Lucio Fontana 1946-1960 Zeichen und Zeichnung

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15,95 EUR

ISBN: 9783906966144  

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Beschreibung

Luca Massimo Barbero und Simone Soldini (Hrsg.)
Lucio Fonfana 1946-1960
Zeichen und Zeichnung

Der in Zusammenarbeit mit dem Museo d’Arte Mendrisio und der Mailänder Fondazione Lucio Fontana konzipierte Katalog Lucio Fontana, 1946 – 1960, Zeichen und Zeichnung stellt erstmals das zeichnerische, malerische und plastische Werk des Künstlers in einen übergreifenden konzeptuellen Zusammenhang.

Die beiden Herausgeber Simone Soldini und Luca Massimo Barbero stellen die Arbeiten in den Kontext eines umfassenden ästhetischen Konzepts, das schlagwortartig mit Fontanas Wunsch nach der „Eroberung einer neuen Dimension“ umschrieben werden kann: Fontanas Concetto spaziale (die Vorstellung einer neu definierten Raumempfindung), deren Entwicklung gerade in der Zeichnung augenfällig wird, steht im Zentrum der Ausstellung.

In der konzentrierten Auswahl der Werke aus dem so genannten Spätwerk (24 Leinwandarbeiten, darunter die Buchi, Löcher, und die Tagli, Schnitte, 8 plastischen Werken, 49 Arbeiten auf und mit Papier, und einer Rauminstallation, ergänzt um historisches Dokumentationsmaterial) wird der Künstler Lucio Fontana (1899-1968) als einer der Begründer einer raumbezogenen und performativen Kunst vorgestellt: einer Kunst, die Begrenzungen in den traditionellen Gattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung öffnet und überwindet. Damit bereichert Fontana – kunsthistorisch vor dem französischen Künstler Yves Klein oder den deutschen Künstlern des Zero – die Kunst um eine ideelle, wenn nicht idealistische Komponente.

 

Zur Ausstellung

22. Februar bis 24. Mai 2009
MuseumLiner Appenzell

Die in Zusammenarbeit mit dem Museo d’Arte Mendrisio und der Mailänder Fondazione Lucio Fontana konzipierte Ausstellung Lucio Fontana, 1946 – 1960, Zeichen und Zeichnung stellt erstmals das zeichnerische, malerische und plastische Werk des Künstlers in einen übergreifenden konzeptuellen Zusammenhang. Die These der beiden Kura-toren Simone Soldini (Mendrisio) und Luca Massimo Barbero (Venedig) geht kaum von einer ästhetischen Autonomie des einzelnen Kunstwerks aus, eher stellen sie die Arbeiten, die Fontana zwischen 1946 und 1960 fertigte, in den Kontext eines umfassenden ästhetischen Konzepts, das schlagwortartig mit Fontanas Wunsch nach der „Eroberung einer neuen Dimension“ (nicht nur für die oder in der bildenden Kunst) umschrieben werden kann: Fontanas Con-cetto spaziale (die Vorstellung einer neu definierten Raumempfindung), deren Entwicklung gerade in der Zeichnung augenfällig wird, steht im Zentrum der Ausstellung.

In der konzentrierten Auswahl der Werke aus dem so genannten Spätwerk (24 Leinwandarbeiten, darunter die Buchi, Löcher, und die Tagli, Schnitte, 8 plastischen Werken, 49 Arbeiten auf und mit Papier, und einer Rauminstallation, er-gänzt um historisches Dokumentationsmaterial) wird der Künstler Lucio Fontana (*19. Februar 1899; †17. September 1968) als einer der Begründer einer raumbezogenen und performativen Kunst vorgestellt: einer Kunst, die im sprich-wörtlichen Sinne die Begrenzungen der traditionellen Gattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung „öffnet“ und über-windet. Damit bereichert Fontana – kunsthistorisch vor dem französischen Künstler Yves Klein oder den deutschen Künstlern des Zero – die Kunst um eine ideelle, wenn nicht idealistische Komponente. Paradigmatisch steht seine Kunst für das „offene Kunstwerk“ (Opera aperta, Umberto Eco, 1962), in dem semiotisch und strukturell Zeichen, Bezeichnendes und Bezeichnetes, ineinander geblendet werden.

1946 begann Fontana, seine bereits in den späten 1930er Jahren skizzierten Überlegungen zu einer raumorientierten Kunst in Zeichnungen zu systematisieren – und im ersten „spazialistischen“ Manifest (Manifiesto Blanco) schriftlich zu fixieren. 1947 entsteht die erste Scultura spaziale (Raumplastik), in der die Leere, die Lücke, der Durchblick als werk-bestimmend formuliert wird. Die 1948/49 erstmals in einer Mailänder Galerie eingerichtete, vielteilige und grosse Installation Ambiente spaziale a luce nera übersetzt unmittelbar zweidimensionale Entwürfe in eine schillernde Raum-zeichnung, ein Environment, das zugleich das künstliche oder natürliche Licht als Bestandteil der Kunstwerke von Fontana exemplarisch vorführt. Die Wahrnehmungsverschiebung vom sichtbaren Objekt hin zur nachvollziehbar, im Anschaulichen aufgehobenen Konzeption wird anhand herausragender Werke aus den Reihen der Buchi, Tagli, Na-ture, Attese und Forme anschaulich, die meist in den 1950er Jahren entstanden sind. Die Ausstellung endet 1959/60, kurz nach dem radikalen Schnitt in die Leinwand, der mithin zum oft missverstandenen „Markenzeichen“ Fontanas wurde.

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Claudio Nauer
Roland Scotti
Vorwort 8
Simone Soldini Lucio Fontana 1946-1960
Die Zeichnung als Ursprung der neuen Dimension
11
Luca Massimo Barbero Lucio Fontana:
Das Zeichen als Sinnbild des Concetto Spaziale
29
  Farbtafeln 53
  Biographie 159
  Chronologisches Literaturverzeichnis 164
  Katalog der Werke 167

Details

Herausgeber: Luca Massimo Barbero und Simone Soldini
Verlag: Museum Liner, Appenzell
Auflage: Erstauflage
Jahr: 02/2009
Seitenanzahl: 172 Seiten
Buchart: Klappenbroschur
Abbildungen: 144 Abbildungen, davon 84 farbige Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-906966-14-3
ISBN 13: 978-3-906966-14-4
Größe: ca. 205 x 255 mm
Gewicht: ca. 1.000 Gramm
Zustand: neu, ungelesen