Emil Nolde und sein Sammler Paul Ströhmer

 

28,00 EUR

ISBN: 9783529028885  

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Beschreibung

Martin Henatsch und Ulrike Wolff-Thomsen (Hrsg.)
Emil Nolde und sein Sammler Paul Ströhmer
Eine frühe Sammlung expressionistischer Kunst in Neumünster

Über zwei Jahrzehnte hinweg entstand in Neumünster dank Paul Ströhmer eine profilierte und hochwertige Sammlung von etwa 110 Ölbildern, Aquarellen, Grafiken, Keramiken damals zeitgenössischer, nach heutiger Definition expressionistischer Künstler. Die Villa des Sammlers war eine der wenigen norddeutschen Orte für wegweisende Kunst. Jetzt wird dieser besonderen Schatz Schleswig-Holsteinischer und Neumünsteraner Kulturgeschichte an seinem Ursprungsort wieder zu sehen sein. Denn vom 06.11.2011 bis zum 04.03.2012 zeigt die Gerisch-Stiftung diese Sammlung in ihren Räumen, der Villa Ströhmers.

"In der Heimatprovinz fand meine Kunst fast nur Ablehnung. Erst mit Hamburg und weiter in Deutschland hinein begann etwas Interesse. Der einzigste mit besonderem Sinn, den sie freute, war Paul Ströhmer in dem kleinen Holsteinstädtchen Neumünster, und auch meine grotesken Bilder, wie damals allgemein, erschreckten ihn nicht. Die "Philister" wurden das Hauptbild seiner Sammlung, - die verknöcherten Philister, die so oft in Wirklichkeit ich kennen gelernt hatte." (Emil Nolde)

 

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Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Brigitte und Herbert Gerisch/Martin Henatsch Ein Vorwort als Dank - Noldes „Philister" kehren zurück! 5
Uli Wachholtz Der Kreis schließt sich - Ein ganz persönliches Grußwort 7
Martin Henatsch „In der Heimatprovinz fand meine Kunst fast nur Ablehnung." Die Sammlung Paul Ströhmer - Erbe und Verpflichtung 9
Ulrike Wolff-Thomsen „In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen, was aus der Sammlung Paul Ströhmer, Neu-Münster [...] geworden ist." 19
Ulrike Wolff-Thomsen Bildanalysen 51
  Emil Nolde: Die Philister  
  Christian Rohlfs: Disputation/Unterhaltung  
  Emil Nolde: Kirchenfiguren  
  Emil Nolde: Figur und Vogel  
  Otto Mueller: Fünf Badende  
  Emil Nolde: Tanzsaal  
  Emil Nolde: Tänzerinnen  
  Erich Waske: Liebespaar  
  Heinrich Zille: Paar auf der Bank  
  Heinrich Zille: Die Müllsammlerin  
Martin Henatsch /Ulrike Wolff-Thomsen Sammlung Ströhmer - eine Annäherung 73
Transkription und Anmerkungen von Ulrike Wolff-Thomsen Die Briefkorrespondenz zwischen Emil Nolde und Paul Ströhmer
- erweitert um Briefe von und an Ada Nolde, Gertrud Ströhmer, Bernhard Sprengel, Karl Edgar Lehmann, Gustav Schiefler und Heinrich Zille
139
Ulrike Wolff-Thomsen Dokumentation der Sammlung Paul Ströhmer 185
  Anhang 204

Zur Ausstellung

Emil Nolde und sein Sammler Paul Ströhmer
Eine frühe Sammlung expressionistischer Kunst in Neumünster
06.11.2011 - 04.03.2012
Villa Wachholtz, Neumünster


Es ist ein kleines Wunder!

Ausgerechnet in jenem Haus, das die Gerisch-Stiftung 2007 zu einem Ort der Förderung und Präsentation zeitgenössischer Kunst erklärt hat, herrschte 100 Jahre zuvor schon einmal ein ähnlicher Geist. Unbekümmert herkömmlicher Geschmacksvorurteile und unbeirrt seinem eigenen Blick trauend, sammelte der Buntpapierfabrikant Paul Ströhmer (1861 – 1945) in dem von ihm erbauten Haus in Neumünster – der heutigen Villa Wachholtz – Kunst seiner Zeit. Nahezu vollständig in Vergessenheit geraten war diese außergewöhnliche Kunstsammlung, die Ströhmer von etwa 1903 bis 1923 aus Bildern, Aquarellen, Grafiken und Keramiken damals zeitgenössischer, nach heutiger Definition expressionistischer Künstler zusammenstellte. Besondere Gewichtung lag auf Nolde aber auch Werke von Willi Geiger, Katsushika Hokusai, Adolf Lesnick, Otto Mueller, Christian Rohlfs, Erich Waske und Heinrich Zille waren vertreten. Die Villa Wachhholtz stellte somit zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der wenigen norddeutschen Orte für wegweisende Kunst dar. Nolde war in freundschaftlicher Verbundenheit zu seinem Sammler mehrfach zu Besuch im Hause Ströhmer. Heute ist diese außergewöhnliche Sammlung in alle Welt verstreut – für die Gerisch-Stiftung eine spannende und verpflichtende Aufgabe, diesen bisher ungehobenen Schatz Neumünsteraner und Schleswig-Holsteiner Kulturgeschichte zu heben. Eines der Hauptwerke der Ausstellung, Noldes Bild Die Philister (1915), wird seit vielen Jahrzehnten nun wieder öffentlich zu sehen sein.

Neben der Ausstellung rekonstruiert der sorgfältig bearbeitete Katalog (erschienen im Wachholtz-Verlag) erstmalig diese außergewöhnliche Sammlung und dokumentiert zudem den eingehenden Briefwechsel zwischen Emil Nolde und seinem Sammler Paul Ströhmer. Daraus entsteht das faszinierende Porträt einer norddeutschen Sammlerpersönlichkeit, das tiefe Einblicke in das Kunst- und Weltverständnis seiner Zeit gewährt.

Details

Herausgeber: Martin Henatsch und Ulrike Wolff-Thomsen
Verlag: Wachholtz-Verlag, Neumünster
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2011
Seitenanzahl: 216 Seiten
Abbildungen: zahlreiche farbige Abbildungen
Buchart: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-529-02888-6
ISBN 13: 978-3-529-02888-5
Größe: ca. 240 x 240 mm
Gewicht: ca. 1.250 Gramm
Zustand: neu, ungelesen