Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv | Museum Ludwig
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Beschreibung
Gianni Mercurio
Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv
»Bei meiner Kunst geht es nicht um Form. Es geht ums Sehen.«
ROY LICHTENSTEIN
Berühmt für seine Bilder, die auf populären Motiven der Comic und Werbewelt beruhen, setzte sich Roy Lichtenstein Zeit seines Lebens auch mit Werken seiner Künstlerkollegen auseinander. Die Publikation von Gianni Mercurio versammelt erstmals sämtliche Arbeiten, in denen der – neben Andy Warhol – wohl bekannteste aller Pop-Künstler sich mit Werken anderer Künstler beschäftigt: mehr als 100 Interpretationen hochrangigerWerke, meist großformatige Gemälde. Begleitet von den entsprechenden Vorzeichnungen Lichtensteins entfaltet sich eine eigenwillige Zeitreise vom Kubismus über den Expressionismus, Futurismus, der Moderne um 1930 bis zur Minimal Art und zum Abstrakten Expressionismus. Lichtenstein kopiert nicht etwa, sondern findet für die klassischen Werke seine eigene, auf der Pop-Art basierende Herangehensweise. Die Sichtweise eines der größten Künstler des 20. Jahrhunderts auf die Moderne eröffnet neue Perspektiven.
Inhaltsverzeichnis
| Autor | Inhalt | Seite |
| Stephan Diederich | Roy Lichtenstein, die Sammlung Ludwig und ein neues Bild | 18 |
| Gianni Mercurio | Modern postmodern: Roy Lichtenstein | 31 |
| Demetrio Paparoni | Lichtenstein, das Raster, das Schweigen und die Kunst nach Manet | 49 |
| Robert Pincus-Witten | Connecting the Dots – eine Verbindung der Punkte | 69 |
| Annabelle Ténèze | Lichtenstein und die Kopie, die keine ist | 77 |
| Frederic Tuten | Fünf Ateliers und ein paar Noten | 87 |
| Mit Künstlerzitaten, zusammengestellt von Ida Parlavecchio | Kunst als Motiv | |
| Modernität und Trivialität | 101 | |
| Jenseits der Moderne | 121 | |
| Jenseits von Picasso | 137 | |
| Bewegung und Zeit | 145 | |
| Die Banalität der Abstraktion | 155 | |
| Das Mechanische als leitender Gedanke | 179 | |
| Stillleben | 193 | |
| Erstarrte Pinselstriche | 211 | |
| Malen nach Pinselstrichen | 221 | |
| Die Rationalität des Unterbewussten | 235 | |
| Expressionistisches Formenvokabular | 261 | |
| Das Bild vom Indianer | 277 | |
| Landschaft als Effekt | 287 | |
| Recherchiert von Elena Paloscia und Evan Reehl Ryer | Quellen und kunstgeschichtliche Bezüge | 307 |
| Lebensdaten | ||
| Clare Bell | Biografie | 358 |
Zur Ausstellung
Roy Lichtenstein
Kunst als Motiv
2. Juli – 3. Oktober 2010
Museum Ludwig, Köln
Die Rasterpunkte des Pop Art Meisters Roy Lichtenstein (1923–1997) sind weltberühmt. Nach Motiven aus der Comic- und Konsumwelt schuf Lichtenstein Gemälde, die er aus Punkten und Farbflächen zusammensetzte. In der Ausstellung im Museum Ludwig sind nun noch ganz andere Seiten seines Oeuvres zu entdecken: In rund 100 Exponaten, überwiegend großformatigen Gemälden sowie begleitenden Zeichnungen und Skulpturen wird seine Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Stilrichtungen von Expressionismus und Futurismus bis Bauhaus, Art déco oder der Landschaftsmalerei Ostasiens nachvollziehbar. Werke und stilistische Eigenarten von Künstlerheroen wie Monet, Matisse, Mondrian und Dalí tauchen als Themen und Versatzstücke auf, von Lichtenstein gleichermaßen ironisch wie meisterhaft in seiner eigenen Bildsprache interpretiert. Auch Picasso erscheint in diesen Verarbeitungen in völlig neuem Licht, wird zum Pseudo-Comic, der das klischeehafte Bild des Künstlers spiegelt. Die eindrucksvollen Gemälde aus der Serie der „Brushstrokes“ zeigen nichts als gigantische, stilisierte Pinselstriche. Sie zeugen von Lichtensteins grundlegender Reflexion über Malerei und können als Kernstück der Ausstellung verstanden werden.
Das Museum Ludwig besitzt die größte Sammlung amerikanischer Pop Art außerhalb der USA, darunter auch zahlreiche Werke Lichtensteins. Im Anschluss an den Besuch der Lichtenstein-Ausstellung empfiehlt sich ein Rundgang durch die ständige Sammlung des Museums, der aufschlussreiche Einblicke und Vergleiche mit Werken von Léger und Picasso bis hin zu Kirchner oder Magritte ermöglicht.
Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Roy Lichtenstein Foundation organisiert. Von Januar bis Mai war sie in anderer Form in Mailand in der „Triennale di Milano“ unter dem Titel „Roy Lichtenstein: Meditations on Art“ zu sehen.
Über Gianni Mercurio
Gianni Mercurio, Kurator und Autor, lebt in Rom. Zuletzt publizierte er zu Andy Warhol, Keith Haring und Jean-Michel Basquiat. Die Monografie zu Roy Lichtenstein entstand in Zusammenarbeit mit der Lichtenstein Foundation.
Details
Autor: Gianni Mercurio
Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
Auflage: Erstauflage
Jahr: 02.07.2010
Seitenanzahl: 372 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 412 farbige und 111 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-8321-9342-1
ISBN 13: 978-3-8321-9342-3
Größe: ca. 304 x 284 x 34 mm
Gewicht: ca. 3.000 Gramm
Zustand: neu, ungelesen, Buchhandelsausgabe







