Ernst Wilhelm Nay | Aquarelle und Gouachen

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ISBN: 9783832174101  

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Beschreibung

Dr. Michael Semff und Elisabeth Nay-Scheibler (Hrsg.)
Ernst Wilhelm Nay
Aquarelle und Gouachen

„Das reale Farbbild" lässt Ernst Wilhelm Nay in den hier ausgewählten Werken auf Papier in der Tat kraftvoll entstehen. Und gerade die Aquarelle und Gouachen belegen auf anschauliche Weise, mit welcher Intensität und künstlerischen Gewissheit dieser bedeutende Maler an der Farbwirkung, an Farbklängen und -fügungen über Jahrzehnte hin gearbeitet hat.

Der hier vorgelegte Katalog begleitet eine große Ausstellung mit Aquarellen und Gouachen Nays, die in der Graphischen Sammlung der Neuen Pinakothek München (6. Mai bis 27. Juni 2004), im Museum Folkwang Essen (9. Juli bis 12. September 2004) und anschließend im Musée d’Art Moderne et Contemporain in Straßburg zu sehen sein wird.

Neben den Beiträgen von Michael Semff, Hubertus Gaßner und Fabrice Hergott werden die Werke Nays gerahmt von einer Auswahl literarischer Texte, die er besonders schätzte. Als Stimulanz seiner eigenen bildnerischen Tätigkeit schenkte Nay der Literatur seiner Zeit große Aufmerksamkeit. Er las gern und viel, um Neues, Unbekanntes oder auch ihm Vertrautes über die Welt und seine Zeit zu erfahren, aus Freude am Wortklang der Dichtung, die ihm wesensverwandt mit seiner Farbgestaltung erschien.

E. W. Nay (1902–1968): Der in Berlin geborene Maler entwickelt von 1928 bis zu seinem Lebensende ein intensives einflussreiches Werk. Vom Figurativen ausgehend, wurde Nay ab Mitte der 50er Jahre mit seinen abstrakten „Scheibenbildern" international bekannt. Er gilt als Meister der Farbe, deren Leuchtkraft sich im Frühwerk abzeichnet und im Spätwerk besonders entfaltet.

 

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Klappentext

Ernst Wilhelm Nays Aquarelle und Gouachen sind gegenüber seinem malerischen Œuvre von gleichem Rang. Seine farbigen Arbeiten auf Papier belegen, mit welcher Intensität und künstlerischen Gewißheit er an der Farbwirkung, an Farbklängen und -fügungen über Jahrzehnte hin gearbeitet hat.

Dieses Katalogbuch versammelt selten und zum Teil noch nie in der Öffentlichkeit gezeigte Aquarelle und Gouachen des Künstlers. Die Auswahl zielt mit Bedacht auf drei Werkphasen, die Nays Œuvre entscheidend geprägt haben. In den späten dreißiger Jahren entstanden Papierarbeiten auf den Lofoten, einer Inselgruppe in Norwegen, die der im Nationalsozialismus als "entartet" geltende Künstler auf Einladung Edvard Munchs besuchen konnte. Im Krieg, als Soldat in Frankreich, schuf Nay Aquarelle und Gouachen von erstaunlicher Ambivalenz. Auf den ersten Blick nahezu ländliche Idylle, evozieren sie im Detail auch deutlich Angst und Entsetzen. Die letzten Schaffensjahre ab 1965 lassen deutlich erkennen, daß Nay- nun bereits ein international anerkannter Künstler- imstande war, auch mit seinen Arbeiten auf Papier die "letzte Synthese" seines Lebenswerks zu vollziehen.

Neben wichtigen und unter einem neuen Blickwinkel gesehenen Beiträgen namhafter Kunsthistoriker bereichern Texte prominenter Schriftsteller und Musiker die Farbtafeln - Zeitgenossen des Künstlers, mit deren Werk er sich intensiv auseinandergesetzt hat. Obwohl ohne direkten Bezug zu den hier vorgestellten Blättern, zeigen diese imaginären Einblicke in die "Bibliothek" des Künstlers Wahlverwandtschaften, die sowohl den Zeitkontext wie die individuelle Poesie seiner Kunst erhellen.

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
  VORWORT 7
Michael Semff Körperliche Substanz - Geistige Formgestalt In der Verbrennung zur Einheit
Über Früh und Spät im Werk Ernst Wilhelm Nays
11
Hubertus Gassner Rhythmische Metamorphosen
Sechzehn Filzstiftzeichnungen zwischen "Gelb - Rosa" und "Metablau"
25
Fabrice Hergott Malerei wie Poesie konstruieren
Betrachtungen über Nays Verhältnis zu Frankreich
37
  Briefe an Edvard Munch 47
Elisabeth Nay-Scheibler Literatur, die Nay liebte 51
  Katalog 55
  Biographische Daten und wichtige Ausstellungen 205
  Verzeichnis der ausgestellten Werke 219
  Bibliographie 225
  Zitierte Dichter 227
  Quellennachweis der Literaturauszüge 228

Zur Ausstellung

Ernst Wilhelm Nay - Aquarelle
07.05.04 - 27.06.04
Pinakothek der Moderne
Kunstareal München


Ernst Wilhelm Nays (1902-1968) farbige Arbeiten auf Papier haben sich gegenüber seinem malerischen Werk stets eigenständig behauptet.
Wie bei keinem zweiten Künstler seiner Generation in Deutschland prägte Nays Weg das Streben nach einer Erschaffung des Bildes aus den strengen Gesetzen der Fläche und den grenzenlosen Möglichkeiten der Farbe, wobei sich Intuition und Reflexion in einer besonderen Weise bedingten.

Die Ausstellung versammelt in stringenten Werkgruppen zum Teil öffentlich noch nie gezeigte Aquarelle und Gouachen des Künstlers, die in einer Zeitspanne von dreißig Jahren entstanden sind.
Die Auswahl der Werke konzentriert sich dabei auf drei Werkphasen, die Nays Œuvre entscheidend geprägt haben: die späten dreißiger Jahre mit den Lofoten-Aquarellen, die Kriegszeit in Frankreich mit den Aquarellen und Gouachen von 1941-1944 sowie schließlich die letzten Schaffensjahre des Künstlers ab 1965. Die Ausstellung möchte keine umfassende, alle Entwicklungslinien nachzeichnende Retrospektive sein. Vielmehr vermag die Auswahl der Blätter in ihrer spezifischen Gewichtung neues Licht auf jene essentielle Verknüpfung von Früh und Spät im Werk Nays zu werfen.

Es ist fast als Sensation zu bezeichnen, dass Jahrzehnte nach Nays Tod aus Privatbesitz 20 Arbeiten der Kriegsjahre gezeigt werden können, die noch niemals öffentlich zu sehen waren.

München spielte für den Maler seit jeher eine besondere, prägende Rolle. In der Person Günther Frankes fand Nay schon früh einen seiner wichtigsten Vermittler. Zahlreich waren die Münchner Galerieausstellungen seit 1946. Vor mehr als einem Vierteljahrhundert zeigte die Staatliche Graphische Sammlung München eine mit annähernd neunzig Blättern herausragende Werkschau von Nays Aquarellen und Gouachen. Zum hundertsten Geburtstag des Künstlers vor 2 Jahren war in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung eine umfangreiche Retrospektive zu sehen.

Anlässlich der hier gezeigten Ausstellung der Arbeiten auf Papier zeigt die Sammlung Moderne Kunst im Obergeschoss der Pinakothek der Moderne zur gleichen Zeit eine Auswahl der Gemälde Nays aus eigenen Beständen (darunter zwei bedeutende Werke aus der Theo Wormland Stiftung).

Zur Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung erscheint ein umfangreicher bibliophiler Katalog mit ca. 225 Seiten und über 80 Farbtafeln, sowie einer Fülle von Texten prominenter Dichter und Musiker wie u. a. von Arp, Beckett, Genet und Strawinsky, mit denen sich Nay als unmittelbarer Zeitgenosse besonders intensiv auseinander gesetzt hat.

Kurator: Dr. Michael Semff

Details

Herausgeber: Elisabeth Nay-Scheibler und Dr. Michael Semff
Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
Erscheinungsdatum: 05.05.2004
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2004
Seitenanzahl: 232 Seiten
Buchart: Gebunden
Abbildungen: 120 Abbildungen, davon 80 in Farbe
Sprachen: Deutsch
ISBN 10: 3-8321-7410-9
ISBN 13: 978-3-8321-7410-1
Größe: ca. 266 x 218 x 22 mm
Gewicht: ca. 1.350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen