Heavy Metal - Die Leichtigkeit eines Materials
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Beschreibung
Dirk Luckow (Hrsg.)
Heavy Metal
Die unerklärliche Leichtigkeit eines Materials
Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel
Ob Eisen, Stahl, Aluminium, Blei, Bronze, Silber oder Gold – Metall ist ein künstlerisches Material, das die unterschiedlichsten Gestaltungsvarianten und Ausdrucksformen ermöglicht. Die vorliegende Publikation thematisiert erstmals die Geschichte des Metalls in der bildenden Kunst aus der ungewohnten Perspektive des Materials und zeigt auf, welch selbstverständliches, aber stets neu erkundetes Material Metall ist. »Heavy Metal« steht dabei auch symbolisch: als verbindendes Element aller Werke, für eine Irritation der Welt des Betrachters. Selbst im Moment der größten Erweiterung ihres Gattungsbegriffs seit den 1960er-Jahren basiert die Skulptur weiterhin auf elementaren skulpturalen Wirkungen. In vielfältigen Ansätzen, die oftmals als Zusammentreffen von Widersprüchlichem wahrgenommen werden, verbinden sich hier Schwere und Leichtigkeit.
Der Band widmet sich ausführlich den vielfältigen Möglichkeiten dieses ganz besonderen Materials und präsentiert Schlüsselpositionen der Skulptur seit den 1960er-Jahren bis hin zu ganz aktuellen Arbeiten.
Zur Ausstellung
Kunsthalle Kiel
07.12.08 - 22.03.09
Heavy Metal. Die unerklärbare Leichtigkeit eines Materials
Die Kunsthalle zu Kiel zeigt Schlüsselpositionen der Skulptur seit 1960
Aufbruch in frühen 1960er Jahren: Getragen von der Rebellion gegen eine Moderne, deren Zukunftsoptimismus unglaubwürdig geworden, formieren sich die revolutionären Avantgarden. Angesichts atomarer Bedrohung und der Eskalation des Vietnamkriegs sollen die starren gesellschaftlichen Normen zu Fall gebracht werden. In den Kunstzentren von Europa, den USA und Lateinamerika werden radikale Ansprüche an die künstlerische Freiheit artikuliert. Minimalismus, Fluxus, Happening und Pop Art – neue Kunstrichtungen entstehen und wenden sich gegen die bisher dominierende Malerei und den Formalismus. Auch die moderne Skulptur gerät auf den Prüfstand.
Nun passiert das Paradoxe: Das konservative Genre der Skulptur wird zu einem neuen, unverbrauchten Ausgangspunkt der künstlerischen Avantgarden. Auf der Suche nach einem widerständigen Medium erhält das METALL in all seinen unterschiedlichen Legierungen eine unerwartete Aufwertung. Es scheint elementar, roh, stark und robust genug zu sein, um die revolutionären Energien aufzunehmen. Die Entdeckung des schweren Metalls – des Heavy Metal – muss für die Künstler wie eine Befreiung gewirkt haben.
Die schwergewichtige, sockellose Ausstellung in Kiel nimmt die skulpturalen Erneuerungen anhand von 50 Schlüsselpositionen der vergangenen 50 Jahre in den Blick und zeigt, wie das schwere Material leicht, eigenwillig und subversiv wurde. Die Beschränkung auf „ein“ Material als spezifisches Medium künstlerischer Arbeit ermöglicht es, die Denkmuster zeitgenössischer Skulptur in ihrer epochalen Qualität und Vielfalt zu verdeutlichen. „Heavy Metall“ steht dabei nicht nur für das Material Metall, sondern auch symbolisch für eine Irritation der Welt des Betrachters.
Teilnehmende Künstler:
Giovanni Anselmo, Joseph Beuys, Bill Bollinger, Carol Bove, Martin Boyce, Candice Breitz, Luis Camnitzer, Anthony Caro, César, John Chamberlain, Lygia Clark, Constant, Richard Deacon, Jürgen Drescher, Wang Du, Marcel Duchamp, Aleana Egan, Olafur Elisasson, Hans-Peter Feldmann, Lucio Fontana, Günther Förg, Julio González, Antony Gormley, Subodh Gupta, Mona Hatoum, Geoffrey Hendricks, Jörg Immendorff, Jasper Johns, Donald Judd, Anish Kapoor, Stefan Kern, Alexander Laner, Bertrand Lavier, Mark Leckey, Heinz Mack, Mark Manders, Kris Martin, Jonathan Monk, Robert Morris, Bruce Nauman, Tim Noble & Sue Webster, Claas Oldenburg, Lygia Pape, Thomas Rentmeister, Michael Sailstorfer, Thomas Schütte, Richard Serra, Steven Shearer, Monika Sosnowska, Frank Stella, Jean Tinguely, Tatiana Trouvé, Günther Uecker, Henk Visch, Sonja Vordermaier. Sung-Hyung Cho (Film), Peter Hutton (Film), Thomas Zipp.
Inhaltsverzeichnis
| Autor | Inhalt | Seite |
| Die Werke | 2 | |
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Thomas Klischan Vorstand Nordmetall-Stiftung |
Grußwort | 109 |
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Dirk Luckow Kunsthalle zu Kiel |
Vorwort | 110 |
| Dirk Luckow |
Avantgarde in Metall Zur Aktualität der Skulptur |
122 |
| Thomas Wagner | Widerstand gegen die Abwertung der Welt oder Skizzen aus der Geschichte der Skulptur | 132 |
| Dörte Zbikowski |
„Die Künstler verherrlichen fortwährend" Kunst im Spannungsfeld von Konvention und Freiheit |
146 |
| Hanne Loreck | Zum Verhältnis von Raum und Körper Metallplastiken von Künstlerinnen seit 1920 | 158 |
| Anke Dornbach | Die emotionale Grundlage einer Plastik - Metall verarbeiten | 166 |
| Henrik M. Lungagnini |
Von der Tradition zur Moderne Eine Dokumentation der Skulptur in Metall |
194 |
| Die Künstler und ihre Werke | 213 | |
| Bibliografie | 238 |
Details
Herausgeber: Dirk Luckow
Texte: Anke Dornbach, Hanne Loreck, Dirk Luckow, Thomas Wagner und Dörte Zbikowski
Verlag: Hatje Cantz, Ostfildern
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2008
Seitenanzahl: 240 Seiten
Abbildungen: 395 Abbildungen, davon 232 farbige
Buchart: Gebunden mit Schutzumschlag
Sprache: Deutsch und Englisch
ISBN 10: 3-7757-2378-1
ISBN 13: 978-3-7757-2378-7
Größe: ca. 305 x 246 x 25 mm
Gewicht: ca. 1.650 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







