Gerhard Richter | Bilder einer Epoche
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Beschreibung
Ortrud Westheider und Michael Philipp (Hrsg.)
Gerhard Richter
Bilder einer Epoche
Als Gerhard Richter, heute international hochgeschätzt wie kaum ein anderer Künstler, Anfang der 60er Jahre in den Westen übersiedelte, begann er, sich die für ihn neue Welt zu vergegenwärtigen: in großformatigen Gemälden nach fotografischen Vorlagen. Heute ist in der Gesamtheit dieser Werke das Bild einer Epoche zu entdecken – und die überraschende Wiederbelebung des Historienbildes in der Moderne.
Der Band beschreibt rund 50 seiner Werke und enthält Aufsätze der führenden Richter-Experten sowie als Selbstzeugnisse des Künstlers bisher ungedruckte Briefe und ein Gespräch Gerhard Richters mit Uwe M. Schneede, dem Kurator der Ausstellung. Das Buch ermöglicht einen neuen Blick auf die Komplexität der Bildwelt Richters, in der sich das Banale und das Böse begegnen: die Träume und die Sehnsüchte der Zeit, wie die schnellen Autos und das neue Reisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchsgegenstände des Alltags.
Zum Verständnis der Erinnerungsqualität der Bilder aus den 60er Jahren ist der Zyklus »18. Oktober 1977« (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder von zentraler Bedeutung. Mit der intensiven Beschäftigung mit diesem Ereignis schließt Richter die Werkgruppe der Gemälde nach Fotos ab. Der Zyklus, der als Leihgabe des New Yorker MoMA für die Ausstellung ins Bucerius Kunst Forum nach Hamburg kommt, erfährt eine neue Interpretation und Verortung im Werk Richters.
Klappentext
Der Band beschreibt rund 40 seiner Werke und enthält Aufsätze der führenden Richter-Experten sowie als Selbstzeugnisse des Künstlers bisher ungedruckte Briefe und ein Gespräch Gerhard Richters mit Uwe M. Schneede, dem Kurator der Ausstellung. Das Buch ermöglicht einen neuen Blick auf die Komplexität der Bildwelt Richters, in der sich das Banale und das Böse begegnen: die Träume und die Sehnsüchte der Zeit, wie die schnellen Autos und das neue Reisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchsgegenstände des Alltags.
Zum Verständnis der Erinnerungsqualität der Bilder aus den 60er Jahren ist der Zyklus 18. Oktober 1977 (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder von zentraler Bedeutung. Mit der intensiven Beschäftigung mit diesem Ereignis schließt Richter die Werkgruppe der Gemälde nach Fotos ab. Der Zyklus, der als Leihgabe des New Yorker MoMA für die Ausstellungins Bucerius Kunst Forum nach Hamburg kommt, erfährt eine neue Interpretation und Verortung im Werk Richters.
Inhaltsverzeichnis
| Autor | Inhalt | Seite |
| Grußwort | 7 | |
| Ortrud Westheide | Vorwort | 8 |
| Uwe M. Schneede | Einleitung | 10 |
| Uwe M. Schneede | Gerhard Richters Bilder einer Epoche | 12 |
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»Es ist, wie es ist". Gerhard Richters Briefe an zwei Künstlerfreunde Mit einer Einleitung von Dietmar Elger |
28 | |
| Dietmar Elger | Das gemalte Photo. Gerhard Richter im Atelier | 60 |
| Uwe M. Schneede | Atelierphotos 1965/66 | 70 |
| Hubertus Butin | Heldenverehrung oder Ideologiekritik? Gerhard Richters Film Volker Bradke von 1966 | 82 |
| Dietmar Rubel | Cut and Paint. Die Bilder der populären Presse und die Photomalerei der sechziger Jahre | 92 |
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Über Pop, Ost-West und einige der Bildquellen Uwe M. Schneede im Gespräch mit Gerhard Richter |
104 | |
| Malerei 1962-1967 | ||
| Das Banale und die neue Malerei | 114 | |
| Getötete und Verstrickte | 118 | |
| Illusionen und Sehnsüchte | 125 | |
| Politische Vorfälle | 135 | |
| Freunde und Familie | 144 | |
| 18. Oktober 1977, 1988 | ||
| Ortrud Westheider | Eine Idee, die bis zum Tod geht. Der Zyklus 18. Oktober 1977 | 154 |
| Uwe M. Schneede | Kommentiertes Verzeichnis der ausgestellten Werke | 194 |
| Biographische Angaben | 204 | |
| Auswahlbibliographie | 213 | |
| Verfasserinnen und Verfasser | 215 | |
| Impressum / Photonachweis | 216 |
Zur Ausstellung
Gerhard Richter - Bilder einer Epoche
05.02.11 - 15.05.11
Bucerius Kunst Forum
Rathausmarkt 2
20095 Hamburg
Als Gerhard Richter, heute international hochgeschätzt wie kaum ein anderer Künstler, Anfang der sechziger Jahre in den Westen übersiedelt war, setzte er sich mit der für ihn neuen Welt auseinander: in der Werkgruppe der großformatig gemalten Photos. Heute ist in der Gesamt heit dieser Arbeiten das Bild einer Epoche zu entdecken. Das Bucerius Kunst Forum widmet dieser Phase Gerhard Richters seine erste Ausstellung in 2011 und eröffnet damit die Folge der internationalen Ausstellungen zu seinem 80. Geburtstag im Jahr darauf.
Das kontinuierlich im Lauf von 45 Jahren entstandene, große malerische Werk dieses Künstlers haben in den letzten Jahren Ausstellungen gewürdigt, die einzelne charakteristische Themen komplexe untersuchten, etwa die Landschaften (Hannover 1998), die Bilder nach Bildern (Humlebæk, Dänemark 2005), die Abstraktion (Köln 2008), die Übermalten Photographien (Leverkusen 2008) oder die Bildnisse (London 2009). Nun ist es an der Zeit, sich intensiver mit den gemalten Photos der sechziger und siebziger Jahre zu befassen, um sie vor dem Hintergrund des zeitgeschichtlichen Kontextes wesentlich neu zu ver stehen. Tatsächlich sehen wir heute in der Gesamtheit von Richters frühen Werken das Bild einer Epoche aus der Perspektive eines Zeitzeugen. So untersucht die Ausstellung die mit Hilfe der Photo graphie und ihrer malerischen Wiedergabe geschaffenen Bilder nach ihren historischen und ihren aktuellen Bezügen.
Bislang noch nicht veröffentlichte Bildmaterialien und Texte aus dem Gerhard Richter-Archiv in Dresden, das als Kooperationspartner an dem Projekt mitwirkt, ermöglichen einen neuen Blick auf die Komplexität der Richterschen Bildwelt, in der sich das Banale und das Böse begegnen: die Träume und Sehn süchte der Zeit, schnelle Autos oder Urlaubsreisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik sowie auch die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchs gegenstände des Alltags, darunter ein Wäschetrockner oder ein falscher Kronleuchter.
Zum Verständnis der Erinnerungsqualität der Bilder aus den sechziger und siebziger Jahren ist der Zyklus 18. Oktober 1977 (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder in Stammheim von zentraler Bedeutung. Als Leih gabe des New Yorker MoMA kommt dieses spektakuläre Hauptwerk Richters noch einmal nach Deutschland und bildet den Höhepunkt der Ausstellung.
Die von Gastkurator Prof. Dr. Uwe M. Schneede, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle, vorbereitete Schau umfasst ca. 50 Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen. Am 8. September 2010 veranstaltet das Bucerius Kunst Forum ein öffentliches wissenschaftliches Symposium zur Vorbereitung des Kataloges zur Ausstellung.
Details
Herausgeber: Ortrud Westheider und Michael Philipp
Verlag: Hirmer Verlag, München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 02/2011
Seitenanzahl: 216 Seiten
Abbildungen: 70 Farbtafeln, 97 Abbildungen in Farbe und 55 in Schwarz-Weiß.
Buchart: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-3451-5
ISBN 13: 978-3-7774-3451-3
Größe: ca. 284 x 226 x 22 mm
Gewicht: ca. 1.350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen, OVP







