Max Beckmann in Baden-Baden (1935-1937)
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Beschreibung
Museum Frieder Burda (Hrsg.)
Max Beckmann in Baden-Baden (1935-1937)
Max Beckmann hielt sich zwischen 1935 und 1937 für mehrere Wochen im Sanatorium in Baden-Baden auf, um seine angegriffene Gesundheit zu stabilisieren. Er hatte 1933 sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule verloren und lebte zurückgezogen in Berlin. Kurze Zeit nach seinem letzten Besuch in Baden-Baden 1937 emigrierte er mit seiner Frau nach Amsterdam.
Der Katalog zeigt die Gruppe von elf Gemälden und weiteren 26 Zeichnungen und Skizzen, die auf Max Beckmanns Aufenthalte in Baden-Baden und seine von dort aus unternommenen Spaziergänge zurückzuführen sind. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und Beckmanns kritischer Lebenssituation erscheinen auch die Bildmotive aus der Kurstadt in einem neuen Licht. Die dargestellten Landschaften und Menschen reflektieren Beckmanns Befindlichkeit in der Zeit vor dem Exil; die innere Dramatik lässt sie weit mehr sein als ein Stimmungsbild der dreißiger Jahre. Flankiert werden die Motive aus Baden-Baden von weiteren Gemälden, Skulpturen und Papierarbeiten aus den dreißiger Jahren: Schlüsselbilder, in denen sich die zentralen Themen Beckmanns, die ihn zeitgleich beschäftigten, verdichten und die eine Einordnung der Baden-Badener Bilder in den Werkkontext ermöglichen.
Zur Ausstellung
Max Beckmann in Baden-Baden
Frieder Burda Museum, Baden-Baden vom 08.07. - 18.09.2005
Museum für Neue Kunst, Freiburg vom 01.10. - 04.12.2005
Zwei Werke von Max Beckmann aus der Sammlung Frieder Burda geben den Anstoß zur ersten Ausstellung der Gemälde und Zeichnungen, die auf Beckmanns mehrfache Aufenthalte in Baden-Baden zurückgehen und Motive aus der Stadt und ihrer Umgebung verwenden.
Schon 1923 entstand auf dem Höhepunkt der Inflation die drangvolle Gesellschaftsszene Tanz in Baden-Baden (Pinakothek der Moderne, München).
Kern der Ausstellung sind zehn Gemälde und über zwanzig Zeichnungen und Skizzen, die auf Max Beckmanns Aufenthalte in Baden-Baden zwischen 1935 und 1937 und seine von dort aus unternommenen Spaziergänge zurückzuführen sind.
Damals hielt sich der Maler jeweils für mehrere Wochen im renommierten Sanatorium Dr. Dengler auf, um seine angegriffenen Gesundheit zu stabilisieren. Er hatte sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten verloren und lebte zurückgezogen in Berlin. Kurze Zeit nach seinem letzten Besuch in Baden-Baden emigrierte er mit seiner Frau nach Amsterdam. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und Beckmanns kritischer Lebenssituation erscheinen die Bildmotive aus der Kurstadt in einem neuen Licht.
Flankiert werden die Motive aus Baden-Baden von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen aus den dreißiger Jahren: Schlüsselbilder, in denen sich die zentralen Themen Beckmanns, die ihn in jener Zeit beschäftigen, dramatisch verdichten. Leitmotivisch stehen dafür Werke wie Zirkuswagen (Städel, Frankfurt), Traum von Monte Carlo (Staatsgalerie Stuttgart) und Doppelbildnis Max und Quappi Beckmann (Stedelijk Museum, Amsterdam).
Mit ihren 20 Gemälden, zwei Skulpturen und etwa 30 Zeichnungen konzentriert sich die Ausstellung auf den Lebensabschnitt Beckmanns, in dem sich ein markantes Spätwerk ausbildet. Der Ausstellungskatalog, ca. 150 Seiten, mit Abbildungen aller ausgestellten Werke enthält neben zahlreichen Essays auch die Briefe, die Beckmann aus Baden-Baden an seine Frau schrieb.
Über Max Beckmann
Max Beckmann (* 12. Februar 1884 in Leipzig; † 27. Dezember 1950 in New York) war ein deutscher Maler, Graphiker, Bildhauer und Autor. Beckmann griff die Malerei des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts ebenso auf wie die kunsthistorische Tradition und formte einen figurenstarken Stil, den er ab 1911 der aufkommenden Gegenstandslosigkeit entgegensetzte. Den Künstlergruppen und Ismen seiner Zeit ging er aus dem Weg. Altmeisterliches Handwerk und klassische Gattungsvielfalt zeigten sich seit dem Ersten Weltkrieg in aufwendig lasierter Malerei und scharfkantiger Graphik. Der Moderne, insbesondere Pablo Picasso und dem Kubismus, versuchte Beckmann eine ausgeweitete Räumlichkeit entgegenzusetzen. Das Spätwerk entwirft eine zugleich erzählende und mythenschaffende Malerei, insbesondere in zehn Triptychen. Besondere Bedeutung kommt Beckmann als prägnantem Zeichner, Porträtisten (auch zahlreicher Selbstporträts) und als subtilem Illustrator zu. Heinz Berggruen nennt Max Beckmann den bedeutendsten deutschen Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts neben Ernst Ludwig Kirchner.
Details
Herausgeber: Museum Frieder Burda
Verlag: Kehrer Verlag, Heidelberg
Erstausgabe: 15.07.2005
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2005
Buchart: Hardcover
Seitenanzahl: 144 Seiten
Abbildungen: 23 Farb- und 104 S/W-Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-936636-61-3
ISBN 13: 978-3-936636-61-1
Größe: ca. 304 x 238 x 16 mm
Gewicht: ca. 1.300 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheiten: beim Verlag bereits ausverkauft, nur noch wenige Exemplare verfügbar







