstehen wie die Bilder«, notierte Emil Nolde, der vor allem für seine Gemälde bekannt und beliebt ist. Dabei gilt der souveräne Kolorist auch als einer der großen Graphiker des 20. Jahrhunderts. Noldes Graphik steht in engem Zusammenhang mit seinem malerischen Werk; es herrscht ein Verhältnis gegenseitiger Befruchtung, das keine Schranken zwischen den einzelnen Gattungen kennt. Aus der reichen Graphik-Sammlung der Nolde Stiftung mit über 1.000 Blättern kann Noldes Entwicklung und Leistung als Druckgraphiker überzeugend dokumentiert werden. Sein druckgraphisches Schaffen setzte um 1905 mit der Hinwendung zur Radierung ein und erstreckte sich über zwei Jahrzehnte. Die Autoren geben in grundlegenden Texten eine allgemeine Einführung und beschäftigen sich mit den einzelnen Werkgruppen Radierung, Holzschnitt und Lithographie sowie ihrer Stellung innerhalb des graphischen Gesamtwerks. Bedeutung und Rang von Noldes Werk im deutschen Expressionismus werden gewürdigt – umfassender und vielschichtiger, auch gegensätzlicher und spannungsreicher, als man es landläufig zur Kenntnis nimmt.

• Aktuelles Standardwerk zur Graphik des gr0ßen Expressionisten
• Die schönsten Blätter
• Mit Zustandsdrucken

 

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Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Manfred Reuther Vorwort
Foreword
11
Manfred Reuther »Zeichner bin ich und Maler« -
Die Druckgraphik Emil Noldes
"A draughtsman am 1, and a painter" -
The Printmaking of Emil Nolde
13
Christian Ring »Deine Phantasie ist grenzenlos, sie hat keine Grenzen« -
Das Phantastische und Groteske in Noldes Druckgraphik

"Your imagination is boundless, it has no boundaries" -
The Fantastic and Grotesque in Nolde's Printmaking
33
Martin Urban Materialien zum graphischen Werk Emil Noldes
Radierungen / Holzschnitte / Lithographien

Texts on the Printmaking of Emil Nolde
Etchings / Woodcuts / Lithographs
54 / 92 / 110
Gustav Schiefler Das graphische Werk Emil Noldes bis 1910 /
Das graphische Werk von Emil Nolde 1910-1925
The Graphic Work of Emil Nolde up to 1910
The Graphic Work of Emil Nolde 1910-1925
135 / 147
  Biographische Übersicht

Biographical Overview
152
  Verzeichnis der abgebildeten Werke

Index of lllustrated Works
154
  Ausgewählte Literatur
Selected Literature
164

Zur Ausstellung

Emil Nolde
Maler-Grafik und ungemalte Bilder
Kunsthalle Emden
26.01. - 26.05.2012


Der Name Emil Nolde ist eng mit der Kunsthalle Emden verbunden. 35 Werke des norddeutschen Expressionisten gehören zur hauseigenen Sammlung. Dieser große Bestand ist kein Zufall: Museumsstifter Henri Nannen ließ nie einen Zweifel daran, dass Emil Nolde für ihn einer der wohl faszinierendsten Künstler des Expressionismus war. So gab schon eine der ersten Ausstellungen der Kunsthalle im Jahr 1987 einen Überblick über das Werk Noldes. Die zweite Emder Ausstellung im Jahr 2006 konzentrierte sich auf das für Nolde charakteristische Motiv der Paare.

Bis heute stehen in der öffentlichen Wahrnehmung meist seine Gemälde und Aquarelle im Vordergrund. Daher zeigt diese Ausstellung mit rund 100 Lithographien, Holzschnitten und Radierungen, dass das grafische Werk von zumindest ebenbürtigem Rang ist und sich durch außergewöhnliche malerische Qualität auszeichnet. Um den engen Zusammenhang mit Noldes Malerei anschaulich zu machen, ergänzen rund 20 Aquarelle aus den “Ungemalten Bildern” die Präsentation. Diese historisch bedeutsame Serie schuf Nolde während der Zeit des ihm von den Nationalsozialisten auferlegten Malverbots. Die Aquarelle werden um eine Auswahl der von Henri Nannen gesammelten Nolde-Werke ergänzt.

Insgesamt umfasst das druckgrafische Werk Emil Noldes über 500 Radierungen, Holzschnitte und Lithografien. Es unterscheidet sich in seiner malerischen Wirkung mit weichen Linien und leuchtenden Farben deutlich von der eher grafisch geprägten, oft sogar schroffen Bildsprache seiner expressionistischen Zeitgenossen wie E.L. Kirchner. Mit unendlicher Lust am Experiment variierte Nolde die Druckversionen. 1913 schrieb er an den Verfasser seines Œuvre-Verzeichnisses Gustav Schiefler: „Die neuen Lithographien lassen sich gar nicht katalogisieren. Immer und immer wieder habe ich Steine und Farben geändert, von morgens bis abends, acht Wochen lang.“

In der Ausstellung fasziniert nicht allein Noldes virtuose Beherrschung der Drucktechniken, sondern auch die große Vielfalt seiner Themen. Ergänzend zu den in seiner Zeit typischen Motiven wie Akt, Porträt oder Landschaft widmet sich Emil Nolde insbesondere biblischen Themen in oft eigenwilligen Interpretationen. Ebenso gibt es phantastische, erzählerische Szenen, die dem Betrachter tiefgründige, nicht selten groteske Welten zeigen. So spiegeln die Grafiken wie auch die Ungemalten Bilder eindringlich die Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit des Künstlers. Seine Landschaften, besonders aber seine facettenreichen Menschenbilder, haben bis heute nichts von ihrer Intensität verloren. Sie stellen Emil Nolde als Schöpfer eines vielschichtigen, sich kraftvoll neben seiner Malerei behauptenden grafischen Werkes vor. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung in Seebüll.

Über Dr. Manfred Reuther

Dr. Manfred Reuther *1944. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an den Universitäten Marburg und Tübingen. Promotion über das Frühwerk Emil Noldes. Lehrtätigkeit als Kunsterzieher, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Nolde Stiftung Seebüll, seit 1992 deren Direktor. Veröffentlichungen über das Leben und Werk des Malers Emil Nolde, den deutschen Expressionismus und zeitgenössische Kunst.

Über Dr. Christian Ring

Dr. Christian Ring *1976. Nach mehrjähriger Tätigkeit in einer Bank, Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten Kassel und Bonn. Von 2006 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle, 2009 Promotion über "Gustav Pauli und die Hamburger Kunsthalle". 2008 bis 2010 wissenschaftlicher Volontär des Museum Giersch, Frankfurt a. M., im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 2011 stellvertretender Direktor der Nolde Stiftung Seebüll.

Details

Herausgeber: Dr. Manfred Reuther und Dr. Christian Ring
Übersetzer: Sean Gallagher
Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
Erstverkaufstag: 04.10.2012
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2012
Seitenanzahl: 164 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 103 Abbildungen, davon 47 in Farbe
Sprachen: Deutsch und Englisch
ISBN 10: 3-8321-9466-5
ISBN 13: 978-3-8321-9466-6
Größe: ca. 294 x 252 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen