Erich Heckel Sein Werk der 20er Jahre

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16,95 EUR

ISBN: 9783777422657  

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Beschreibung

Magdalena M. Moeller (Hrsg.)
Erich Heckel
Sein Werk der 20er Jahre

Das Werk Erich Heckels der 20er Jahre ist erstmals Gegenstand einer umfassenden Publikation, welche die Weiterentwicklung des »Brücke«-Künstlers nach dem Ende der Gruppe 1913 und den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs unter stilistischen, geistesgeschichtlichen und inhaltlichen Aspekten nachvollzieht und einordnet.

Aus dem Krieg zurückgekehrt, den Heckel als Sanitäter in Flandern verbracht hatte, erfährt sein Stil einen tiefgreifenden Wandel. Heckel sucht nach Stabilität und Verfestigung der Formen und hinterfragt seine Wirklichkeitswahrnehmung. Gleichzeitig führt er die Vergeistigung seiner Bildinhalte fort, die bereits in seinem Schaffen in Berlin angelegt war. Motive wie der nackte Mensch in der Natur werden nun mit dem gewandelten Blick der Nachkriegszeit untersucht. Bilder mit höchst lyrisch-poetischer Wirkung entstehen. Neu hinzu kommt das Thema der Landschaft, gefördert durch Reisen in ganz Europa. Insgesamt findet Heckel in den 20er Jahren zu einer beruhigten Bildsprache in der Komposition und orientiert sich in Form und Farbe an einem verstärkten Naturalismus. In der Verarbeitung von Einflüssen der Neuen Sachlichkeit tritt Heckel in eine individuelle, spannungsreiche Auseinandersetzung mit der Kunst im Deutschland der Weimarer Republik.

 

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
  Leihgeber 6
MAGDALENA M. MOELLER Vorwort und Dank 7
MAGDALENA M. MOELLER Zu Heckeis Werk der 20er Jahre 9
  Themen und Werke  
CATHY STOIKE Das Schauen des inneren Auges - Voraussetzungen für Erich Heckeis Stil der 20er Jahre 15
  Bildteil 23
CHRISTINE SZKIET Erich Heckel in Angeln an der Flensburger Förde 33
  Bildteil 39
JANINA DAHLMANNS Die Badenden - Wandlung eines Motivs 53
  Bildteil 62
ANDREAS GABELMANN Von Hier nach Dort — Die Reisebilder der 20er Jahre 89
  Bildteil 104
CHRISTIANE REMM Der Mensch als Symbol. Portraits der 20er Jahre 156
  Bildteil 167
JANINA DAHLMANNS Zirkus, Clowns und Artisten 189
  Bildteil 196
JANINA DAHLMANNS Erich Heckeis Stilleben - Positionen der 20er Jahre 211
  Bildteil 216
  Essays  
ANDREAS HÜNEKE Gespräche mit Chinesenmiene.
Erich Heckel und Otto Mueller in den 20er Jahren
227
MECHTHILD LÜCKE Die Wandmalereien im Angermuseum zu Erfurt 235
JANINA DAHLMANNS »Hölderlin der Malerei« - Heckeis Rezeption
in Kunstkritik und Museumswelt der 20er Jahre
248
REINHOLD HELLER Erich Heckel und der Zauber der Melancholie 256
  Anhang  
  Katalog der ausgestellten Werke 263
  Biographie 272
  Bibliographie 274
  Register der Bildtitel nach Techniken 275

Zur Ausstellung

Erich Heckel
Sein Werk der 1920er Jahre
30.10.04 - 12.02.05
Brücke Museum, Berlin


Zum ersten Mal wird in einer Ausstellung das Schaffen von Erich Heckel in den Goldenen Zwanziger Jahren präsentiert. Viele der vom Brücke-Museum zusammengetragenen Werke sind aus Privatbesitz und daher der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich. Im begleitenden, aufwendig konzipierten Katalog sind viele Gemälde erstmals in Farbe abgedruckt.

Verträumte Akte, die ein Bad im Meer nehmen oder in sich gekehrt die idyllische Schönheit der Landschaft genießen, sind ein immer wiederkehrendes Motiv Heckels in den 20er Jahren. Die harmonische Einheit vom nackten Mensch und unberührter Natur ist die Motivation dieser Gemälde.

Auch die Landschaften atmen eine geradezu romantische Luftigkeit und sind durchflutet von unendlich zart schimmerndem Licht. Die sanften Farben erzeugen eine lyrische Stimmung, eine schwingende Dynamik und wechselnde Perspektivpunkte in einem Bild zeugen von der Modernität der Bildauffassung.

In Heckels Portraits und Bildnissen der 20er Jahre zeigt sich die Auseinandersetzung mit der aktuellen künstlerischen Strömung der Neuen Sachlichkeit am deutlichsten. Mit naturalistischer Farbigkeit und klarer Formensprache ist das Menschenbild nüchtern und allgemeingültig, verweigert sich jedoch der beißenden Schärfe der Zeitgenossen. Hier offenbart sich Heckels ausgleichendes Naturell und sein Streben nach sanfter Harmonie.

Generell ist die Kunst der 20er Jahre in letzter Zeit verstärkt ins Blickfeld der Ausstellungsmacher gerückt – umso dringlicher ist daher auch die Beschäftigung mit der Künstlergeneration, die sich nach der emotionalen, pathosgeladenen Explosion des Expressionismus der objektiven Kunst der Neuen Sachlichkeit zuwandte. Erich Heckel nimmt hierbei eine sehr persönliche, eigenständige Position innerhalb der Kunst der Weimarer Republik ein, die in dieser Ausstellung erstmals eingehend gewürdigt wird.

Die sehr umfangreich angelegte Ausstellung ist exklusiv nur in Berlin zu sehen!

Details

Herausgeber: Magdalena M. Moeller
Verlag: Hirmer Verlag, München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2004
Seitenanzahl: 276 Seiten
Buchart: Broschur
Abbildungen: 241 Abbildungen, davon 153 farbige
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-2265-7
ISBN 13: 978-3-7774-2265-7
Größe: ca. 288 x 232 x 32 mm
Gewicht: ca. 1.600 Gramm
Zustand: neu, ungelesen