Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550-1800 Bd. 1+2
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Beschreibung
Günter Irmscher
Das Kölner Goldschmiedehandwerk 1550 - 1800, Band I und II
Eine Sozial- und Werkgeschichte
Als eine der bedeutendsten Städte des Mittelalters war Köln ein Hort reichster Kunstschätze - man denke nur an die weltberühmten Schreine aus Gold, Silber und Edelsteinen. Weniger bekannt hingegen ist, dass die Stadt auch noch in der frühen Neuzeit als kulturelles Zentrum unterschiedlichster Ausprägung zugleich mit seiner Goldschmiedekunst ein Produktionsort künstlerisch herausragenden Handwerks blieb.
Die Publikation rekonstruiert erstmals unter Auswertung auch bisher nicht beachteter Archivalien die Zunftgeschichte der Goldschmiede für den Zeitraum zwischen 1551 und 1798. Mit großer Sorgfalt untersucht der Autor die Beschau- und Meisterzeichen, die Zunftordnungen, den Werdegang vom Lehrjungen über die Gesellenzeit bis hin zum Meister. Er analysiert Meisterstücke und informiert über religiöse Bruderschaften.
Ein weiterer Schwerpunkt des Werkes wirft ein völlig neues Licht auf die handwerkliche Praxis. Aufgrund des akribischen Quellenstudiums kann dieser Band genaue Auskunft geben über Arbeitsteilung, Spezialisierung, Kooperation der Goldschmiede untereinander, Auftragsvergabe und Typenvielfalt des Kölner Silbers. Ein dritter Teil beleuchtet die bisher fast unbekannte Wirtschaftsgeschichte des Goldschmiedehandwerks. Der Autor kommt zu überraschenden Ergebnissen hinsichtlich der Art und Zahl der Meister. Er untersucht den Handel mit Gold, Silber, Edelsteinen und den daraus gefertigten Produkten. Auch die Auswirkungen durch die Konkurrenz des fremden Silbers werden beleuchtet.
Der vierte Teil erfasst alle dem Autor bekannt gewordenen Werke und erstellt Biographien der bedeutendsten Meister.
Ein ausführlicher Anhang dokumentiert wichtige Quellentexte und reproduziert bildlich alle bekannten Stadtmarken. Ein Muss für Sammler und Museen.
Klappentext
Diese lang erwartete, zweibändige Forschungsarbeit von Günter Irmscher schließt eine Lücke: Der Autor legt hiermit ein grundlegendes Nachschlagewerk für alle vor, die an europäischen Goldschmiedearbeiten interessiert sind. Er rekonstruiert erstmals die Zunftgeschichte der Goldschmiede von der Einführung der Beschaupflicht bis zum Ende der Zunft, also den Zeitraum zwischen 1551 und 1798. Private Sammler und Museen finden in dem opulenten Tafelband mit mehr als 650 Fotografien unentbehrliche Vergleichsobjekte.
Günter Irmscher untersucht die Werke ebenso wie die Lebensläufe der Goldschmiede. Er wirft neues Licht auf die handwerkliche Praxis, die Arbeitsteilung und Spezialisierung, die Kooperation der Goldschmiede untereinander, die Auftragsvergabe und die Typenvielfalt des Kölner Silbers. Auch bei der bisher fast unbekannten Wirtschaftsgeschichte des Goldschmiedehandwerks kommt Irmscher zu überraschenden Ergebnissen.
Mit kriminalistischem Feingespür gelingt es ihm, Leben in bislang wenig beachtete Archivalien zu bringen. Die Biographien der bedeutendsten Meister und ihre Werke machen das Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk. E in ausführlicher Anhang dokumentiert wichtige Quellentexte und reproduziert alle bekannt gewordenen Stadtmarken in fünffacher Vergrößerung.
Der Autor belegt mit dieser Arbeit, daß Köln nicht nur im Mittelalter, sondern auch noch in der frühen Neuzeit ein Produktionsort künstlerisch herausragender Handwerke mit der Goldschmiedekunst an der Spitze blieb.
Vorwort
Bereits dreimal, und zwar von seiten Carola van Harns, Wolfgang Schefflers und Carl-Wolfgang Clasens, war die Kölner Goldschmiedekunst der frühen Neuzeit in den letzten Jahrzehnten Gegenstand gründlicher Recherchen, vor allem hinsichtlich der Stadt und Goldschmiedezeichen. Dieses Forschungsrad soll ungeachtet der hier erstmaligen photographischen Reproduktion aller dem Verfasser bekannt gewordenen Stadtzeichen in der vorliegenden Publikation nicht ein weiteres Mal neu erfunden werden. Was demgegenüber fehlte, war eine Gesamtdarstellung der Geschichte des Kölner Goldschmiedeamtes und seiner Werke seit Einführung der Beschaupflicht ca. 1550 bis zur Aufhebung des Amtes gegen 1800 aus sozial-, wirtschafts- und werkhistoriographischer Perspektive. Ebendies ist Thema der vorliegenden Publikation und zwar auf Grundlage möglichst aller erreichbaren Archivalien und erhaltenen Goldschmiedewerke.
Ein besonderes historiographisches Problem hinsichtlich der erhaltenen Goldschmiedewerke ist die sich stets widersprechende Relation von »synchroner« Struktur und »diachroner« Geschichte, denn jede mögliche Gliederung des Materials zerstört den jeweils einzigartigen historischen Kontext von Meister, Objekt und Zeit: Eine Gliederung nach Objekttypen zerstört die Geschlossenheit von Meisteroeuvres und die Synchronie, eine streng chronologisch von Jahr zu Jahr fortschreitende Erläuterung muß die Objekttypologien und Meisteroeuvres negieren, eine strikt historisch nach Meisterwerdung abfolgende Besprechung der Goldschmiedepersönlichkeiten zersplittert wiederum die Objekttypologie und die historische Gleichzeitigkeit entsprechender Objekte mit Werken anderer Meister.
Eine Lösung dieses Fatalismus sah der Autor in der Gliederung des Materials nach epochentypischen Dekorationsphasen (z.B. style rocaille ) und innerhalb dieser Phasen nach sakralen und profanen Objekttypen. Um gleichwohl die kontextuelle Gebundenheit von Goldschmiedeindividuum und seinem Gesamtwerk zu beachten, wurden in einem kurzen Kapitel nun in chronologischer Abfolge (Daten der Amtsbruderernennung) die bedeutendsten Kölner Goldschmiede mit Biographie, Werkcharakter und einigen herausragenden, im Kontext besprochenen Werken individuell vorgestellt; diese Auswahl ist naturgemäß subjektiv.
Zwar sind nach Clasens Katalogisierung aller ihm bis 1986 bekannt gewordenen Kölner Goldschmiedewerke mit Meisterzeichen eine ganze Anzahl weiterer, zum Teil bedeutender Objekte (insbesondere aus dem 16. Jahrhundert) aufgetaucht, jedoch rechtfertigte ihre relativ geringe Zahl keinen neuen Katalog; außerdem hätte er sowohl den Zeitplan wie auch den Umfang des vorliegenden Werkes weit überschritten.
Grundlage der Objekthistoriographie waren Goldschmiedewerke, die der Autor entweder selbst autopsieren konnte oder die in brauchbaren Abbildungen bekannt geworden waren. Bereits angesichts der Tatsache, daß sogar umliegende Regionen am Niederrhein von der Inventarisationstätigkeit der Denkmalämter bis heute noch nicht erfaßt worden sind, daß der Autor nicht in allen kirchlichen Institutionen recherchieren durfte, bis hin zum ständigen Auftauchen bisher unbekannter Kölner Werke im Kunsthandel und Privatbesitz - auch nach Redaktionsschluß -, wurde die vorliegende Studie im Bewußtsein verfaßt, nicht alle noch erhaltenen Werke besprochen zu haben. Die Begrenzung des Textumfangs zwang zum Verzicht auf die Besprechung (und Abbildung) von Bestecken des 18. Jahrhunderts und minoren Werken, sofern sie nicht das einzig bekannte Werk eines Goldschmieds sind.
Ein weiteres methodisches Problem ist die uneinheitliche Schreibweise der Namen der Goldschmiede. Sie wurden nicht nur bereits in den Taufregistern nach Gehör niedergeschrieben und können sogar bei eigenhändigen Unterschriften wechseln, sondern sind auch in der bisherigen Sekundärliteratur nicht homogenisiert worden (so folgt beispielsweise Clasen nicht Scheffler). Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften, wurde pragmatisch verfahren: Bei den mit Meisterzeichen bekannten Goldschmieden folgen deren Namen der Schreibweise bei Clasen (1986), die aller anderen entweder Scheffler (1973) oder philologisch korrekt den jeweiligen primären oder sekundären Schriftquellen.
Was die Wiedergabe von handschriftlichen Quellen betrifft, folgte der Autor dem ausdrücklichen Wunsch eines der Herausgeber nach Beachtung der »Richtlinien für die Edition landesgeschichtlicher Quellen« (J. Schultze 1978); Eigennamen wurden jedoch stets quellengetreu reproduziert.
Da Objekte, Fakten und komplexe Archivalientexte oft in mehrfacher Hinsicht interessant sind, ließ sich die eine oder andere Wiederholung nicht vermeiden.
Ohne das unermüdliche Engagement und die großzügigen Hilfestellungen des Direktors des Kölnischen Stadtmuseums, Dr. Werner Schäfke, der - selbst ausgewiesener Kenner Kölner Silbers - wieder einmal engagiert den beruflichen Rahmen auch dieses Arbeitsthemas realisierte, wäre die vorliegende Publikation ebenso wenig möglich gewesen wie ohne den Entschluß des Herausgebergremiums der Sigurd-Greven-Forschungen - Frau Prof. Dr. Hiltrud Westermann-Angerhausen, die Herren Prof. Dr. Dr. Günther Binding, Prof. Dr. Toni Diederich und Manfred vom Stein -, das Buch in der gleichnamigen Reihe erscheinen zu lassen. Allen gilt Dank an erster Stelle.
Im eigenen Hause ist der Autor den Damen und Herren Beatrix Alexander, Andrea Habel-Schablitzky, Petra Pfeiffer, Alexandra Stey, Rita Wagner M. A., Udo Thein, Dr. Rainer Dieckhoff, Eberhard Jeschke und Franz Schimschack für wertvolle Informationen und Hilfestellungen, dem stets engagierten Photographen Wolfgang F. Meier (Rheinisches Bildarchiv) wieder einmal für die oft unter schwierigen örtlichen Bedingungen entstandenen Objekt- und Markenaufnahmen zu tiefem Dank verpflichtet.
Ohne archivalische Forschung wäre das Ergebnis nicht denkbar gewesen. Mein Dank geht deshalb an die Leiter und Mitarbeiter des Augsburger Stadtarchivs - Dr. Wolfram Baer -, des Bonner Stadtarchivs - Dr. Manfred van Rey -, des Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf - Dr. Heike Preuß, Dr. Norbert Andernach -, des Historischen Archivs der Stadt Köln - Dr. Joachim Deeters, Dr. Manfred Huiskes, Frau Renate Radau ( ), Frau Elfie Junge -, des Kölner Diözesanarchivs - Prof. Dr. Toni Diederichs - und des Nürnberger Stadtarchivs - Dr. Horst Dieter Beyerstedt.
Ohne die aufgeschlossene Hilfsbereitschaft zahlreicher kirchlicher Repräsentanten beider Konfessionen, die einer gründlichen Autopsie und photographischen Dokumentation ihrer wertvollen sakralen Gefäße und Geräte in Köln und vielen anderen Orten in fast allen Fällen vorbehaltlos zustimmten, wäre das Forschungsprojekt bereits im Ansatz gescheitert. Mein ganz besonderer Dank geht zunächst an Dr. Martin Seidler (Köln, Generalvikariat), der - was nicht selbstverständlich ist - großzügig die Ansprechpartner aller katholischen Gemeinden, Klöster und weiterer Institutionen in Köln nannte. Mein Dank gilt ferner, was Köln betrifft, an folgende Damen und Herren: Prälat Heinrich Festing (Köln, Generalpräses des Kolpingwerks); Pfarrer Detlev Brößdorf (Kartäuserkirche); Prälat Dr. Bruno Fritzen, Frau Kormosch (Köln, Groß St. Martin); Priorin Ancilla Wissling (Köln, Kloster der Karmeliterinnen); Frau Oberin des Klosters der Ursulinen (Köln); Frau Dombaumeister Professor Dr. Barbara Schock-Werner, Dr. Birgit Lambert, Dr. Leonie Becks, Dr. Rolf Lauer (Köln, Metropolitankapitel der Hohen Domkirche - Dombauverwaltung, Dombauarchiv, Domschatzkammer); Frau Klaritsch (Minoritenkirche); Pfarrer Professor Gerhard Herkenrath (Köln, St. Alban); Pfarrer Nikolaus Natke (St. Andreas); Pfarrer Christoph Biskupek, Herrn Bruno Kieserg (Köln, St. Aposteln); Pfarrer Dr. Hermann Reuter, Willy Hammes (Köln, St. Georg); Pfarrer Karl Joseph Daberkausen (Köln, St. Gereon); Küsterin Marietheresis (St. Johann Baptist); Patres Ginter und Iwan (Köln, St. Kolumba); Prälat Dr. Wilhelm-Josef Schlierf, Frau Paulus (Köln, St. Kunibert, St. Ursula); Pfarrer Klaus Peter Vosen, Peter Pander (Köln, St. Maria in der Kupfergasse); Frau Sakristanin Maria Magdalena (St. Maria im Frieden); Stadtdechant Dr. Johannes Westhoff, Sven Cloth, Monika Schmitz (Köln, St. Maria im Kapitol); Pfarrer Dr. Peter von Steinitz (Köln, St. Pantaleon); Frau Rendantin Marianne Klöppel (Köln, St. Severin); Maria Brecht (St. Maria Lyskir chen). - Dr. Georg Minkenberg (Aachen, Domschatzkammer); Frau Dr. Flock (Paffrath, St. Clemens); Rainer Pilartz, Norbert Hommelsheim (Sinzig, St. Peter); Jens Wegmann (Stolberg); Dr. Andreas Weiner, Rita Heyen (Trier, Bischöfliches Generalvikariat); Dr. Giovanni Morello (Vatikan, Museo Sacro della Biblioteca Apostolica). - Hinsichtlich Museen, Institutionen und Privatpersonen: Belinda Petri M.A. (Aachen, Suermondt-Ludwig-Museum); Dr. Jan Rudolph de Lorm (Amsterdam, Rijksmuseum); Otto Höffer (Attendorn, Sauerlandmuseum); Beth Ryan (Baltimore, Baltimore Museum of Art); Johannes Müller (Bergheim); Prof. Dr. Bernd Evers (Berlin, Kunstbibliothek); Prof. Dr. Barbara Mundt (Berlin, Kunstgewerbemuseum); Dr. Hildegard Wiewelhove (Bielefeld, Kunstgewerbesammlung der Stadt Bielefeld, Stiftung Hülsmann); Professor Dr. Frank Günter Zehnder (Bonn, Rheinisches Landesmuseum); Dr. András Szilágyi (Budapest, Iparmüv é szeti Múzeum); Dr. Wolfgang Glüber (Darmstadt, Hessisches Landesmuseum); Dr. Volker Illgen (Darmstadt, Schloßmuseum); Deutsche Photothek (Dresden, Sächsische Landesbibliothek); Pfarrer Günter Pilger, Ulf Oberländer (Düren, Evang. Kirche); Mireille Dejean-Reiss (Düsseldorf, Medienzentrum Rheinland, Landes- und Stadtbildstelle); Gabriele Hausmann (Düsseldorf, Kunstmuseum Düsseldorf); Gabriele Beudel (Essen, Domschatzkammer); Dr. Ornella Casazza (Florenz, Soprintendanza per il patri monio storico artistico); Helga Matzke (Grünwald); Dr. Burkhard Richter (Hamm, Gustav-Lübcke-Muse um); Dr. Elisabeth Scholz (Hildesheim, Dommuseum); Carola Eisenbeis, Prof. Dr. Ekkehard Schmidberger (Kassel); Dr. Elisabeth Friese (Kempen, Museum für Niederrheinische Sakralkunst); Karin Merge (Kerpen, St. Sebastianus-Schützenbruderschaft); Dr. Susanne Anna, Dorothée Augel, Herrn Jürgen Schablitzky (Köln, Museum für angewandte Kunst); Professor Dr. Hiltrud Westermann-Angerhausen, Dr. Manuela Beer, Hendrik Strelow (Köln, Museum Schnütgen); Dr. Joachim M. Plotzek, Dr. Ulrike Surmann, Dr. Kathrina Winnekes, Bernd Matthäi (Köln, Erzbischöfliches Diö zesanmuseum); Dr. Ulrich Krings, Frau Silke Eberhardt (Köln, Stadtkonservator); Dr. Gabriel Hefele (Limburg, Diözesanmuseum); Timothy Stevens (London, The Gilbert Collection); Philippa Glanville, Sophie Lee (London, Victoria &: Albert Museum); Shau la Coyl (Los Angeles, County Museum of Art); Dr. Eva Toepfer (Luxembourg); Herrn L. Tagage (Maastricht, Sint Servaas, Schatkamer); Helga Eckert (Mainz, Landesamt für Denkmalpflege); Zeeuws Museum (Mid delburg); Dr. Lorenz Seelig (München, Bayerisches Nationalmuseum); Gudula Wiesmann (Münster, Westfälisches Amt für Denkmalpflege); Herrn Dieter Rit zenhofen (Münstermaifeld, Burg Eltz); Dr. O. Raggio, Dr. Wolfram Koeppe (New York, The Metropolitan Museum of Art); Dr. Ralf Schürer (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum); Dr. Marie-Louise Schnackenburg (Osnabrück, Domschatzkammer und Diözesanmuseum); Professor Dr. Christoph Stiegemann, Ulrike Hauser M.A., Ursula Pütz (Paderborn, Diözesanmuseum); Frau M. Ehrenberger (Paffendorf, St.-Sebastian-Schützenbruderschaft); Dr. Peter Fuhring, Alexis Kugel (Paris); Prof. Dr. Gisbert Knopp, Frau Christiane Tresp (Pulheim, Rheinisches Amt für Denkmalpflege); Dr. Carl-Wilhelm Clasen (Rheinbach-Merzbach); Dr.Karin Annette Möller (Schwerin, Staatliches Museum); Herrn Dr. Martin Wilhelm Roelen (Wesel, Stadtarchiv); Dr. Wolfgang Cilleßen, Ute Heymann gen. Hagedorn (Wesel, Fachbereich Stadtkultur); Herrn Hartmut Schmidt (Wetzlar, Kulturamt, Städtische Sammlungen) sowie zahlreichen weiteren anonym gebliebenen oder ungenannt zu bleiben wünschenden Mitarbeiter in Kirchen und Museen.
Dem Büro für Redaktion und Gestaltung, Frau Dr. Angela Pfotenhauer und Elmar Lixenfeld, dankt der Autor schließlich für die engagierte und umsichtige Produktion des vorliegenden Buches.
Die Arbeit wurde im April 2003 abgeschlossen; die Einfügung neuer archivalischer Funde und später bekannt gewordener Objekte konnte nicht mehr erfolgen.
Günter Irmscher
Inhaltsverzeichnis
| Kapitel | Inhalt | Seite |
| Vorwort | 7 | |
| 1 | Einleitung | 10 |
| 2 | Forschungsstand | 28 |
| Farbtafeln | 33 | |
| 3 | Quellen | 65 |
| 4 | Das Goldschmiedeamt | 69 |
| a. | Stadtzeichen | 69 |
| b. | Kölner Stadtzeichen | 71 |
| c. | Goldschmiedezeichen | 78 |
| d. | Goldschmiedelisten | 79 |
| e. | Amtsbruderschaftsordnungen | 81 |
| f. | Lehrjungen | 85 |
| g. |
Gesellen Gesellen - Gesellenwanderschaft |
86 |
| h. | Unverdiente und verdiente Amtsbrüder (Meister) | 91 |
| i. | Meisterstück | 97 |
| k. | Schwesterschaft | 99 |
| l. |
Weitere Verordnungen und Verfahren Stücklohn - Arbeitsteilung - Arbeitslohn - Kerzenlicht - Feiertagsarbeit - Absprachen und Privilegien |
100 |
| m. | Goldschmiedewerkstatt | 103 |
| n. | Organisationsformen des Goldschmiedeamtes | 104 |
| o. | Schaumeister | 111 |
| p. | Hofgoldschmiede | 112 |
| q. | Religiöse Organisationen | 113 |
| 5 | Jesuitengoldschmiede | 115 |
| 6 |
Die handwerkliche Praxis Reproduktive und innovative Goldschmiede -Typenvielfalt des Kölner Silbers (katholisch-protestantisch)-Vorbild Augsburg - Arbeitsteilung und Spezialisierung - Entwerfer - Goldschmiedezeichnungen - Ornamentdrucke - Juweliere und Goldarbeiter - Steinschleifer - Steinschneider - Emailmaler - Ziselierer - Silbergravierer - Stempelschneider resp. Eisenschneider - Siegelstecher - Münzmeister und Wardeine - Bildhauer - Schreiner - Vergolder - Auftragsvergabe - Goldschmiede als Kunstsachverständige - Goldschmiedehistorische Begriffe in Kölner Quellen |
118 |
| 7 | Die Wirtschaftsgeschichte | 153 |
| a. | Zur Wirtschaftsgeschichte Kölns in der Neuzeit | 153 |
| b. |
Das Goldschmiedegewerbe Spätmittelalter - Zahl der Goldschmiede - Umfang der Bruderschaft in der Neuzeit - Ansehen des Kölner Goldschmiedegewerbes - Konservativismus von Handel und Produktion -Abgrenzung zu anderen Gewerben/Kooperation - Verkaufsorte |
156 |
| c. |
Reformation und Fluktuation Reformation - Reformationsflüchtlinge - Goldschmiedewanderungen - Kölner Goldschmiede im Umland Kölns |
161 |
| d. | Rohsilberhandel und Bergbau | 168 |
| e. |
Silberwarenhandel Goldschmiede als Händler - Silberhändler - Silberwarenexport - Silberwaren-Importrestriktionen - Fall Wirix-Schweling - Köln-Augsburger Silberdebatten - Die erste Köln-Augsburger Silberdebatte (1681/82) - Die zweite Köln-Augsburger Silberdebatte (1698) - Die dritte Köln-Augsburger Silberdebatte (1724) - Galanteriewarenkrämer - Lotterien - Messen |
174 |
| f. | Produktion und Handel mit Gold- und Silberfäden | 194 |
| g. |
Edelsteine und Edelsteinhändler Edelsteinhändler - Köln und Italien - Köln und Portugal |
195 |
| h. | Testamente | 199 |
| i. | Kriminalfälle | 200 |
| k. |
Auftraggeber Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten - Auswärtige Kurfürsten und Bischöfe - Nichtkatholische fürstliche Besteller - Kirchen, Klöster, Stifte - Geistliche Orte außerhalb Kölns - Stadt Köln (Ratssilber, Verehrungen, Huldigungen, Exequien, Kontributionen, Ratskapelle, Stiftungen) - Herausragende Geschlechter - Kölner Gaffeln und Ämter - Bruderschaften - Illustre Aufträge resp. Auftraggeber - Schützen - Universität |
211 |
| l. | Verluste Kölner Gold- und Silberwerke in der Franzosenzeit | 235 |
| 8 |
Die Gold- und Silberwerke Exkurs: Typologie sakraler Gefäße und Geräte |
238 |
| a. | Nachgotik Sakrale Objekte - Profane Objekte | 241 |
| b. | Renaissance und Spätrenaissance Sakrale Objekte - Profane Objekte | 253 |
| c. | Zwischen Spätrenaissance und Barock Sakrale Objekte - Profane Objekte | 273 |
| d. | Akanthusbarock Sakrale Objekte - Profane Objekte | 300 |
| e. | Laub- und Bandlwerk Sakrale Objekte - Profane Objekte | 317 |
| f. | Style rocaille Sakrale Objekte - Profane Objekte | 347 |
| g. | Zwischen style rocaille und Neoklassizismus Sakrale Objekte - Profane Objekte | 371 |
| h. | Neoklassizismus Sakrale Objekte - Profane Objekte | 378 |
| 9 |
Bedeutende Kölner Goldschmiede: Leben und Werke Tafelband |
385 |
| Tafelteil Abbildungen 1 bis 655 | 431 | |
| Dokumentenanhang | 715 | |
| Stadtzeichentafeln | 747 | |
| Literatur | 759 | |
| Namenregister | 789 | |
| Standorte besprochener Goldschmiedewerke | 803 | |
| Bildnachweis | 806 | |
| Abbreviaturen | 807 |
Details
Autor: Günter Irmscher
Herausgeber: Günther Binding, Toni Diederich, Manfred vom Stein und Hiltrud Westermann-Angerhausen
Verlag: Schnell & Steiner, Regensburg
Reihe: Sigurd Greven-Studien
Erstauflage: 14.10.2005
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2005
Seitenanzahl: 808 Seiten
Abbildungen: 32 farbige und 792 S/W-Abbildungen
Buchart: Leinen fadengeheftet mit Schutzumschlag
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7954-1742-2
ISBN 13: 978-3-7954-1742-0
Größe: ca. 316 x 222 x 76 mm
Gewicht: ca. 3.700 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Bemerkungen: wissenschaftliche Aufarbeitung, wichtigste Literatur zum Thema







