Email - Schmuck und Gerät Tolles Buch

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ISBN: 0033  

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Beschreibung

Angelika Simon-Rößler und Dr. Christianne Weber-Stöber
Email - Enamel
Schmuck und Gerät - Jewelery and Vessels

In Europa hatte Email seinen Siegeszug etwa um 1100 angetreten, einen absoluten Höhepunkt erlangte das Email dann im Jugendstil. Zu den wichtigsten Vertretern gehören der französische Juwelier und Glaskünstler René Lalique (1860-1945), der herausragenden Fensteremailschmuck fertigte und der russische Juwelier und Goldschmied Peter Carl Fabergé (1846-1920), der sich vor allem um die Emailplastik verdient gemacht hat. Neben den französischen Emailkünstlern der Jahrhundertwende waren es vor allem die Wiener Werkstätten, hier ist besonders Dagobert Peche (1887-1923) zu erwähnen, die Email als Gestaltungsmittel in Ihrem Schmuck einsetzten.

Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten stand die Auseinandersetzung mit Email hoch im Kurs. Die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts hochgeschätzte Flächenwirkung konnte durch das reiche Farbenspiel und die interessanten Farbkontraste des Emails erreicht werden. In erster Linie kamen Grubenschmelz, Senkemail und Zellenschmelz zur Anwendung. Daneben entstanden auch neue, bisher unbekannte Techniken. Einen wichtigen Anteil daran hatte der Graphiker und Emailleur Curt Hasenohr-Hoelloff (1887-1987) in Leipzig. Von außergewöhnlicher Leuchtkraft und zauberhafter Farbwirkung ist das von ihm angewandte Tiefreflexfeueremail, eine Variation davon ist die Metallgranulation. Auf das Email werden Kügelchen aus Feingold oder Silber aufgetragen. Entsprechend gibt es auch die Emailgranulation. Hier werden Emailkügelchen auf eine bereits fertige Emailfläche aufgebrannt. Beim Flitteremail wurde fabrikmäßig gestanzte Edelmetallfolie miteingebrannt. Ein breites Spektrum an Emailarbeiten konnte man in der seit 1929 bestehenden Werkstatt von Käthe Ruckenbrod (1905-1989) in Ziegelhausen bei Heidelberg bewundern.

Die verschiedenen Emailarten und Produkte mit Emailverzierungen werden in diesem Buch gezeigt. Es werden die unterschiedlichen Arten der Emailbearbeitung anhand von alten aber vor allem hochmodernen Ausstellungsstücken gezeigt. Die Objekte sind professionell fotografiert und zeigen detailreich die Besonderheiten der Emailkunst.

Bücher zu diesem Gebiet sind sehr rar, vor allem wenn es um weniger bekannte, künstlerisch absolut hochwertige Objekte handelt. In dieser Publikation kommen auch diese Stücke sehr gut zur Geltung.

Zu jedem Künstler ist eine Kurzbiografie angegeben.

Das Buch erschien begleitend zu folgenden Ausstellungen:

Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau vom 29.11.1998 bis 24.01.1999
Hilde Leiss, Galerie für Schmuck, Hamburg vom 05.03.1999 bis 03.04.1999
Kreismuseum Zons - Burg Friedestrom, Dormagen vom 06.04.1999 bis 03.06.1999
Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd vom 25.06.1999 bis 08.08.1999
Galerie für angewandte Kunst, München vom 17.09.1999 bis 06.11.1999

 

Über die Autorin Dr. Christianne Weber-Stöber

Dr. Christianne Weber-Stöber studierte Kunstgeschichte. Promotion über Schmuck der zwanziger und dreißiger Jahre in Deutschland. Seit 1989 Geschäftsführerin der Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Hanau. Arbeitsschwerpunkt: Porträts von Künstlern und Firmen, die zeitgenössischen Schmuck herstellen. Publikationen zum Schmuck des Art deco.

Details

Autorinnen: Angelika Simon-Rößler und Dr. Christianne Weber-Stöber
Herausgeber und Verlag: Magistrat der Stadt Hanau - Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau
Auflage: Erstauflage
Jahr: 1998
Seitenanzahl: 102 Seiten
Buchart: Paperback
Abbildungen: 40 Farbabbildungen
Sprache: Deutsch und Englisch
ISBN: ohne
Größe: ca. 288 x 238 x 16 mm
Gewicht: ca. 400 Gramm
Zustand: neu, ungelesen