Henry v. de Velde Beitrag zur europ. Moderne PB

 

49,90 EUR

ISBN: 3865396852  

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Beschreibung

Dr. Thomas Föhl und Sabine Walter (Hrsg.)
Henry van de Velde und sein Beitrag zur europäischen Moderne

Leidenschaft, Funktion und Schönheit

Die Klassik Stiftung Weimar nimmt den 150. Geburtstag des belgischen Architekten und Designers Henry van de Velde zum Anlass, den »Alleskünstler« und seine Wirkungsstätten in Weimar vorzustellen. Van de Velde kam 1902 als künstlerischer Berater des Großherzogs Wilhelm Ernst nach Weimar, wo er die Kunstgewerbeschule gründete und bis zu seiner Abreise 1917 viele der wichtigsten Werke seines umfassenden OEuvres schuf. In souveräner Überwindung aller Traditionen ignorierte van de Velde die Grenzen zwischen »Kunst« und »Kunsthandwerk«. Dabei blieb er seiner Überzeugung treu, die Gestaltung eines Gegenstands sei umso vollkommener, je exakter sie dessen Zweck entspräche.

Acht Autoren beleuchten in zehn Beiträgen das Spektrum seines Wirkens von 1890 bis Ende der 1930er‐Jahre. In Wort und Bild präsentiert das vorliegende opulent bebilderte Buch Architekturentwürfe und über 500 prägnante Beispiele von Henry van de Veldes kunstgewerblichen Kreationen – Möbel, Metall‐, Textil‐ oder Keramikarbeiten – sowie die Buchkunst und veranschaulicht das »Gesamtkunstwerk«, das dieser Ausnahmekünstler geschaffen hat.

 

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Inhaltsverzeichnis

Autor Inhalt Seite
  GRUSSWORTE 8
Thomas Föhl EINFÜHRUNG 16
Gerda Wendermann HENRY VAN DE VELDES ANFÄNGE ALS MALER 114
Werner Adriaenssens BLOEMENWERF, MANIFEST EINES BERUFSWECHSELS 156
Werner Adriaenssens MÖBEL UND INTERIEURS 210
Antje Neumann METALLKUNST 248
Ingeborg Becker HENRY VAN DE VELDE KERAMISCHE ARBEITEN 290
Linda Tschöpe TEXTILIEN 328
John Dieter Brinks DIE LINIE ALS ORNAMENT SIEBEN BEISPIELE FÜR DIE BUCHKUNST HENRY VAN DE VELDES 350
Léon Ploegaerts ARCHITEKTUR STUDIEN ZUR THEORIE DES WOHNHAUSES BEI HENRY VAN DE VELDE 418
  VERZEICHNIS DER AUSGESTELLTEN WERKE 434
  VERZEICHNIS DER ABGEKÜRZTEN LITERATUR 454
  PERSONENREGISTER 458
  BILD- UND COPYRIGHTNACHWEIS 462
  DANK 464

Zur Ausstellung

Leidenschaft, Funktion und Schönheit. Henry van de Velde und sein Beitrag zur europäischen Moderne
24.03.13 - 23.06.13
Neues Museum Weimar, Klassik Stiftung Weimar


Der 150. Geburtstag des ›Alleskünstlers‹ Henry van de Velde bildet für die Klassik Stiftung Weimar den Anlass, die bahnbrechenden Leistungen des Belgiers in einer umfassenden Übersichtsausstellung zu würdigen. Zwanzig Jahre nach der letzten größeren Wanderausstellung soll erneut auf die europaweit wirksame Kunst van de Veldes aufmerksam gemacht werden. Die Ausstellung wird ein weit gespanntes Panorama der herausragenden Leistungen van de Veldes vorstellen, darunter insbesondere sein umfangreiches Schaffen im Bereich des Kunstgewerbes, der Möbelentwicklung sowie der typografischen und architektonischen Gestaltung. Darüber hinaus werden van de Veldes Verdienste um ein für die damalige Zeit innovatives Ausbildungsmodell an der von ihm begründeten Kunstgewerbeschulen 1902 in Weimar und 1926/27 in La Cambre gewürdigt. Zum ersten Mal werden in dieser Ausstellung auch parallele Formen des europäischen Jugendstil mit van de Veldes Reformbestrebungen verglichen. Es wird thematisiert, inwieweit seine Vorstellungen von einem ›Gesamtkunstwerk‹ bzw. Raumkunstwerk die nachfolgenden ästhetisch-programmatischen Ideen des Bauhauses und anderer Schulen beeinflusst hat.

Die kostbaren van de Velde-Bestände der Klassik Stiftung Weimar werden für diese Ausstellung durch zahlreiche Leihgaben aus vielen europäischen Sammlungen ergänzt. Die Klassik Stiftung Weimar ist ferner im Gespräch mit international renommierten Museen in den Niederlanden und Belgien, die die Weimarer Ausstellung als Gemeinschaftsprojekt mit vorbereiten und nach ihrer Station in Weimar übernehmen werden.

In einem steten Kampf gegen die Hässlichkeit seiner Epoche und den als erdrückend empfundenen Verfall der Künste im Zeitalter des Historismus hat Henry van de Velde am Ende des 19. Jahrhunderts als tatkräftiger Prophet einer fortschrittlichen, in seinen Augen ›vernunftgemäßen‹ Formgebung, und als einer der überragenden Väter der Moderne ein neues Tor künstlerischer Freiheiten aufgestoßen. Die Ausstellung hat es sich dementsprechend zur Aufgabe gemacht, dieser Ausnahmebegabung als einem der letzten großen Universalkünstler im 20. Jahrhundert nachzugehen. Henry van de Velde hat es wie kaum ein anderer verstanden, seinen Schöpfungen jenen unverwechselbaren Ausdruck zu verleihen, der ihm bis heute einen wichtigen Rang in der Design- und Kunstgeschichte sichert.

Nach dem spektakulären Beginn seiner Laufbahn ab 1894 stellen die Weimarer Jahre von 1902 bis 1917 im Leben des Belgiers die wirkungsmächtigste Epoche seiner langen Karriere dar. Mit seinem Kunstgewerblichen Seminar gelang es ihm 1902 erstmals in der Designgeschichte, Kunst, Industrie und Handwerk in Praxis und Theorie zu vereinen. Zudem hat er damit die geistigen und praxisorientierten Grundlagen für die Gründung des Bauhauses geschaffen. Es ist seinem sensorischen Gespür für Neues zu danken, dass gerade Walter Gropius als sein Nachfolger im Amt 1919 nach Weimar berufen werden konnte.

Kurator: Thomas Föhl

Über Dr. Thomas Föhl

Dr. Thomas Föhl, geb. 1954 in Schorndorf, promovierter Kunsthistoriker, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Klassik Stiftung Weimar.

Details

Herausgeber: Dr. Thomas Föhl und Sabine Walter
Autoren: Werner Adriaenssens, Ingeborg Becker, John Dieter Brinks, Thomas Föhl, Antje Neumann, León Ploegaerts, Linda Tschöpe und Gerda Wendermann
Verlag: Weimarer Verlagsgesellschaft in der fourierverlag, Weimar
Erscheinungsdatum: 03.04.2013
Auflage: Erstauflage
Jahr: 2013
Seitenanzahl: 464 Seiten
Abbildungen: ca. 600 Abbildungen, überwiegend in Farbe (ca. 100 s/w)
Buchart: Paperback
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-86539-685-2
ISBN 13: 978-3-86539-685-3
Größe: ca. 282 x 230 x 33 mm
Gewicht: ca. 2.450 Gramm
Zustand: neu, ungelesen