Max Ernst Une semaine de bonté - Originalcollagen
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Beschreibung
Werner Spies, Achim Sommer und Klaus Albrecht Schröder (Hrsg.)
Max Ernst. Une semaine de bonté
Die Originalcollagen
Die Originale: Max Ernsts schönster Collagenroman
Erstmals werden hier die originalen Collagen des Bildromans in Farbe veröffentlicht. »Une semaine de bonté ou les sept elements capitaux« stellt einen Höhepunkt im Œuvre von Max Ernst (1891-1976) dar. Mit 182 Bildern ist dieser 1934 in Paris erschienene Collagenroman der umfangreichste und aufwändigste seiner Bildromane. Für die Herstellung der Collagen verwendete Max Ernst Bildmaterial des 19. Jahrhunderts, darunter Holzstichmotive aus populären Romanen, Zeitschriften und Verkaufskatalogen.
Mit dieser erstmaligen Veröffentlichung der Originalcollagen lässt sich sein Collageverfahren nachvollziehen und die faszinierenden Bildfindungen genauer lesen.
Im Gegensatz zu ihrem Titel thematisieren diese Collagenfolgen mit Anspielungen auf die Schöpfungsgeschichte Macht, Gewalt, Folter, Mord, das Verhältnis der Geschlechter, bürgerliche Dramen und die Ödipus-Sage.
Rund siebzig Jahre nach ihrer Entstehung ist die Aktualität von »Une semaine de bonté« ungebrochen. Hier verdichtet sich in herausragender Weise die künstlerische Devise von Max Ernst, »Aggressivität« und »Erhebung« beim Betrachter auszulösen. Seine spezifische künstlerische Instrumentierung der populären Bilderflut, die Provokation visionärer Welten und die Herausforderung der Fantasie des Betrachters bleiben ebenso faszinierend wie aktuell.
Buch zur Ausstellung:
Albertina, Wien: 20. Februar - 27. April 2008
MaxErnstMuseum, Brühl: 9. Mai - 7. September 2008
Kunsthalle Hamburg: 19. September 2008 bis 11. Januar 2009
Zur Ausstellung in Brühl
Max Ernst - Une semaine de bonté. Die Originalcollagen
10.05. - 07.09.2008
MaxErnstMuseum, Brühl
Das Max Ernst Museum zeigt die spektakuläre Wieder- entdeckung aller 184 Originalcollagen aus dem Jahr 1933, die als Druckvorlage für den Collageroman von Max Ernst "Une semaine de bonté" (Eine Woche der Güte) dienten. Erstmals seit ihrer Entstehung können alle Blätter der umfangreichsten und berühmtesten Bildgeschichte des Surrealismus nach mehr als 70 Jahren vollständig der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Originale geben einen spannenden Einblick in die Arbeitsweise und außergewöhnliche Kreativität des Surrealisten. Die Ausgangsmaterialien, die Max Ernst für seine Collagen verwendet, sind ausnahmslos Holzstiche illustrierter Populärromane, naturwissenschaftlicher Zeitschriften oder Verkaufskataloge des 19. Jahrhunderts, die er durch perfekte Schnitt- und Klebetechnik motivisch umdeutet. Die so entstandenen visionären Bildwelten mit ihrem beißenden gesellschaftlichen Tenor vermitteln eine bezwingende Suggestionskraft und bleiben an Intensität, Spannung und Anspielungen bis heute faszinierend aktuell.
Die vom Max Ernst Museum Brühl in Kooperation mit der Albertina in Wien realisierte Ausstellung gewährt diesen äußerst seltenen Blick auf eines der Schlüsselwerke des Surrealismus. Im Anschluss wird die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle, im Mapfra, Madrid, sowie im Musée d'Orsay, Paris, zu sehen sein.
Zur Ausstellung in Hamburg
Max Ernst. Une semaine de bonté
Die Originalcollagen
19. September bis 11. Januar 2009
Hamburger Kunsthalle
Galerie der Gegenwart, Sockelgeschoss
1934 publizierte Max Ernst in Paris seinen berühmten Collageroman „Une semaine de bonté“. Die insgesamt fünf Hefte – alle nach einzelnen Wochentagen benannt – gehören heute zu den faszinierendsten Dokumenten des Surrealismus. Inspiriert von den Holzstichen der populären Zeitschriften des späten 19. Jahrhunderts, aber auch von Künstlern wie Max Klinger oder Gustave Doré, schuf Max Ernst absurd phantastische Bildvisionen, die um Eifersucht, Mord und Tod kreisen.
Die Ausstellung zeigt nun erstmals seit 1936 die Originalcollagen von „Une semaine de bonté“ („Eine Woche der Güte“) und gibt damit einen Einblick in die Entstehung der Werke. Mit genialer Schnitt- und Klebetechnik kombiniert Max Ernst seine Motive zu anspielungsreichen und verführerischen Bildwelten. Dabei dreht er die ursprünglichen Darstellungen teils um neunzig Grad, versetzt sie in einen Schwebezustand oder lässt sie um ihre Achse kreisen. Durch diese Verfremdung schafft er provozierend rätselhafte Szenarien. Die einzigartige Präsentation der insgesamt 184 Originalcollagen entstand in Kooperation mit der Albertina in Wien und dem Max Ernst Museum Brühl.
Die Collagen gelten in ihrer Gesamtheit als eines der Hauptwerke von Max Ernst und wurden bis heute nur ein einziges Mal gezeigt - im März 1936 im „Museo Nacional de Arte Moderna“ in Madrid. Nachdem die Ausstellung in der berühmten Albertina in Wien zu sehen war, wird sie im Max Ernst Museum Brühl und in der Hamburger Kunsthalle gezeigt.
Werner Spies, dem großen Kenner des Werkes von Max Ernst, der über viele Jahre mit dem Künstler befreundet war, gebührt das Verdienst, dass der Zyklus erstmals in diesem Umfang gezeigt werden kann. Realisiert werden konnte die Ausstellung dank der großzügigen Leihgabe des französischen Verlegers und Sammlers Daniel Filipacchi und der Isidore Ducasse Foundation in New York.
Kuratorin der Ausstellung: Dr. Petra Roettig
Inhaltsverzeichnis
| Autor | Inhalt | Seite |
| Klaus Albrecht Schröder, Achim Sommer, Hubertus Gaßner | VORWORT | 6 |
| Werner Spies | ZUR AUSSTELLUNG | 8 |
| Werner Spies | DIE DESASTER DES JAHRHUNDERTS | 10 |
| DIE ORIGINALCOLLAGEN | ||
|
ERSTES HEFT Le lion de Beifort |
73 | |
|
ZWEITES HEFT L'eau |
111 | |
|
DRITTES HEFT La cour du dragon |
141 | |
|
VIERTES HEFT Œdipe |
189 | |
|
FÜNFTES HEFT Le rire du coq |
223 | |
| L'ile de Piques | 241 | |
| L'interieur de la vue | 253 | |
| La cle des chants | 273 | |
| Jürgen Pech | DIE FOKUSSIERUNG DER PHANTASIE | 286 |
| BIOGRAPHIE | 306 | |
| DIE ERSTAUSGABE | 314 | |
| KATALOG | 318 |
Über Werner Spies
Werner Spies wurde 1937 in Tübingen geboren und wuchs in Rottenburg am Neckar auf. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Romanistik in Wien, Paris und Tübingen. Seit 1975 Lehrstuhl für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der Kunstakademie in Düsseldorf. Von 1997 bis 2000 Direktor des Musée National d´Art Moderne am Pariser Centre Georges Pompidou.
Werner Spies ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und gehört der französischen Ehrenlegion an.
In Paris freundete er sich mit Künstlern wie Marcel Duchamp und den Giacometti-Brüdern an. Einflußreich auf seine späteren Arbeiten war schließlich auch seine persönliche Bekanntschaft mit Max Ernst und Pablo Picasso: "Ich glaube, die Beschäftigung mit Kunst, die nicht nur lebt, sondern hinter der auch ein erkennbares Denken und Fühlen stehen, ist eine Notwendigkeit. Ich sehe einen Vorteil darin, über Picasso und Max Ernst gearbeitet zu haben, weil ich sie gekannt habe." (Stgt. Ztg., 1997).
Organisation zahlreicher Ausstellungen in Paris, Düsseldorf, Stuttgart, Tübingen, Tokio und Berlin mit Werken von Max Ernst und Picasso.
Weiter beschäftigte sich Werner Spies auch mit dem Werk französischer Schriftsteller. Neben anderen übersetzte er Werke von Marguerite Duras und Nathalie Sarraute ins Deutsche.
Journalistische Arbeit, u. a. aus Paris für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Über Klaus Albrecht Schröder
Klaus Albrecht Schröder studierte Kunstgeschichte in Wien; von 1988 bis 1999 Direktor des Wiener Kunstforums; seit 1996 Präsident der Interessensgemeinschaft österreichischer Museen und Ausstellungshäuser (IMA); seit 1999 Direktor der Albertina, Wien. Herausgeber und Verfasser zahlreicher Publikationen und Beiträge zur österreichischen und internationalen Kunstgeschichte, Kunstsoziologie und Ästhetik.
Details
Herausgeber: Werner Spies, Achim Sommer und Klaus Albrecht Schröder
Texte: Werner Spies und Jürgen Pech
Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
Erstauflage: 21.02.2008
Auflage: 2. Auflage
Jahr: 28.04.2008
Seitenanzahl: 320 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 182 Farbabbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-8321-9078-1
ISBN 13: 978-3-8321-9078-1
Größe: ca. 286 x 216 x 36 mm
Gewicht: ca. 1.600 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







