Gold - Schatzkunst zwischen Bodensee und Chur
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Beschreibung
Tobias G. Natter
Gold
Schatzkunst zwischen Bodensee und Chur
Eine eindrucksvolle Entdeckungsreise durch das Mittelalter: kostbare Goldschmiedekunst aus über 1 000 Jahren in einem prächtig bebilderten Band.
Gold als das edelste aller Metalle vermag die Menschen seit alters her zu faszinieren. Zum materiellen Wert kommt sein spiritueller und mythischer Gehalt, der bis heute nichts an Strahlkraft verloren hat.
Das Buch zeigt erstmals eine umfassende Zusammenstellung von Kirchenschätzen aus der ungewöhnlich reichen Kulturlandschaft zwischen Bodensee und Chur. Ausgangspunkt sind frühe Zeichen der Christianisierung in Form von alemannischen Goldblattkreuzen aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Das Ende markiert die Reformationszeit, als 1528 im Zuge der Religionswirren der Konstanzer Münsterschatz eingeschmolzen und die Gebeine der Heiligen in den Bodensee geworfen wurden. Besondere Glanzpunkte sind einzigartige Reliquienschreine aus dem Domschatz der Kathedrale Chur oder das Evangelium longum mit Schmucktafeln aus dem persönlichen Besitz von Kaiser Karl dem Großen. Mit zahlreichen großformatigen Farbabbildungen, informativen Textbeiträgen und Dokumenten der Zeit ist der Band eine prächtige Zusammenschau mittelalterlicher Schatzkunst aus über tausend Jahren.
Inhaltsverzeichnis
| Autor | Inhalt | Seite |
| Tobias G. Natter |
Vorwort Gold. Eine Entdeckungsreise durch das Mittelalter |
6 |
| Benno Elbs |
Grußwort Wertvoller als Gold |
14 |
| Aufsatzteil | ||
| Alois Niederstätter | Bistümer, Klöster und Pfarren. Zur kirchlichen Topografie Vorarlbergs im Mittelalter | 16 |
| Franz Kirchweger |
Goldschmiedekunst zwischen Bodenseeraum und Churrätien von 1250 bis 1520: Orte, Meister, Werke und Auftraggeber |
22 |
| Thomas Rainer | Betrüger und Kunstdiplomaten. Mittelalterliche Künstlerkarrieren am Beispiel des Goldschmieds | 34 |
| Kassian Lauterer | Gold und Silber im christlichen Kult und bei den Zisterziensern | 48 |
| Friedrich Dahm | Das Wundertätige Kreuz in Rankweil. Geschichte - Ikonografie - Stil | 54 |
| Harald Wanger und Hanspeter Lanz | Ein Limoges-Kreuz aus Schaan? | 64 |
| Angelo Steccanella | Die frühen Goldschmiede Feldkirchs | 68 |
| Andreas Rudigier | Das Bartholomäberger Vortragekreuz und das Schicksal der mittelalterlichen Kunstschätze in Vorarlberg im 19. Jahrhundert - ein kleiner Reisebericht | 72 |
| Tafelteil | ||
| Bistumsheilige von Konstanz und Chur | 78 | |
| Der heilige Gallus | 86 | |
| Frühe Zeugnisse der Christianisierung | 102 | |
| Das Prunkkreuz von Wettingen-Mehrerau und seine Stellung | 120 | |
| Der Wettinger Stifterkelch und Konstanz als Zentrum der Goldschmiedekunst | 134 | |
| Schätze des Glaubens | 152 | |
| Vorarlberger Goldschmiedearbeiten | 188 | |
| Johannesschüsseln | 216 | |
| Stiftergeschichten | 222 | |
| Zum Reliquienwesen | 238 | |
| Anhang | ||
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Tausend Jahre Mittelalter am Bodensee. Eine Chronologie |
270 | |
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Bericht über die Gründung des Klosters Petershausen |
274 | |
| Glossar | 278 | |
| Literatur (Auswahl) | 280 | |
| Autorenkürzel | 281 | |
| Dank | 282 | |
| Leihgeber | 284 | |
| Bildnachweis | 285 |
Zur Ausstellung
Schatzkunst zwischen Bodensee und Chur
Sommerausstellung des Vorarlberger Landesmuseums 2008
21. Juni - 5. Oktober 2008
Die Ausstellung des Vorarlberger Landesmuseums lädt zu einer Entdeckungsreise durch das Mittelalter ein. Im Mittelpunkt stehen erlesene Werke der Goldschmiedekunst zwischen Bodensee und Chur, darunter Objekte von Weltrang.
Entdeckungsreise Mittelalter
Die Ausstellung zeigt erstmals eine umfassende Zusammenstellung von Kirchenschätzen aus der reichen Kulturlandschaft der Region. Sie bietet vielseitige Ansatzpunkte im Bereich der Kirchen- und Heiligengeschichte, setzt aber auch Schwerpunkte auf die weltliche Faszination des Goldes, auf das Stifterwesen und die Arbeit der mittelalterlichen Kunsthandwerker.
Einzigartig und selten
Mehr als 90 Werke spannen einen Bogen von der frühen Christianisierung des Landes bis zu den Reformationskriegen und dem Ende des Mittelalters um 1500. Die Ausstellung, die in zehn Kapitel gegliedert ist, macht die Einzigartigkeit der gezeigten Werke lebendig, spricht von ihrem historischen Reichtum und zeigt die vielfältige Verwendung von Gold im Mittelalter: angefangen von Schreinen und Prunkkreuzen über goldbestickte Textilien bis hin zu Gold in der Buchmalerei. Die Kostbarkeit der Objekte, ihre Seltenheit und die Tatsache, dass sie die Wirren der Geschichte überlebten, beleuchten Aufstieg, Blütezeit und Niedergang des Mittelalters.
Schau an zwei Orten
Die Ausstellung findet nicht nur im Vorarlberger Landesmuseum statt, sondern auch in der Johanniterkirche in Feldkirch, mitten im Zentrum der vielleicht schönsten mittelalterlichen Stadt in Vorarlberg. Während das Landesmuseum in Bregenz einen Überblick zeigt, sind in der 1218 gestifteten Johanniterkirche vor allem Werke aus Vorarlberger Kirchenbesitz zu sehen. Beide Orte feiern gemeinsam tausend Jahre Gold und Faszination Mittelalter.
Details
Herausgeber: Tobias G. Natter
Text: Franz Kirchweger, Kassian Lauterer, Alois Niederstätter, Thomas Rainer u.a.
Verlag: Hatje Cantz, Ostfildern
Auflage: Erstauflage
Jahr: 06/2008
Seitenanzahl: 288 Seiten
Buchart: Gebunden mit Schutzumschlag
Abbildungen: 159 Abbildungen, davon 138 farbige
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7757-2213-0
ISBN 13: 978-3-7757-2213-1
Größe: ca. 314 x 246 x 26 mm
Gewicht: ca. 2.000 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







