Die Goldschmiedekunst der Beuroner Schule

Unser alter Preis 69,00 EUR, Sie sparen 44,10 EUR!  

24,90 EUR

ISBN: 9783795419455  

incl. 7% USt. zzgl. Versand

 
 
Anzahl:   St



Beschreibung

Dr. Claudia Lang
Die Goldschmiedekunst der Beuroner Schule
Das Kunstschaffen des Benediktinerordens unter Rückgriff auf Archaische Stilelemente und gleichzeitigem Aufbruch in die Moderne

Im Benediktinerkloster Beuron entstand um die Wende vom 19. zum 20. Jh. eine innovative Goldschmiedekunst. Die kaum bekannten Entwurfszeichnungen der Künstlermönche deuten auf Konstruktionen mit besonderer Intention hin. Die Autorin durchdringt diese Geheimnisse und wirft ein neues Licht auf die Beuroner Kunstschule mit ihrer Suche nach absoluten, als "göttlich“ charakterisierten Proportionsgesetzen.

Peter Lenz, der nachmalige P. Desiderius und Gründer der Beuroner Kunstschule, trat im Jahre 1872 als ausgebildeter Künstler in das Benediktinerkloster Beuron ein. Sein Bestreben war auf eine radikale Reform der christlichen Kunst gerichtet, mit der die bis dahin dominierenden nazarenischen und historistischen Tendenzen überwunden werden sollten.

Durch intensive Beschäftigung mit v.a. ägyptischer Kunst und Architektur aus den Aufzeichnungen des Ägyptologen R. Lepsius fand Lenz bereits 1865 zu seinem auf strenger Abstraktion basierenden Stil. Er sah im Menschen als Krone der Schöpfung ideale, wahre, sozusagen göttliche Proportionsgesetze vorgegeben, die er in einem geometrisch begründeten und von ihm als absolut verbindlich ausgegebenen "Kanon“ festlegte.

Diese "ästhetische Geometrie“ von Lenz kommt am Überzeugendsten in der Goldschmiedekunst zur Anwendung. Spannend ist der erstmals geführte Nachweis, dass die geometrischen Grundlagen seines "Kanons“ übereinstimmen mit den Proportionen zahlreicher Sakralbauten seit dem Alten Ägypten und dass diese "Tempelmaße“ letztendlich zur Grundlage für die Entwicklung der innovativen Beuroner Goldschmiedekunst wurden.

Präsentiert faszinierende neue Erkenntnisse zur Proportionslehre Beurons

Mit zahlreichen Abbildungen der Originalskizzen und optischer Darlegung der Proportionstheorie

 

Lieferzeit: Standard max. 21 Tage, Schnellversand 2 Tage*

Inhaltsverzeichnis

Inhalt   Seite
  Danksagung 6
A. Kunstschaffen und klosterliches Leben 9
1. Die Benediktsregel - Symbol fur das Christliche Abendland 9
2. Die Einheit von Beten und Arbeiten - ,,Damit in allem Gott verherrlicht werde" 9
3. Ursprung, Entwicklung und Bestand der benediktinischen Goldschmiedekunst im Rahmen der Beuroner Schule 10
3.1. Die Quellen 10
3.2. Aktuelle Situation der benediktinischen Goldschmiedewerkstatten 11
3.3. Bestandsaufnahme der Beuroner Goldschmiedekunst 13
B. Historische Voraussetzungen und monastische Bedingungen fur eine Erneuerung der christlichen Kunst 14
1. Kirchengeschichtliche Stromungen im 19. Jh. und in der Folgezeit - Die monastische Aufbruchstimmung 14
2. Die Erzabtei Beuron und ihr besonderer monastischer Auftrag 18
2.1. Betonung der Liturgie und ihrer Symbolik 18
2.2. Pflege des Gregorianischen Chorals und seine liturgische Bedeutung 20
C. Die Beuroner Kunstschule 21
1. Peter (P. Desiderius) Lenz, der Grander der Beuroner Kunstschule 21
2. Vorgeschichte und Entstehung der Beuroner Kunstschule 26
3. Die Kiinstlerpersonlichkeit von Lenz 28
4. Das kunsttheoretische Programm von Lenz und seine Rolle in der Kunst des 19. und 20. Jh.s 30
4.1. Lenz und sein kiinstlerisches Umfeld 30
4.2. Die Abstraktion als Stilmittel der altagyptischen Kunst 32
4.3. Lenz und die Abstraktion im Spiegel der Kunstliteratur des 19. und 20. Jh.s 33
5. Die Problematik der Beuroner Kunstschule 36
D. Die theoretischen Schriften, der ,,Kanon" von Lenz und seine Quellen 39
1. Geometrisch-asthetische Proportionen als Grundlage kiinstlerischen Schaffens 39
2. Die Normgestalt des Menschen als Abbild gottlichen EbenmaBes 41
3. Altagyptische und altgriechische Kunst als Ideal-Vorbild 43
4. Die Abkehr vom Ideal in den nachfolgenden Kunstperioden 45
5. Die ,,dritte Ara" der christlich-religiosen Kunst und ihre dogmatische Begriindung 46
E. Anfange, Entwicklung und Auspragung einer eigenstandigen sakralen Goldschmiedekunst 51
1. Sakrale Kunst im Zeichen des Historismus - Der Aufschwung des industriellen Kunsthandwerks 51
2. August (Br. Bernward) Fleckenstein, der erste Goldschmiedemeister der Beuroner Kunstschule 54
3. Die Einrichtung einer eigenen Goldschmiedewerkstatt 55
4. Die Lenzschen Kunsttheorien und ihr Einfluss auf die Beuroner Kunstschule 59
4.1. Geometrische Deduktion abstrakter Konstruktionsprinzipien 61
4.2. Bedeutung und Symbolik des ,,Kanons" (Lenz) und der ,,TempelmaBe" (Wolff) 63
5. Uberpriifung und Anwendung der abstrakten Konstruktionsprinzipien 67
5.1. Altagyptische Tempelgrundrisse 68
5.2. Der ,,ideale Kirchenplan" (1871) 70
5.3. Der ,,Kanon der menschlichen Figur" (1871) 71
5.4. Freskomalerei (Pieta) (1871) 72
5.5. Beuroner Goldschmiedekunst ab 1871 73
6. Entwicklung neuer Formen - die Hochbliite des typischen Beuroner Goldschmiedestils 74
7. Beuroner Goldschmiedekunst und Jugendstil - Parallele Erscheinungen zur Uberwindung des Historismus - Der Symbolismus in der Beuroner Kunst 78
8. Handwerkliche Techniken 82
9. Symbolik der Ornamentik - Motive, Edelsteine, Farben und Zahlen in der Beuroner Goldschmiedekunst 84
10. Beuroner Goldschmiedestempel - Punzierungsrechte; Gewerbebetrieb oder ,,Hauswerkstatt"? 90
11. Zusammenarbeit der Beuroner Kunstschule mit weltlichen Goldschmiedemeistern und deren Werkstatten 91
12. Ausstellungen der Beuroner Goldschmiedekunst 93
F. Schlussbetrachtung 95
  Literatur 97
  Anhang / Katalog 99
  Tafelteil 135

Über Dr. Claudia Lang

Dr. Claudia Lang promovierte bei Prof. Frank Büttner an der LMU München. Bei der Behandlung des Themas konnte sie die Wissenschaft mit ihren praktischen Erfahrungen in Goldschmiedewerkstätten kombinieren.

Details

Autorin: Dr. Claudia Lang
Verlag: Schnell & Steiner, Regensburg
Ersscheinungsdatum: 31.10.2007
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2007
Seitenanzahl: 192 Seiten
Abbildungen: 67 farbige und 5 S/W-Abbildungen
Buchart: Hardcover
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7954-1945-X
ISBN 13: 978-3-7954-1945-5
Größe: ca. 286 x 212 x 18 mm
Gewicht: ca. 1.250 Gramm
Zustand: neu, ungelesen