Künstlerschmuck Braque, Calder, Max Ernst, Picasso
|
|
Beschreibung
Diana Küppers (Hrsg.)
Künstlerschmuck
Objets d'Art
Der wie die kleinen Kunstwerke kostbar gestaltete Band vereint 42 Bildhauer der Avantgarde, die Kunstgeschichte geschrieben haben, mit über 160 Arbeiten, von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Schwerpunkt bilden Kreationen von Braque, Calder, Max Ernst, Pablo Picasso und Niki de Saint Phalle.
Schmuckkunst – von bildenden Künstlern gestaltete miniaturhafte objets d'art – stellt nichts weniger als eine Sonderform der Skulptur dar, deren intimes Format, edle Materialien und persönlicher Bezug zum Betrachter bzw. Träger Phantasie und Kreativität ihrer Schöpfer in besonderem Maße herausgefordert und beflügelt haben. Dabei bleiben die Künstler auch bei der individuellen Interpretation von Brosche und Ring, Armreif und Halsschmuck, Armbanduhr und Ohrring erkennbar ihrem gestalterischen Grundsatz in Thematik und Stil treu, indem sie vertraute künstlerische Prinzipien durch kompositionelle Konzentration und Reduktion auf das Wesentliche übersetzen und intensivieren. Die kleine Form erweist sich somit der großen als ebenbürtig.
Diese maßstäblich kleinen, in der formalen Idee und in der Bedeutung aber großen Kunstwerke von Max Ernst, Picasso, Man Ray, von Hans Arp, von Braque und von Niki de Saint Phalle, – sie appellieren nicht nur an unsere frisch sensibilisierten Empfangsorgane für das Kompakte und Zierliche, sondern auch und nicht zuletzt an unser Verständnis für Kunst überhaupt. [Eduard Trier]
Durch die hier gebotene, in ihrer Dichte einzigartige Präsentation von Schmuckstücken aus der hochkarätigen Sammlung von Diana Küppers, ergänzt um Werke aus anderem Privatbesitz, werden dem Betrachter künstlerischer Wert, Originalität und Exclusivität dieser Kunstgattung in bestechender Weise nahe gebracht.
Zur Ausstellung
Von Picasso bis Warhol, Künstlerschmuck der Avantgarde
Köln 10.05.2009–09.08.2009
Museum für angewandte Kunst
Duisburg 29.11.2009–14.02.2010
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Neben ihren großen, weltbekannten Werken schufen viele berühmte Künstler der europäischen und amerikanischen Avantgarde auch sehr kleine Reliefs, Skulpturen und Bilder in Form von Schmuck und schmuckhaften Miniaturen. Ob Hans Arp oder Arman, Alexander Calder oder César, Max Ernst oder Lucio Fontana, Pablo Picasso oder Roy Lichtenstein, Niki de Saint Phalle oder Arnaldo Pomodoro, Robert Rauschenberg oder Andy Warhol: Ihre Schmuckstücke sind eigenständige Kunstwerke, ins Gesamtwerk eingebettet und wiedererkennbar, aber keine Reduktionen größerer Entwürfe. Auch zeitgenössische Künstler wie Heinz Mack, Günther Uecker, Louise Bourgeois oder Anish Kapoor haben Schmuck entworfen.
Die Ausflüge in ein Gebiet, in dem die Kunstwerke nicht auf dem Sockel stehen, sondern an oder mit lebendigen Menschen auftreten, haben die Phantasie und Kreativität vieler Künstler beflügelt. Schmuck für Menschen zu machen - und nicht Werke für Wände oder Räume - ist für bildende Künstler eine Herausforderung besonderer Art. Das für Schmuckstücke erforderliche kleine Format fordert eine Konzentration des künstlerischen Ausdrucks, eine Fokussierung auf das Wesentliche der künstlerischen Idee, eine Reduktion, ja sogar Kondensation der künstlerischen Ausdrucksmittel. Im Schmuck verdichtet sich darüber hinaus manche formale Äußerung zum Ornamentalen.
Künstlerschmuck befindet sich auf diese Weise in einem vielschichtigen Spannungsfeld zwischen autonomer künstlerischer Aussage und zweckgebunden Schmuckhaftem. Traditionell hat Schmuck nur wenige Funktionserfordernisse: Fingerzier und Armreif, Collier, Brosche und Ohrschmuck. Darüber hinaus ist er vorwiegend frei gestaltete bildnerische Form, völlig offen für die künstlerische Erfindung und Definition.
Die Ausstellung „Von Picasso bis Warhol - Künstlerschmuck der Avantgarde“ vom 10. Mai bis 19. Juli 2009 im Museum für Angewandte Kunst zeigt die oft überraschende Reaktion bekannter, ja berühmter Künstler auf den Appell, Werke für die Intimität des Menschen zu schaffen, die sich an seiner Kleidung, besonders aber an seinem Körper bewähren müssen. Nicht selten ist daher der ursprüngliche Impuls für den Künstler, Schmuck für eine geliebte Person zu schaffen. Dieser Impuls führt zu faszinierenden künstlerischen Reaktionen. Das Spektrum reicht vom archaischen, manchmal kindhaft unbeschwerten Spiel bei Pablo Picasso über adaptive und minimalisierende Anleihen beim größeren Werk etwa bei Arman, César oder Niki de Saint Phalle bis hin zu ganz freier künstlerischer Äußerung bei Alexander Calder oder Louise Bourgeois. Grundsätzlich, das zeigen die kleinen Kunstwerke, bleiben die Künstler ihren Prinzipien, ihrem gestalterischen Grundansatz treu – so greift etwa Marcel Duchamp auch für seinen Schmuck auf das Prinzip des ready-made zurück, seinen bedeutendsten Beitrag zur Kunstgeschichte.
Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Sammlerin Diana Küppers entstanden ist, zeigt rund 150 Werke von mehr als vierzig Künstlern aus Westeuropa und den USA; manche von ihnen haben Entwürfe eigens für die Ausstellung beigesteuert. Einigen ausgesuchten kleinen Werken werden beispielhaft größere Arbeiten derselben Künstler gegenübergestellt. Die Schmuckstücke, Kleinauflagen und Unikate, stammen aus einer bedeutenden deutschen Privatsammlung, ergänzt durch wichtige Leihgaben aus dem In- und Ausland.
Der Kurator ist Dr. Gerhard Dietrich, stellvertr. Direktor des Museum für Angewandte Kunst.
Künstler in der Ausstellung
Horst Antes, Karel Appel, Arman, Hans Arp, Louise Bourgeois, Georges Braque, Alexander Calder, César , John Chamberlain, Eduardo Chillida, Jean Cocteau, André Derain, Marcel Duchamp, Max Ernst, Lucio Fontana, Ruth Francken, Pablo Gargallo, Gotthard Graubner, Robert Indiana, Anish Kapoor, Yves Klein, Claude Lalanne, Roy Lichtenstein, Heinz Mack, Fausto Melotti, Lowell Nesbitt, Gastone Novelli, Lucio Del Pezzo, Pablo Picasso, Arnaldo Pomodoro, Gio Pomodoro, Robert Rauschenberg, Man Ray, Niki de Saint Phalle, Jesús Rafael Soto, Frank Stella, Takis , Dorothea Tanning, Günther Uecker, Bernar Venet, Andy Warhol
Inhaltsverzeichnis
| Inhalt | Seite |
| Filigran-Schmuck | 7 |
| DR. GERHARD DIETRICH | 8 |
| PROF. DR. CHRISTOPH BROCKHAUS | 9 |
| HORST ANTES | 13 |
| KAREL APPEL | 15 |
| ARMAN | 16 |
| HANS ARP | 22 |
| LOUISE BOURGEOIS | 24 |
| GEORGES BRAQUE | 26 |
| POL BURY | 38 |
| ALEXANDER CALDER | 40 |
| CÉSAR | 52 |
| JOHN CHAMBERLAIN | 56 |
| EDUARDO CHILLIDA | 58 |
| JEAN COCTEAU | 62 |
| ANDRÉ DERAIN | 66 |
| MARCEL DUCHAMP | 68 |
|
EDUARD TRIER: SCHMUCK. VON ZEITGENÖSSISCHEN KÜNSTLERN UND DAS OBJET D'ART |
70 |
| MAX ERNST | 72 |
| LUCIO FONTANA | 84 |
| RUTH FRANCKEN | 88 |
| PABLO GARGALLO | 90 |
| GOTTHARD GRAUBNER | 92 |
| ROBERT INDIANA | 96 |
| ANISH KAPOOR | 97 |
| YVES KLEIN | 99 |
| CLAUDE LALANNE | 100 |
| ROY LICHTENSTEIN | 106 |
| HEINZ MACK | 108 |
| FAUSTO MELOTTI | 110 |
| LOWELL NESBITT | 111 |
| GASTONE NOVELLI | 112 |
| LUCIO DEL PEZZO | 113 |
|
HORST KELLER: OBJETS D'ART - KÜNSTLERSCHMUCK • |
114 |
| PABLO PICASSO | 116 |
| ARNALDO POMODORO | 128 |
| GIÔ POMODORO | 130 |
| ROBERT RAUSCHENBERG | 133 |
| MAN RAY | 134 |
| NIKI DE SAINT PHALLE | 138 |
| JESÚS RAFAEL SOTO | 150 |
| FRANK STELLA | 153 |
| TAKIS | 154 |
| DOROTHEA TANNING | 155 |
| GÜNTHER UECKER | 158 |
| BERNAR VENET | 162 |
| ANDY WARHOL | 168 |
| IMPRESSUM |
Details
Herausgeberin: Diana Küppers
Texte: Diana Küppers, Eduard Trier und Horst Keller
Verlag: Hirmer Verlag, München
Erscheinungsdatum: 15.05.2009
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2009
Seitenanzahl: 176 Seiten
Abbildungen: 178 Farbabbildungen
Buchart: Hardcover
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7774-2151-0
ISBN 13: 978-3-7774-2151-3
Größe: ca. 286 x 216 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.200 Gramm
Zustand: neu, ungelesen







