Ernst Ludwig Kirchner in Berlin

Beschreibung

Magdalena M. Moeller (Hrsg.)
Ernst Ludwig Kirchner in Berlin

Das Katalogbuch zur Ausstellung, die exklusiv in Berlin gezeigt wird, rollt das Berliner Schaffen Kirchners neu auf. Dabei präsentiert sie Ikonen des deutschen Expressionismus und zugleich sehr persönliche Zeugnisse einer der aufregendsten Epochen in der Geschichte der deutschen Hauptstadt.

In den Jahren vor und während des Ersten Weltkriegs brodelte es in der Politik, in der Kultur und in der Gesellschaft. Ernst Ludwig Kirchner stürzte sich in das Leben der Großstadt und notierte dieses Zeitgefühl mit allen künstlerischen Mitteln. Dabei entwickelte er seinen Stil weiter und wuchs zum bedeutendsten deutschen Expressionisten. In Berlin, von Ende 1911 bis zu seiner Übersiedlung in die Schweiz im Frühjahr 1917, steigerte Kirchner seinen expressionistischen Stil auf unglaubliche Weise. Er reagierte sehr stark auf das für ihn neuartige Leben in der Metropole. Seine Sinne wurden geschärft, sein geistiger und künstlerischer Horizont erweiterten sich. Tanz, Varieté, Cabaret und Zirkus forderten ihn zu neuen Bildgestaltungen heraus, es entstanden grandiose Stadtlandschaften.

Mit der Bekanntschaft der beiden Tänzerinnen Erna und Gerda Schilling änderte sich auch die Darstellung seines Frauentypus: Schlanke Gestalten lösten die runden, geschmeidigen Körper der Dresdener Jahre ab und dominierten nun sein figürliches Schaffen, das sich immer mehr dem Motiv der Berliner Kokotte zuwandte. So wurden zu jener Zeit die Berliner Prostituierten genannt, die er statt im Innenraum, in der sicheren Umgebung des Ateliers, ab Ende 1913 auf der Straße zeigte. Kirchner schuf nun seine bekannte Serie der großformatigen »Straßenszenen«, die zu den Schlüsselwerken der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts gehören.

 

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Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Magdalena M. Moeller Vorwort 9
Magdalena M. Moeller 1 In Berlin! 11
Magdalena M. Moeller 2 Frühe Berlin-Aufenthalte 36
Hanna Strzoda 3 MUIM-Institut 58
Magdalene Schlösser 4 Erna und Gerda Schilling 72
Janina Dahlmanns 5 Varieté und Tanz 102
Magdalena M. Moeller 6 Stadtlandschaften 130
Annette Blattmacher 7 Kirchner und Alfred Döblin 152
Hanna Strzoda 8 Der Einfluss fremder Kulturen 170
Christiane Remm 9 Freundschaftsbilder 194
Janina Dahlmanns 10 Chronik der »Brücke« 230
Janina Dahlmanns 11 Modelle, Kokotten, Prostituierte 238
Janina Dahlmanns 12 Ausbruch ins Paradies: Fehmarn 278
Magdalena M. Moeller 13 Die Straßenszenen 310
Magdalena M. Moeller 14 Der verlorene Künstler 342
  Katalog der Werke 378
  Biographie 389
  Bibliographie (Auswahl) 395

Rezensionen

Ein packender Querschnitt durch die stärkste Phase des 'Brücke'-Expressionisten.
[Westfälischer Anzeiger]

Wie in einem 'Tagebuch', so hat Kirchner sein grafisches Schaffen selbst bezeichnet, erhält der Leser bei den nächtlichen Streifzügen durch die Bars, Cafés, Restaurants und Bordelle Aufschluss über Kirchners innere Auseinandersetzung und den Weg zu den berühmten 'Straßenbildern' ab 1913.
[Berliner Literaturkritik]

Zur Ausstellung

Ernst Ludwig Kirchner in Berlin
13. Dezember 2008 – 15. März 2009
Brücke Museum, Berlin


In den Jahren vor und während des Ersten Weltkriegs brodelte es in der Politik, in der Kultur und in der Gesellschaft. Ernst Ludwig Kirchner stürzte sich in das Leben der Großstadt und notierte dieses Zeitgefühl mit allen künstlerischen Mitteln. Dabei entwickelte er seinen Stil weiter und wuchs zum bedeutendsten deutschen Expressionisten. In Berlin, von Ende 1911 bis zu seiner Übersiedlung in die Schweiz im Frühjahr 1917, steigerte Kirchner seinen expressionistischen Stil auf unglaubliche Weise. Er reagierte sehr stark auf das für ihn neuartige Leben in der Metropole. Seine Sinne wurden geschärft, sein geistiger und künstlerischer Horizont erweiterten sich. Tanz, Varieté, Cabaret und Zirkus forderten ihn zu neuen Bildgestaltungen heraus, es entstanden grandiose Stadtlandschaften.

Mit der Bekanntschaft der beiden Tänzerinnen Erna und Gerda Schilling änderte sich auch die Darstellung seines Frauentypus: Schlanke Gestalten lösten die runden, geschmeidigen Körper der Dresdener Jahre ab und dominierten nun sein figürliches Schaffen, das sich immer mehr dem Motiv der Berliner Kokotte zuwandte. So wurden zu jener Zeit die Berliner Prostituierten genannt, die er statt im Innenraum, in der sicheren Umgebung des Ateliers, ab Ende 1913 auf der Straße zeigte. Kirchner schuf nun seine bekannte Serie der großformatigen »Straßenszenen«, die zu den Schlüsselwerken der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts gehören.

Das Katalogbuch zur Ausstellung, die exklusiv in Berlin gezeigt wird, rollt das Berliner Schaffen Kirchners neu auf. Dabei präsentiert sie Ikonen des deutschen Expressionismus und zugleich sehr persönliche Zeugnisse einer der aufregendsten Epochen in der Geschichte der deutschen Hauptstadt.

Details

Herausgeberin: Magdalena M. Moeller
Texte: Magdalena M. Moeller, Hanna Strzoda, Magdalene Schlösser, Janina Dahlmanns, Annette Blattmacher und Christiane Remm
Verlag: Hirmer Verlag, München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2008
Buchart: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 396 Seiten
Abbildungen: 208 Farbtafeln, 26 Abbildungen in Farbe und 80 in schwarz-weiß
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-4485-5
ISBN 13: 978-3-7774-4485-7
Größe: ca. 278 x 240 x 36 mm
Gewicht: ca. 2.200 Gramm
Zustand: neu, ungelesen