Gustav Klimt | Beethovenfries, Zeichnungen

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12,80 EUR

ISBN: 9783777428819  

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Beschreibung

Annette Vogel (Hrsg.)
Gustav Klimt
Beethovenfries, Zeichnungen

Gustav Klimts monumentaler Beethoven-Fries wird heute als Höhepunkt seines Schaffens und Ikone des Wiener Jugendstils gewürdigt. Klimt entwirft 1902 seinen 35 m langen Fries für die als Gesamtkunstwerk konzipierte Beethoven-Ausstellung der Wiener Secession. Begleitend zu diesem Werk zeigt das Katalog-Buch eine Vielzahl an Zeichnungen aus seinem Œuvre.

Unter dem Thema Sehnsucht nach Glück entwirft Gustav Klimt den ­berühmten Beethoven-Fries. Er setzt in diesem Beethovens 9. Sympho­nie­ in eine gewaltige Bildsprache um: Blattgold, Halbedelsteine und ­Perlmutter schmücken die 2,50 m hohe Bilderfolge genauso wie damals ungewohnte prosaische Applikationen aus Gardinenringen, Polsternägeln und Spiegelscherben.
Schwebende lineare Frauenfiguren als Verkörperung der Sehnsüchte führen den Betrachter als Genien durch die lange Wandabfolge des Beethoven-Frieses. In einem faszinierenden Geflecht aus Fabeln, Figuren und Formen erzählt er in dem gewaltigen Zyklus vom Leiden der Menschheit und vom Sieg der Künste und der Liebe. Klimt beendet seinen Fries in der Darstellung »Diesen Kuss der ganzen Welt« als Ausdruck Schillers »Ode an die Freude«.

Das Katalog-Buch erlaubt die Detailsicht auf den Fries und verweist auf die zeichnerischen Vorlagen. In diesen besonders sensiblen Aktdarstellungen, die den unmittelbaren Zugang zu seinem Werk erlauben, huldigt er der Frau als laszive Verführerin, Femme fatale, Schwangere oder Unnahbare. Die Erotik und Eleganz, die das Fin de Siècle prägen, sind diesen Darstellungen eigen.

 

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt Seite
Vorwort 6
Dank 7
Marian Bisanz-Prakken
Der Beethovenfries
9
Annette Vogel
Das spannungsreiche Verhältnis von Zeichnungen und Gemälden im Werk von Gustav Klimt
21
[Egon Schiele]
Klimts Herzensgüte war echt
31
[Ludwig Hevesi]
Sehnsucht nach dem Glück. Zum Beethovenfries
33
Der Beethovenfries nach der XIV. Ausstellung der Secession 1902 35
Tafelteil 37
Zeichnungen 71
Grafik 145
Biografie Gustav Klimt 153
Bibliografie (Auswahl) 158
Abbildungsnachweis 160

Zur Ausstellung

Gustav Klimt
Beethovenfries, Zeichnungen
10.07. - 26.09.2010
Stadthalle Balingen

Die Stadthalle Balingen setzt ihre Folge von Sommerausstellungen zur Klassischen Moderne mit der Ausstellung Gustav Klimt. Beethovenfries, Zeichnungen fort. Sie bildet den Auftakt der Ausstellungstrilogie „Die Kunst der Linie - Vom Wiener Jugendstil zur Moderne“, die vom 10. Juli bis zum 26. September 2010 in drei Häusern in Balingen zu sehen sein wird.

Gustav Klimts Beethovenfries wird in dieser Ausstellung zum ersten Mal vollständig in Deutschland zu sehen sein, was die Schau zu einem absoluten Höhepunkt dieses Balinger Kunstsommers macht. Der ausgestellte 34 Meter lange Fries entstand als einzige originalgetreue, reisefähige Kopie während der Restaurierung des Originals, das im Seecessionsgebäude in Wien fest installiert ist. Der prachtvolle Beethovenfries wurde 1902 von Gustav Klimt geschaffen und markiert den Beginn seines „Goldenen Stils“. Seine berühmten Gemälde dieser Zeit, wie Der Kuss und Bildnis Adele Bloch-Bauer I, machten ihn zum internationalen Star des Jugendstils. Klimts Werk stand um 1902 an einen Wendepunkt und ließ den Künstler zum wichtigen Wegbereiter der »Moderne« in Österreich werden. Die Kuratorin der Ausstellung, Annette Vogel (Sabarsky Collection New York/München), vervollständigt die Präsentation des berühmten Wandfrieses mit 80 Zeichnungen von Gustav Klimt und erschließt dem Besucher damit die künstlerische Entwicklung des Klimtschen Schaffens.

Als Präsident und Mitbegründer der Wiener Secession stand Gustav Klimt seit 1897 an der Spitze einer Reformbewegung, die Wien zur Metropole des Jugendstils machte. Die Künstler der Secession strebten nach dem Gesamtkunstwerk, was ihnen mit der Ausstellung zu Ehren Beethovens 1902 vortrefflich gelang: Diese Ausstellung war eine epochale Zusammenführung von Malerei, Architektur, Skulptur, Design, Musik und Poesie. Klimt fertigte dafür den monumentalen Beethovenfries, der sich über drei Wände des Seitensaals erstreckte und mit der Darstellung von Schönem und Hässlichen zugleich größte Aufmerksamkeit des Publikums auf sich lenkte. In Anlehnung an Beethovens 9. Symphonie erzählt Klimt darin in einem faszinierenden Geflecht aus Fabeln, Figuren und Formen die universale Geschichte vom Leiden der Menschheit und vom Sieg der Künste und der Liebe über die bösen Mächte. In keinem anderen Werk manifestiert sich die programmatische Richtung von Klimts Malerei so offensichtlich. Mit höchst unterschiedlichen Materialien wie Blattgold, Halbedelsteinen und Applikationen aus Gardinenringen, Polsternägeln und Spiegelscherben brachte Klimt den Beethovenfries zum Glänzen und machte ihn auch formal zu einem innovativen Schlüsselwerk der Wiener Moderne. Die ca. 80 Zeichnungen in der Ausstellung entstammen allen Schaffensphasen von Klimt. Diese Arbeiten zeigen dem Besucher eine ganz andere - sehr sinnliche und private - Seite des Meisters. Mit sensiblen Linien hielt Klimt seine meist weiblichen Modelle in natürlicher Nacktheit und ungezwungenen Posen fest: laszive Frauenfiguren, selbstvergessene Akte, hingegossene Körper, in Umarmung versunkene Paare und Porträts eleganter Damen. Klimt schuf insgesamt über 4000 Zeichnungen. Dieses Medium war für ihn die wichtigste Grundlage für seine Gemälde und den Beethovenfries, weshalb sich an den Zeichnungen Klimts künstlerische Entwicklung so gut nachvollziehen lässt. Besonders die Blätter, die in Zusammenhang mit dem Beethovenfries stehen, machen den Entstehungsprozess des Figurenfrieses anschaulich und geben dem Besucher einen unmittelbaren Einblick in Klimts Arbeitsweise. Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein umfassender Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Beiträgen von Marian Bisanz-Prakken und Annette Vogel. Der Beethovenfries ist eine Leihgabe des Belvedere in Wien. Die Gemälde und Arbeiten auf Papier stammen aus Museen sowie privaten Sammlungen in den USA und Europa.

Kuratorin: Annette Vogel (Sabarsky Collection New York/München)
Assistenz: Annette Blattmacher, Anja Maja Spiess

Details

Herausgeberin: Annette Vogel
Texte: Marian Bisanz-Prakken, Annette Vogel, Egon Schiele und Ludwig Hevesi
Verlag: Hirmer Verlag, München
Erscheinungstermin: 07/2010
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2010
Seitenanzahl: 160 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 101 Farbtafeln, 34 Abbildungen in Farbe und 17 in Schwarz-Weiß
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-2881-7
ISBN 13: 978-3-7774-2881-9
Größe: ca. 264 x 226 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.050 Gramm
Zustand: neu, ungelesen