Max Beckmann | Die Landschaften
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Beschreibungen
Bernhard Mendes Bürgi und Nina Peter (Hrsg.)
Max Beckmann
Die Landschaften
Höhepunkte im malerischen Schaffen des Meisters – die Landschaften
Max Beckmann ist einer der Titanen der modernen Kunst, dabei verstand er sich selbst als der letzte alte Meister. Die Publikation richtet den Blick auf die Landschaftsgemälde des Künstlers, die weniger von allegorischen Sinnschichten geprägt sind als seine Arbeiten in anderen Genres und die großartige malerische Qualität ganz unmittelbar sichtbar machen. Ihr Ausgangspunkt waren zum einen intensiv erlebte Naturerfahrungen. Häufig tauchen private Gegenstände als Stilllebenrest im Vordergrund auf und lassen die Anwesenheit des Künstlers spürbar werden. Zum anderen entstanden die Landschaften als realistische Wiedergabe besuchter Orte, für die Beckmann Fotografien oder Postkarten hinzuzog. Weitere Impulse gab ihm die Kunst selbst: In Bildzitaten blitzt immer wieder Beckmanns immenses kunstgeschichtliches Wissen auf. Seine Landschaften sind somit als eine Art Summe seines Weltverständnisses zu betrachten.
Grundsätzlich liefern wir die Ausgabe in Deutsch. Bitte geben Sie kurz an, wenn Sie die Englische Ausgabe (ISBN 978-3-7757-3147-8) wünschen.
Zur Ausstellung
Max Beckmann. Die Landschaften
04.09.11 - 11.01.11
Kunstmuseum Basel
Max Beckmann (Leipzig 1884 – 1950 New York) ist einer der Titanen der Moderne, dabei verstand er sich selbst als der letzte Alte Meister. Er schloss sich keiner der avantgardistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts an, und doch haben die Erfahrungen des Impressionismus, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit und der abstrakten Kunst in seinem Werk Spuren hinterlassen. Lange Zeit wurde Beckmann als typisch deutscher Künstler wahrgenommen, erst in den letzten Jahren ist seine Bedeutung durch Retrospektiven in Paris, London und New York international angemessen gewürdigt worden.
Entgegen der Tendenz der Moderne zur Auflösung der traditionellen Gattungen hielt Beckmann ein Leben lang fest an den klassischen Genres des Figurenbildes, dies in Form von Portraits, mythologischen Tableaus und Akten, des Stilllebens und der Landschaft. Berühmt als Maler der «condition humaine», hat er zugleich wie kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts das Landschaftsbild auf herausragende und eindringliche Weise erneuert. Die grosse Sonderausstellung im Kunstmuseum Basel richtet nun den Blick auf das Landschaftswerk des Künstlers. Zu sehen sind 70 Gemälde, Meisterwerke wie Der Hafen in Genua aus dem St. Louis Art Museum oder Meeresstrand aus dem Museum Ludwig, Köln, aber auch grandiose Werke aus zahlreichen Privatsammlungen, die teilweise kaum je ausgestellt waren. Zwei weitere Ausstellungen schaffen eine ideale Ergänzung und die einmalige Gelegenheit, sich umfassend mit dem Werk von Beckmann zu beschäftigen: Max Beckmann. Von Angesicht zu Angesicht im Museum der bildenden Künste, Leipzig (17. September 2011 – 22. Januar 2012) sowie Beckmann & Amerika im Städel Museum, Frankfurt (7. Oktober 2011 – 8. Januar 2012).
In seinen Landschaftsbildern zeigt sich Beckmanns künstlerische Entwicklung in Reinform. Weniger geprägt von allegorischen Sinnschichten, werden hier die grossartigen malerischen Qualitäten Beckmanns auf unmittelbare Weise sichtbar. Auffällig bleibt Beckmanns distanzierte Sichtweise auf die Landschaft: Fensterausblicke, Vorhänge, Brüstungen, Säulen und erhöhte Blickperspektiven vermitteln öfters zwischen bewohnter Welt und der Unbegrenztheit der Natur. Persönliche Gegenstände, die als Stilllebenrest im Vordergrund dieser Landschaften häufig auftauchen, lassen die Anwesenheit des Künstlers spürbar werden. Die Ausblicksdramaturgie macht deutlich, dass Beckmann ein abstrakt konzipiertes Bild von Landschaft mit dem erinnerten Landschaftseindruck vereint, der die Grundlage eines jeden Bildes ist. Der Blick, den er auf die Natur richtet, klärt seinen Standpunkt und setzt ihn in ein Verhältnis zur Welt. Wie sich dieses Verhältnis verändert, zeigen die Landschaftsbilder aus den verschiedenen Lebensphasen.
Kuratoren: Bernhard Mendes Bürgi, Nina Peter
Details
Herausgeber: Bernhard Mendes Bürgi und Nina Peter
Gestaltung: Schott & Schibig
Texte: Hans Belting, Mendes Bernhard Bürgi, Eva Demski, Nina Peter, Maren Stotz, Beatrice von Bormann
Verlag: Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
Erstausgabe: 12.09.2011
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2011
Seitenanzahl: 236 Seiten
Buchart: Gebunden mit Schutzumschlag
Abbildungen: 147 Abbildungen, davon 117 farbig
Sprache: Deutsch | Englisch
ISBN 10: 3-7757-3146-6 | 3-7757-3147-4
ISBN 13: 978-3-7757-3146-1 | 978-3-7757-3147-8
Größe: ca. 304 x 248 x 28 mm
Gewicht: ca. 1.750 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







