Oskar Kokoschka neu gesehen „Spur im Treibsand“

 

29,95 EUR

ISBN: 9783865685247  

incl. 7% USt. zzgl. Versand

 
 
Anzahl:   St



Beschreibung

Régine Bonnefoit und Ruth Häusler (Hrsg.)
„Spur im Treibsand“ - Oskar Kokoschka neu gesehen
Briefe und Bilder

Die Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Predigerchor der Zentralbibliothek Zürich vereint die Studien einer internationalen Gruppe von Kokoschka-Forschern. Die einzelnen Beiträge sind das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung mit dem mehr als 20 000 Dokumente umfassenden schriftlichen Nachlass von Kokoschka in der Zentralbibliothek Zürich. Durch eine Auswahl weitgehend unbekannter Briefe, Zeichnungen und Photographien aus diesem Fundus und aus dem Oskar-Kokoschka-Zentrum in der Universität für angewandte Kunst in Wien werden dem Leser neue Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers gewährt. Das Buch enthält neue Dokumente zu Kokoschkas Biographie, zu seinen Lieb- und Leidenschaften, seinen Reisen durch Europa und Nordafrika, seinen Erfahrungen durch Krieg, Verfolgung und Exil, zu seiner 1953 gegründeten „Schule des Sehens“ und seiner Hinwendung zur Welt der Antike nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Material ergänzen Werke aus der Fondation à la mémoire d’Oskar Kokoschka in Vevey, wodurch sich Bilder und Schriftstücke wie in einem Puzzle gegenseitig ergänzen und erhellen.

 

Lieferzeit: Standard max. 21 Tage, Schnellversand 2 Tage*

Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
Susanna Bliggenstorfer und Christoph Eggenberger Geleitwort 8
Régine Bonnefoit und Ruth Häusler Vorwort 9
Annette Windisch »Eine duftige Geschichte vor dem Roman« - unbekannte Widmungszeichnungen von Kokoschka 11
Régine Bonnefoit und Bernadette Reinhold Die Nachlassbibliothek von Oskar Kokoschka - neue Perspektiven in der Kokoschka-Forschung 35
Gunhild Bauer Kokoschkas Erlebnis des Orients - die Orientbilder der Reisen in den Jahren 1928, 1929 und 1930 63
Keith Holz The politics of mobility and mutilation in Kokoschka's exile years (1934-1949) 77
Régine Bonnefoit und Ruth Häusler Zur Genese der späten Porträts von Oskar Kokoschka 93
Hermann Köstler »Ich spiele gern die zweite Geige« - Olda Kokoschka 1915-2004 121
  ANHANG  
Friedbert Scharfetter Oskar Kokoschka und seine »Schule des Sehens« - Persönliche Erinnerungen 125
Ruth Häusler Ausgewählte Briefe aus dem schriftlichen Nachlass von Oskar und Olda Kokoschka und aus Privatbesitz 137
  Ausgewählte Literatur 172
  Abbildungsnachweis 174

Zur Ausstellung

«Spur im Treibsand»
Oskar Kokoschka neu gesehen.
Briefe und Bilder
14.04. - 02.10.2010
Zentralbibliothek Zürich, Predigerchor


Das Schweizer Kokoschka-Jahr 2010

Die Ausstellung der Zentralbibliothek Zürich bildet den Auftakt des Schweizer Kokoschka-Jahres 2010. Vor hundert Jahren unternahm der 1886 in Österreich geborene Künstler in Begleitung des Architekten Adolf Loos seine erste Auslandsreise in die Westschweiz. Im Januar 1910 entstanden dort das Bildnis der Tänzerin Bessie Bruce, die unter dem Titel Les Dents du Midi bekannte Landschaft sowie das berühmte Porträt des Naturforschers Auguste Forel.

Spur im Treibsand – so nannte Kokoschka seine 1956 erschienene Ausgabe von Geschichten, die er seiner Frau mit den Worten «Für Olda / Erzählt von O.K.» widmete. In das Olda geschenkte Exemplar zeichnete Kokoschka mit Buntstiften seine hagere Silhouette auf der Wanderung durch eine Wüste. Als einzige Zeugen seines bewegten Lebensweges, den die Zeichnung metaphorisch darstellt, bleiben die Fussspuren.

Der Titel und die Buntstiftzeichnung auf dem Deckblatt dieses Faltblattes versinnbildlichen das Anliegen der Ausstellung: Die mehr als 20’000 Dokumente im schriftlichen Nachlass des Künstlers, der zu den zahlreichen Schätzen der Zentralbibliothek Zürich gehört, muten auf den ersten Blick wie Sandkörner in einer Wüste an. Um dieses gewaltige Material zu erkunden, hat sich eine internationale Gruppe von Kokoschka-Forschern auf die Spurensuche in einem Meer aus Sandkörnern begeben. Sie sind dabei auf neue Fussspuren und unbekannte Pfade in Kokoschkas verschlungenem Lebensweg gestossen, die es erlauben, den Künstler immer wieder «neu zu sehen», wie der Untertitel der Ausstellung ankündigt. Gezeigt werden viele bisher unbekannte Dokumente zu seiner Biographie, zu seinen Lieb- und Leidenschaften, seinen Reisen durch ganz Europa und Nordafrika, seinen schmerzlichen Erfahrungen durch Krieg, Verfolgung und Exil, aber auch zu Kokoschkas «Schule des Sehens», der von ihm 1953 gegründeten Internationalen Sommerakademie in Salzburg, seinem Wirken als Bühnenbildner für Theater und Oper und seiner Hinwendung zur Welt der Antike nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben Autographen, Zeichnungen und Photographien aus dem schriftlichen Nachlass erscheinen Werke der Fondation à la mémoire de Oskar Kokoschka in Vevey, wobei sich Bilder und Schriftstücke gegenseitig ergänzen und erhellen. So werden dem Besucher neue und überraschende Einblicke in das Leben und Werk des grossen Künstlers gewährt.

Die Ausstellung und die Begleitpublikation wurden von der Zentralbibliothek Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Fondation à la mémoire de Oskar Kokoschka erarbeitet. Beide Institutionen besitzen dank grosszügiger Schenkungen durch Olda Kokoschka einmalige Sammlungsbestände aus allen Lebens- und Schaffensphasen des Künstlers.

Details

Herausgeber: Régine Bonnefoit und Ruth Häusler
Autoren: Susanna Bliggenstorfer, Christoph Eggenberger, Annette Windisch, Régine Bonnefoit, Ruth Häusler, Bernadette Reinhold, Gunhild Bauer, Keith Holz, Hermann Köstler und Friedbert Scharfetter
Verlag: Michael Imhof Verlag, Petersberg
Erscheinungstermin: 04/2010
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2010
Seitenanzahl: 174 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 81 Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-2581-8
ISBN 13: 978-3-86568-524-7
Größe: ca. 288 x 246 x 18 mm
Gewicht: ca. 1.350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen