August der Starke und sein Großmogul | Dinglinger

 

24,90 EUR

ISBN: 9783777421100  

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Beschreibung

Prof. Dr. Dirk Syndram
August der Starke und sein Großmogul

Mit dem Thron des Großmoguls schuf der geniale Juwelenkünstler Johann Melchior Dinglinger für August den Starken den barocken Traum von Reichtum und Macht des Fernen Ostens. Die Pracht des Meisterwerks lässt sich durch die Fotos von Jörg Schöner ganz neu entdecken.

Der Juwelenkünstler Dinglinger war sich ganz sicher: niemals habe ein anderer Künstler ein derartiges Werk geschaffen und kein anderer werde es jemals versuchen. Er hatte recht. Sein sehr prächtiger und kostbarer Thron des indischen Großmoguls an seinem Geburtstag blieb ein einmaliges Wunderwerk des Spätbarocks. August der Starke erwarb es 1709 und stellte es im Grünen Gewölbe auf. Der Kurfürst-König konnte nun in seiner eigenen Schatzkammer am Traum von Reichtum und Macht des Fernen Ostens teilhaben. Bis heute erschließt sich erst in der Nahsicht dieses weltbekannte Werk. Durch die Fotografien von Jörg Schöner, aufgenommen mit einer speziellen Kameratechnik, wird das in diesem faszinierenden Band möglich.

 

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Über Prof. Dr. Syndram

Prof. Dr. Dirk Syndram ist seit 1993 Direktor des Grünen Gewölbes. Der Kunsthistoriker ist zudem seit 2002 verantwortlich für die gesamte Neueinrichtung des Dresdner Residenzschlosses. Er studierte Kunstgeschichte, Ägyptologie und Archäologie an der Universität Hamburg. Nach mehrmonatigen Forschungsaufenthalten in London und Paris promovierte er 1985 mit der Arbeit"Ägypten-Faszinationen. Untersuchungen zum Ägyptenbild im europäischen Klassizismus bis 1800". Von 1986 bis 1987 war er als wissenschaftlicher Museumsassistent bei den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz in Berlin tätig. Von 1987 bis 1992 leitete er die im Aufbau befindliche Kunstgewerbesammlung/Stiftung Huelsmann in Bielefeld. Syndram betont, im Grünen Gewölbe handele es sich um"die einzig erhaltene Schatzkammer des Barocks"dieser Größe.

Das Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss

Das Grüne Gewölbe ist eine der reichsten und berühmtesten Schatzkammern Europas. Der sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke (1670-1733) ließ das Museum zwischen 1723 und 1729 unter der Leitung Matthäus Daniel Pöppelmanns errichten. Der Oberlandbaumeister erweiterte dafür die vier Räume, die damals schon mehr als 150 Jahre lang als sächsischer Staatstresor gedient hatten und bereits im 16. Jahrhundert aufgrund malachitgrün gestrichener Architekturteile im Pretiosensaal den Namen "Geheime Verwahrung des Grünen Gewölbes" trugen, zu einer dramaturgisch angelegten Folge von 8 Räumen.
Mit der Aufstellung des Juwelenschrankes im größten Raum der Geheimen Verwahrung, dem späteren Pretiosensaal, hatte August der Starke bereits einige Jahre früher begonnen, seine Schätze einer ausgewählten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Er präsentierte Objekte, die er aus der 1560 gegründeten sächsischen Kunstkammer und der Schatzkammer auswählte und durch eine Fülle selbst erworbener Objekte ergänzte. Es entstand eines der ältesten Museen Europas, das die Zeiten und Moden bis ins 20. Jahrhundert überdauerte.

Dem Angriff auf Dresden am 13. Februar 1945 fielen drei der acht aufwendig ausgestatteten Räume des Grünen Gewölbes im Residenzschloss zum Opfer. Die beweglichen Kunst-gegenstände hatte man bereits auf die Festung Königstein im nahegelegenen Elbsandsteingebirge in Sicherheit gebracht. Direkt nach Kriegsende wurden die ausgelagerten Werke von der Trophäenkommission der Roten Armee beschlagnahmt und in die UdSSR abtransportiert. Aufgrund eines Beschlusses der sowjetischen Regierung konnten sie 1958 nach Dresden zurückkehren.
1959 zogen Teile der Sammlung in Räumlichkeiten des Albertinums ein, da eine Rückkehr in das Dresdner Schloss aufgrund der Kriegszerstörungen unmöglich war.
Nach über einem halben Jahrhundert und langen Vorarbeiten konnte 2001 mit der Restaurierung und Rekonstruktion der historischen Räume begonnen werden.

Details

Autor: Prof. Dr. Dirk Syndram
Verlag: Hirmer Verlag, München
Erstausgabe: 09/2014
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2014
Seitenanzahl: 116 Seiten
Buchart: Hardcover
Abbildungen: 71 Abbildungen in Farbe
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-2110-3
ISBN 13: 978-3-7774-2110-0
Größe: ca. 287 x 245 x 17 mm
Gewicht: ca. 1.100 Gramm
Zustand: neu, ungelesen