Paula Modersohn-Becker | Der andere Blick
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Beschreibung
Kai Artinger
Paula Modersohn-Becker
Der andere Blick
Bisher verdrängen Kunstwelt und Forschung mehrheitlich die ambivalente Rezeptionsgeschichte von Paula Modersohn-Beckers Werk. Das vorliegende Buch verhandelt die Wirkung ihres Œuvres erstmals kritisch.
Paula Modersohn-Becker gilt als die berühmteste Künstlerin Deutschlands, als Mutterfigur einer ganzen Künstlerinnen-Generation und als “Pionierin der Moderne”. Ihre Arbeiten wie Liegende Mutter mit Kind und das Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag sollen Tabus gebrochen haben, werden als Inkunabeln der Emanzipation verehrt. Der Autor des Buches kann zeigen, dass solche Einschätzungen auf der Ausblendung der frühen Rezeptionsgeschichte ihres Werkes beruhen. Er geht erstmals der Frage nach, warum die Künstlerin vor 1933 besonders von völkisch orientierten Bewunderern gefördert wurde. Ihr größter Verehrer und Sammler war der Bremer Industrielle Ludwig Roselius, ein Unterstützer der Nationalsozialisten. Die Kunst der Moderne lehnte er ab, was ihn jedoch nicht daran hinderte, für seine Modersohn-Becker-Sammlung 1927 ein Museum zu errichten. Diesem Widerspruch geht Artinger auf den Grund. Das Buch ist daher keine weitere Künstlerbiografie, sondern eine kritische und facettenreiche Darstellung von Wirkung und Beurteilung Modersohn-Beckers.
Über Kai Artinger
Kai Artinger ist Kunsthistoriker, Ausstellungskurator und Autor in Berlin. 2001 baute er in Lübeck das Forum für Literatur und Bildende Kunst / Günter Grass-Haus mit auf. Leiter des Forums bis 2006. Publikationen u.a. zur Künstlerkolonie Worpswede sowie Autor mehrerer Krimis.
Details
Autor: Kai Artinger
Verlag: Gebr. Mann Verlag, Berlin
Auflage: Erstauflage
Jahr: 03/2009
Seitenanzahl: 160 Seiten
Buchart: Broschur
Abbildungen: 20 Abbildungen, davon 8 farbig
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7861-2596-1
ISBN 13: 978-3-7861-2596-9
Größe: ca. 204 x 136 x 10 mm
Gewicht: ca. 350 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







