Jugendstil-Schmuck aus Pforzheim Th. Fahrner u.a.
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Beschreibung
Fritz Falk
Jugendstil-Schmuck aus Pforzheim
Art Nouveau Jewellery from Pforzheim
Viele bedeutende Entwerfer haben um 1900 für die -Pforz-heimer Schmuckindustrie gearbeitet. Der erste breit gefasste Überblick – mit Angaben zu Künstlern und Firmen und mit großem Bildteil.
Um 1900 erlebte die seit 1767 bestehende Pforzheimer Schmuckindustrie eine besondere Aufbruchsstimmung und Blüte. Mit der Beteiligung einiger Pforzheimer Unternehmen an der Weltausstellung in Paris 1900 und den mannigfachen Einflüssen – so der -figurative Stil des Art Nouveau aus Frankreich – entstand eine selbstbewusst entwickelte Eigenständigkeit des Pforzheimer -Jugendstil-Schmuckes.
Kooperationen zwischen der Schmuckindustrie und Professoren der Pforzheimer Kunstgewerbeschule wie auch der aufmerksame Blick auf das, was sich außerhalb der Schmuckmetropole an -Neuem abzeichnete, prägten die Pforzheimer Schmuck-Kreationen der Zeit um 1900. Auch die Zusammenarbeit mit Künstlern der Darmstädter Mathildenhöhe und der Wiener Werkstätte wirkte sich fruchtbar aus. Der Autor fand bisher unveröffentlichte zeitgenössische Quellen und konnte anhand Hunderter erhaltener originaler Schmuckstücke – Broschen, Anhänger, Colliers, Ringe, Hutnadeln und Zierkämme, die sich heute in Museen, Privatsammlungen und im Kunsthandel befinden – eine Auswahl für dieses Buch treffen. So entsteht ein lebendiges Bild der vielfältigen formalen und technischen -Möglichkeiten, die in Formgebung, Handwerk und industrieller Fertigung charakteristisch waren für den Pforzheimer Schmuck des Jugendstils.
Künstler in Auswahl
Franz Böres
Max Gradl
Patriz Huber
Georg Kleemann
Ferdinand Morawe
Otto Prutscher
Emil Riester
Fritz Wolber
Firmen in Auswahl
Theodor Fahrner
Gebr. Falk
Hermann & Speck
Kollmar & Jourdan
Lauer & Wiedmann
Levinger & Bissinger
Victor Mayer
Meyle & Mayer
A. Odenwald
Rodi & Wienenberger
F. Zerrenner
Zur Ausstellung
Kabinettausstellung im Bröhan-Museum in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin vom 22. Februar - 4. Mai 2008
Nach dem Erfolg der internationalen Schmuckausstellung René Lalique präsentiert das Bröhan-Museum nun die Kabinettausstellung Jugendstil-Schmuck aus Pforzheim –Kunstindustrie um 1900. Diese zeigt anhand von etwa 180 Schmuckstücken aus dem Schmuckmuseum Pforzheim sowie umfangreichem Dokumentationsmaterial eine repräsentative Auswahl der wegweisenden deutschen Schmuckproduktion um 1900. Der besondere Aspekt dieser Ausstellung liegt darüber hinaus in der Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin, Abteilung „Manufakturelle Schmuckproduktion“, und der Arbeitsgruppe „Schmuck verbindet“.
Für den Jugendstil, die Reformkunst um 1900, nahm der Schmuck auch in Deutschland eine bedeutende Stellung ein. Die dekorativen Elemente, die zum Kennzeichen dieser Epoche wurden, finden sich in dem kleinsten künstlerischen Modul, im Schmuck, wieder. Anders als in Frankreich mit seiner Tradition der hohen Juwelierkunst, die weltweit als vorbildlich galt, konzentrierte sich in Deutschland die Schmuckherstellung mehr im Manufaktur- und Fabrikbereich. Um 1900 lag das Zentrum der modernen Schmuckherstellung in Pforzheim. Es entstand hier eine Kunstindustrie, die den Bedürfnissen einer breiten Käuferschicht entgegenkam, dabei aber durchaus die Tendenzen der modernen Kunst reflektierte und in serielle Fertigung umsetzte.
Die Ausstellung präsentiert die Herstellung von Schmuck in Guss-, Gravier-, Präge-/Stanz- und Emailliertechniken, die bei der seriellen Produktion von Jugendstil-Schmuck zur Anwendung kamen. Es werden diese Arbeitsgänge bis zum fertigen Produkt gezeigt. Die grundlegende Voraussetzung für das Gelingen der Jugendstilschmuckrekonstruktion war von Anfang an die enge ehrenamtliche Zusammenarbeit mit den Fachleuten aus den spezialisierten Berufsfeldern der arbeitsteiligen Pforzheimer Schmuckproduktion. An exemplarischen Beispielen kann die historische Rekonstruktion von Jugendstilschmuckstücken anhand der verschiedenen Verfahrenstechniken nachverfolgt werden. Die aufwändige, langjährige Forschungsarbeit im Deutschen Technikmuseum Berlin zu den damals weltweit bekannten Pforzheimer Firmen sowie die rekonstruierten Verfahrenstechniken geben Einblick in eine Form der Kunstindustrie, die ein Kapitel deutscher Wirtschafts-, Kultur- und Technikgeschichte darstellt, das heute nur noch rudimentär vorhanden ist. In Pforzheim wird bis heute in geringerem Umfang diese spezielle manufakturelle Schmuckproduktion durchgeführt und tradiert.
Details
Autor: Fritz Falk
Verlag: Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart
Auflage: Erstauflage
Jahr: 01/2009
Seitenanzahl: 328 Seiten
Buchart: Gebunden
Abbildungen: 685 Abbildungen
Sprache: Deutsch und Englisch
ISBN 10: 3-89790-280-X
ISBN 13: 978-3-89790-280-0
Größe: ca. 290 x 228 x 30 mm
Gewicht: ca. 1.900 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







