Koloman Moser 1868 - 1918, Deutsche Ausgabe

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45,00 EUR

ISBN: 9783791338682  

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Beschreibung

Gerd Pichler und Prof. Dr. Rudolf Leopold
Koloman Moser 1868-1918
Katalog zur Ausstellung im Leopold Museum Wien, 2007

Als Wegbereiter der Moderne zählt Koloman Moser zu den richtungsweisenden Künstlern in Wien um 1900. So, wie die Zeitgenossen ihn mit dem Blick auf seine vielen Begabungen als »Tausendkünstler« bewundert haben, beeindruckt die Vielfalt seines Schaffens noch heute. Als Illustrator, Kunstgewerbler, Raumgestalter sowie Maler wirkte er stilbildend und prägte maßgebend das Kunstgeschehen seiner Zeit. Koloman Moser stand in engster Beziehung zu den tonangebenden künstlerischen Institutionen der Jahrhundertwende, sei es als Gründungsmitglied der Wiener Secession, als Mitbegründer der Wiener Werkstätte oder als Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule. Sein Schaffen ist untrennbar mit den Inhalten und Geschicken der österreichischen Kunst verbunden. Dieses inhaltlich und physisch gewichtige, üppig illustrierte Katalogbuch zeigt neben berühmten Hauptwerken eine Vielzahl von bislang unbekannten künstlerischen Arbeiten aus privaten und öffentlichen Sammlungen, die hier erstmals publiziert werden. Überdies gibt neu entdecktes Fotomaterial aus dem Nachlass des Künstlers Einblick in sein Privatleben, das von Mosers schöpferischer Arbeit in so vielen Kunstbereichen nicht zu trennen war. Mit Bibliographie und Biographie.

 

Zur Ausstellung

Kolo Moser
25.05.07 - 10.09.07
Leopold Museum, Wien


Koloman Moser zählt zu den wichtigsten Künstlern des Wiener Jugendstils. Das Leopold Museum würdigt sein Werk mit der bis dato umfangreichsten Werkschau. Ziel der Ausstellung ist es, diesen richtungsweisenden Künstler in seiner künstlerischen Entwicklung und der Vielfalt seines Schaffens zu präsentieren. Die zeitlose Schönheit seiner Innenraumgestaltungen - die vom Möbel über Dekorationsstoffe bis hin zur Tischlampe ein Schaffen mit gesamtkünstlerischem Anspruch vor Augen führt - wird in dieser Ausstellung ebenso präsentiert, wie künstlerische Arbeiten, welche die gesamte Bevölkerung der Donaumonarchie erreichten, nämlich die nach seinen Entwürfen ausgeführten Briefmarken und Banknoten und sein umfassendes malerisches Werk.

Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Abschnitte, die gleichzeitig die Chronologie seines Schaffens beschreiben. Mit dem von der illustrativen Graphik bestimmten Frühwerk beginnend, werden neben frühen Gemälden seine stilprägenden Illustrationen für Kunstzeitschriften und Gelegenheitsgraphiken als Mitglied des sogenannten Siebener-Clubs, einer Keimzelle der Wiener Secession gezeigt. Einen Höhepunkt bildet die Zusammenführung einzelner Teile von Mosers ersten Atelierraum, den sein Freund Josef Hoffmann eingerichtet hatte. Im zweiten Teil wird Kolo Mosers Rolle 1897 bei der Gründung der Secession bis zu seinem Austritt gemeinsam mit der Klimtgruppe 1905 beleuchtet. In diesen acht Jahren entstanden unter anderem seine Entwürfe für die Fassadendekoration des Secessionsgebäudes und als Meilensteine der modernen Graphik Mosers Plakate und Illustrationen in der Secessionszeitschrift Ver Sacrum. Als Gestalter zahlreicher Secessionsausstellungen setzte er als Raumkünstler neue Maßstäbe im Ausstellungsbetrieb. In seiner fast 20-jährigen Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule in Wien, jener führenden Vorläuferorganisation der heutigen Universität für angewandte Kunst, gab Moser die neuen Inhalte der Kunst an mehrere Schülergenerationen weiter.

Weltweite Berühmtheit erlangt Moser als Künstler der Wiener Werkstätte, die er 1903 mit dem Architekten Josef Hoffmann und dem Financier Fritz Waerndorfer gründete. Mit der Aufwertung des Kunstgewerbes wird dem Gedanken des Gesamtkunstwerks der Wiener Secession Rechnung getragen. Neueste Forschungsergebnisse, wie etwa zu der ersten von der Wiener Werkstätte ausgestatteten Wohnung, deren Auftraggeber nun erstmals identifiziert werden konnte, bilden einen Schwerpunkt in diesem Ausstellungskapitel, wie auch moderne Möbel, Kolo Mosers schwarz-weißer, geometrisch dekorierter Armlehnstuhl für das Sanatorium Purkersdorf zu sehen sind.

Auch Koloman Mosers Bedeutung als Maler wird in der Ausstellung ein großes Kapitel zuwiesen. Im Gegensatz zu seinen Grafiken und kunstgewerblichen Arbeiten, ist die Malerei Mosers weniger bekannt und bislang unbeachtet geblieben. Anfänglich von Gustav Klimt und im späteren Werk von Ferdinand Hodler beeinflusst, schuf er Gemälde, die neben Landschaften und Stilleben, monumentale Porträts sowie allegorische und mythologische Darstellungen in neuer Farbigkeit zeigen.

Kolo Moser ist eine der Schlüsselfiguren für den Aufbruch der österreichischen Kunst ins 20. Jahrhundert. Die rund 550 im Leopold Museum ausgestellten Objekte geben dem Besucher einen umfassenden Überblick über dieses herausragende Werk.

Über Prof. Dr. Rudolf Leopold

Professor Dr. Rudolf Leopold gehört zu den bedeutendsten Sammlerpersönlichkeiten Europas. Mit außerordentlicher Kennerschaft gelang es ihm, eine einzigartige Sammlung österreichischer Kunst vom 18. Jahrhundert bis heute - mit dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts als Schwerpunkt - zusammenzutragen. Bereits mit 25 Jahren erkannte der Sammler die überragende Bedeutung Egon Schieles, so dass die Werke dieses Malers den Kern seiner Sammlung bilden. Im September 2001 wurde in Wien das Leopold-Museum unter der Leitung von Rudolf Leopold eröffnet.

Über Gerd Pichler

Gerd Pichler, Kunsthistoriker. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien, Forschungsprojekte und Ausstellungstätigkeit zur österreichischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Wien um 1900.

Details

Herausgeber: Gerd Pichler und Prof. Dr. Rudolf Leopold
Texte: Marian Bisanz-Prakken u.a., sowie Orig.-Text von Koloman Moser
Übersetzerin: Suzanne Enser-Ryan
Verlag: Prestel, München
Auflage: Erstauflage
Jahr: 05/2007
Seitenanzahl: 448 Seiten
Buchart: Gebunden
Abbildungen: 543 Abbildungen, davon 150 in Farbe
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-7913-3868-4
ISBN 13: 978-3-7913-3868-2
Größe: ca. 284 x 250 x 34 mm
Gewicht: ca. 2.750 Gramm
Zustand: neu, ungelesen