Gerhard Richter - Ohne Farbe
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Beschreibung
Dr. Reinhard Spieler für das museum franz gertsch (Hrsg.)
Gerhard Richter
Ohne Farbe
Anhand einer repräsentativen Auswahl von Werken zeigt der Band, welch faszinierende Bandbreite malerischer Möglichkeiten Gerhard Richter der Nicht-Farbe Grau abgewinnt.
Ohne Farbe stellt eine zentrale Werkgruppe im Schaffen von Gerhard Richter vor: Bilder, die ohne das eigentliche Material des Malers - die Farbe - auskommen. Die (Nicht-)Farben Schwarzweiß und Grau ziehen sich durch das gesamte Werk von Gerhard Richter: Das faszinierend weite Spektrum dieser Malerei ohne Farbe reicht zeitlich von den frühen sechziger Jahren bis heute, inhaltlich von den gegenständlichen, sich auf Schwarzweißfotos beziehenden Bildern bis zu vollkommen abstrakten Arbeiten. Grautöne genügen dem führenden Maler unserer Zeit, traditionelle Genres wie Historie, Porträt, Landschaft und Stillleben zu verhandeln und in grauen Schlierenbildern beziehungsweise Vermalungen, monochrom grauen Farbfeldbildern oder Spiegeln Grundfragen der Malerei nachzugehen. Es ergibt sich ein Querschnitt, der alles einschließt, was Malerei heute bedeuten kann - und dabei paradoxerweise im konsequenten Verzicht auf Farbe das Innerste der Malerei thematisiert.
Zur Ausstellung
Gerhard Richter – Ohne Farbe
05.02.05 - 08.05.05
Museum Franz Gertsch, Burgdorf
Was ist Malerei? Was ist ein Bild? Wie werden Bilder wahrgenommen? Gerhard Richter, fraglos einer der bedeutendsten Maler unserer Zeit, formuliert diese Fragen mit jedem seiner Bilder wieder neu. Seine Mittel und Methoden erscheinen paradox – und sind dabei dennoch von bestechender Konsequenz. Vom Fotorealismus bis zur Monochromie, von der Historien- bis zur abstrakten Farbfeldmalerei, von industriell hergestellter Minimal-Konzeptkunst bis zur gestisch-expressiven Malerei hat Richter das gesamte Spektrum der Malerei des 20. Jahrhunderts durchexerziert und dabei dennoch eine unverwechselbar eigene Bildsprache erarbeitet.
Ein Phänomen zieht sich dabei wie ein roter – oder besser: grauer! – Faden durch sein Werk: der Verzicht auf das ureigenste Mittel der Malerei - die Farbe. Etwa ein Drittel seines umfangreichen Œuvres kommt ohne Farbe aus bzw. beschränkt sich auf eine Skala von Schwarz-, Weiss- und Grautönen, die gemeinhin als „Nichtfarbe“ gelten. Das museum franz gertsch untersucht erstmals diesen zentralen Aspekt im Werk Gerhard Richters und zeigt mit rund 30 Gemälden einen faszinierenden Querschnitt durch diese Malerei, die im konsequentenVerzicht auf Farbe das Innerste der Malerei freilegt.
Das Spektrum reicht zeitlich von den frühen 1960er Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart, thematisch von den figurativen Bildern in den klassischen Genres Stillleben, Landschaft, Porträt und Historienbild über monochrom graue Bilder, abstrakte Vermalungen, Rakel- und Schlierenbilder bis hin zu den grauen Spiegeln. Den Abschluss der Ausstellung bilden schliesslich Richters Farbtafeln, die der Geste der Farbverweigerung die Farbe als industrielles Rohmaterial des Malers konzeptuell gegenüberstellen.
Zu Gerhard Richter
Gerhard Richter *1932 in Dresden. 1952-1956 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1961-1963 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Otto Götz. 1962-1982 Atelier in Düsseldorf. 1971-1994 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. 1975-1992 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. 1988 Kaiserring der Stadt Goslar. 1997 Goldener Löwe der 47. Biennale von Venedig. 1998 Wexner-Preis, Columbus, Ohio. Lebt und arbeitet in Köln.
Über Dr. Reinhard Spieler
Dr. Reinhard Spieler, geboren 1964, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere deutsche Literatur in München, Berlin und Paris. Er promovierte 1997 über die Triptychen von Max Beckmann. Seit 2007 ist er Direktor des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein und Lehrbeauftragter an der Kunstakademie Düsseldorf und den Universitäten Düsseldorf, Bern und Heidelberg. Er hat zahlreiche Publikationen zur Kunst der Klassischen Moderne und zur zeitgenössischen Kunst verfasst.
Details
Herausgeber: Dr. Reinhard Spieler für das museum franz gertsch
Texte: Elke Kania, Doris Krystof, Reinhard Spieler, Julia Gelshorn
Verlag: Hatje Cantz, Ostfildern
Auflage: Erstauflage
Jahr: 01/2005
Seitenanzahl: 104 Seiten
Buchart: Leinen mit Schutzumschlag
Abbildungen: 60 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch und Englisch
ISBN 10: 3-7757-1583-5
ISBN 13: 978-3-7757-1583-6
Größe: ca. 290 x 225 x 20 mm
Gewicht: ca. 900 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheiten: Bilingual








