Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst GmbH

 

75,00 EUR

ISBN: 9783927793347  

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Beschreibung

Susanne Wallner, Ursula Koch, Alfred Koch, Helmut Scherf und Wilhelm Siemen
Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst G.m.b.H.

Wieder lieferbar ist das Buch zur Ausstellung im Deutschen Porzellan-Museum in Hohenberg / Eger, welche in 1993 statt fand. Es werden von etwa 1.900 produzierten Stücken rund 1.100 gezeigt. Dieses ist viel mehr als die knapp über 200 noch heute gefertigten Stücke.

Die hier abgebildeten Stücke stammen großteils aus Privatbesitz, eine ähnlich große Zusammenfassung der Stücke der Manufaktur ist bisher nicht erschienen. Zu vielen Stücken ist eine Abhandlung vorhanden, die Künstler werden in Kurzprofilen dargestellt. Die unterschiedlichen Marken der Künstler werden ebenso bei einigen Objekten mit dargestellt. Über die Bodenmarken der Manufaktur widmet das Buch ein ganzes Kapitel.

Es werden historische Kontexte dargestellt, der Bezug zur Zeitgeschichte wird umfassend abgehandelt. somit ist es nicht nur für Sammler interessant sondern auch für Kunsthistoriker. Dieses umfangreiche Werk ist somit ein "must have" für an Kunst, Zeitgeschichte und Porzellan Interessierte.




 

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Aus dem Inhalt

Dr. Peter Seißer
Grußwort

Horst Fleischer
Zum Geleit

Dank

Wilhelm Siemen
Gedanken zur Ausstellung und Katalog

Folker Doyé
Faszination der Porzellanplastik - Bemerkungen eines Sammlers

Helmut Scherf, Alfred Koch
Die Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst - Ein historischer Abriß

Ursula Koch
Porzellan als Spiegel der Zeitgeschichte - Der Schwarzburger Jagdtafelschmuck

Susanne Wallner
Die Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst - Ein kunsthistorischer Abriß

Susanne Wallner
Schwarzburger Modelle in anderen Porzellanmanufakturen und -fabriken

Susanne Wallner
Schwarzburger Künstler und Ihre Modelle
Kurzbiografien, Künstlersignaturen, Werkverzeichnisse

Susanne Wallner
Modellverzeichnis der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst

Susanne Wallner, Petra Dietz

Bodenmarken

Siglenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Register

Abbildungsverzeichnis

Künstler

Bäumler, Georg
Barby, Frh. oder Frl. von
Ernst Barlach
Bauer, August
Bechmann oder Pechmann
Becking, (Grete) Margarete
Bernhardt, R.
Bodewig-Paullenberg, Emmy
Brams, E.
Brockmüller, Friedrich Franz
Brütt, Adolf Carl Johannes
Brumme, Max Alfred
Butzke, Bernhard Johann Karl
Charol, Dorothea
Cleinon (Cleinow), E.
Dehmel, Vera
Dirksen, Theodor
Dithlein, M.
Döring, G. v.
Donndorf, Carl August
Douglas (Sidonie eventuell Künstlername), von
Dressel
Edgar oder Eckert
Egidy, Emmy von
Enke, Eberhard
Engels-Piening, Lotte
Esser, Max
Fauser, Hermann
Federn-Staudinger, Luise
Fischer
Förster, Richard
Fuchs, Carl
Fuchs, Ludwig
Gehring, H. oder R.
Gies, Ludwig
Goebel, August Wilhelm
Goltz, von der
Graser, Carl
Heuler, Friedrich
Himmelstoß, Karl
Holzhey, H.
Hosaeus, Hermann
Hübner, Hanns
Jehmlich, Rudolf
Kempe
Klötzer, Fr. und Andreas
Kloss
Koch
König, Gustav Karl
Koopmann, Wera
Kramer, Otto Gustav Louis
Krebs, H.
Küster, (Hans)
Kunstgewerbeschule Trier
Kuntze, Reinhold Martin
Lehmann
Leipold, Hermann
Liebermann, Ferdinand
Monogramm M.L. mit Kreuz
Teutenberg, Reinold
Biermann, Alfons
Monogramm M.P.
Marcks, Gerhard
Marcuse, Rudolf
Margold, Emanuel Josef
Meisel, Hugo
Menser, Karl
Metzeroth
Meyer-Michael, Wolfgang
Mierendorff, Gertrud
Mittentzwey
Poelzig-Moeschke, Marlene
Moldenhauer, Dorothea
Münch-Khe, Willi
Nechansky, Arnold
Neuhäuser, Wilhelm
Niemeyer, Adelbert
Oehler, Emmerich
Offermann, Hilde
Ohanesjan, Rusan Ter
Oppel, Gustav
Orth, Willy
Otto, Ernst Richard
Paris, Roland
Partz, Gustav F.G.
Petzold, Willi
Pfeiffer, Mauritius
Pfeiffer, Max Adolf
Philippsborn, Dorothea von
Pilgrim, Mally von
Pilz, Otto
Placzek, Otto
Plehn, Ise
Puchegger, Franz Anton
Reicher
Remper, G.
Richter, Etha
Ries, G.
Roch, Georg
Röhrig, Adolf Karl
Roess oder Rooss
Rosenberg, Fritz
Ruoff, Helene
Schäfer
Scheibe, Richard
Scheurich, Paul
Schlameus, Marta
Schliepstein, Gerhard
schmarje, Walter
Schmidt-Kestner, Erich
Schott, Walter
Schreitmüler, August
Schroeder, C.
Schwartzkopff, Wolfgang
Seeger, Franziska Julie Elisabeth von
Seger, Ernst
Siegwart
Simon, H. P.
Simonsohn, Alice M.
Simonson, Ilse
Sode, Edmund
Soder, K.
Sonnleitner, Ludwig
Splieth, Heinrich
Stölzer, berthold
Storch, Arthur Josef Ernst
Strecker, Margot
Theilmann, Friedrich (Fritz)
Thiem, Otto
Vinecky, Josef
Volkhart, Claire (Clara)
Wagner, C.
Wagner, Emil
Wagner, Eugen
Wauer, E. H. William
Weiss, Johanna
Wolf, Georg
Ysenburg, U. Prinzeß
Zauche, Arno Oswald

und weitere Künstler



Über die Schwarzburger Werkstätten

Untrennbar mit zwei Manufakturen verbunden sind die SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN FÜR PORZELLANKUNST. Einmal mit der „Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur" und zum anderen mit den „Unterweissbacher Werkstätten für Porzellankunst".

Im Jahr 1901, nach dem Konkurs der „Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur“, kaufte das ansehnliche und liquide Unternehmen in Unterweissbach die altehrwürdige Volkstedter Firma auf und betrieb sie über Jahrzehnte als Zweigbetrieb. Der Kaufmann Edmund Troester und der Diplomingenieur Max Adolf Pfeiffer waren im Jahr 1908 als Vorstand und persönlich haftende Gesellschafter in Unterweissbach eingesetzt worden.

Mit etwa einem Dutzend der damals rund 200 Unterweissbacher Porzelliner richtete Max Adolf Pfeiffer eine Kunstabteilung in Unterweissbach ein. Am 16. Februar 1909 wurde diese Kunstabteilung als SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN FÜR PORZELLANKUNST im Handelsregister des Fürstlichen Amtsgerichtes Oberweissbach eingetragen.

Für deren Leiter Max Adolf Pfeiffer war die Gestaltung von Porzellan „eine sehr ernsthafte Sache, eine Lebensaufgabe, wie sie größer und schöner nicht zu denken ist“. Seinen Kontakten zu namhaften Künstlern und Bildhauern der damaligen Zeit ist es zu verdanken, dass das Sortiment der SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN heute noch von Kennern und Liebhabern von Porzellankunst der ganzen Welt gesucht wird.

Das besondere daran war die Idee, zeittypische Kunstwerke in Porzellan zu erschaffen. Die neuen Bewegungen der Kunstwissenschaften spiegelten sich in den Erzeugnissen wieder. Begonnen mit den Zielen des Werkbundes, Ästhetik und gleichzeitig Gebrauchsfähigkeit des kunsthandwerklichen Erzeugnisses mit der seriellen, industriellen Produktion zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden, bis hin zu den Grundsätzen der Klarheit und Zweckmäßigkeit des in Weimar 1919 gegründeten Bauhauses.

Mit Bildhauern wie Ernst Barlach, Gerhard Marcks oder Max Esser, setzte Pfeiffer diese Suche nach neuer Harmonie und Klarheit in allen Lebensbereichen, in Porzellan um. Innerhalb von wenigen Jahren entstanden zeittypische Schöpfungen, nicht selten geprägt vom ausklingenden Jugendstil.

Ein großer Teil der Porzellane blieb unstaffiert oder wurde getreu Pfeiffers Absicht, durch eine gezielte, sparsame Bemalung, das leuchtende Weiß des Scherbens noch zu steigern, nur sehr sparsam bemalt.

Dorothea Charols „Bajazzo mit Maske“ (Modell-Nummer U 296-M) und auch die „Colombine mit Rose“ (Modell-Nummer U 442-M) zeigen dies in unübertroffener Weise.

Auch der Meisterschüler von Professor Adolf Brütt, Wolfgang Schwartzkopff überzeugt durch die ausdrucksstarke Gruppe „Aschermittwoch“ (Modell-Nummer U 379-WGC), die ebenfalls nur mit feinen Strichen und einfachen Goldstrukturen dekoriert wurde.

Die heute noch im Sortiment der SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN befindlichen Tierfiguren werden häufig mit Unterglasurfarben dekoriert, und selbst hier zeigt sich durch die Transparenz der Farben noch die strahlende Brillianz der weißen Glasur. Einige Beispiele dafür findet man in den Stücken: „Windhund“ (Modell-Nummer U 1226-S) von Grete von Döring, „Haubenmeise“ (Modell-Nummer U 1571-S) von Wilhelm Neuhäuser, „Katze“ (Modell-Nummer U 1038-S) von Etha Richter, „Fuchs, schleichend“ (Modell-Nummer U 1127-S) von Edmund Sode oder dem „Fasanenraub“ (Modell-Nummer U 1399-S) von Arthur Storch.

Max Adolf Pfeiffer schied im April 1913 in Unterweissbach aus und wechselte in Erwartung größerer Möglichkeiten nach Meißen über.

Nach einem erheblichen Rückgang der Produktion in Volkstedt und Unterweissbach zu Beginn des ersten Weltkrieges hatte sich die Thüringer Porzellanindustrie insgesamt bald wieder erholt. Für das Frühjahr 1918 wird eine überaus gute Geschäftslage dargestellt, so dass die Aufträge kaum zu bewältigen waren.

Mitte der zwanziger Jahre siedelten die SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN mitsamt ihrer Modelle und Formen nach Volkstedt um. Unter der Direktion von Dr. Edmund Tröster wurde das Programm weiter ausgebaut. Es befinden sich nun unter anderem Figuren der Bildhauer Mauritius Pfeiffer, Dorothea Moldenhauer, Rudolf Marcuse, Richard Förster, Karl Himmelstoß, Claire Volkhardt; nach wie vor von Otto Thiem, Martha Schlameus, Paul Scheurich, Etha Richter, Wilhelm Neuhäuser, usw. und zunehmend auch Modelle heimischer Künstler wie Gustav Oppel, Arthur Storch oder Hugo Meisel im Angebot.

Edmund Tröster hatte zum Ende des Jahres 1931 sein Amt als Direktor der Aeltesten Volkstedter Porzellanfabrik AG niedergelegt, aber er blieb weiterhin Geschäftsführer der SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN.

Er konnte das Figurenprogramm erweitern und neue Käuferschichten gewinnen. Auch die 1928 begonnene Zusammenarbeit mit dem Kunstverlag der Benediktinerabtei Maria Laach in der Eifel, trug wertvolle Früchte.

1936 mußte allerdings infolge Überschuldung der Gesellschaft auch das Konkursverfahren über die SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN eröffnet werden, welches aber durch einen Zwangsvergleich Anfang September 1937 bereits wieder aufgehoben wurde. Die „Aelteste Volkstedter“ erwarb die Geschäftsanteile an den SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN.

Im Verlauf der 30er Jahre geschah es immer öfter, dass auf vorhandene, auch ältere Entwürfe zurück-gegriffen wurde. Modelleure der „Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur“ arbeiteten gleichermaßen für die „Schwarzburger Werkstätten“.

Im Formenlager sind gegenwärtig noch ca. 600 Stücke der WERKSTÄTTEN vorhanden, die teilweise in limitierten Neuauflagen wieder ausgeformt werden.

Die Marke der SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN FÜR PORZELLANKUNST, der eingeprägte schnürende Fuchs, wird von Anfang an verwendet. Ebenfalls als Prägemarke bekommt jeder Artikel eine Modell-Nummer, beginnend mit einem „U“. Diese „U“-Modell-Nummern erhalten nach 1937, als Neuausformungen im Betriebsteil der „Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur“, zusätzlich die Volkstedter Marke und sind bis heute integriert im Sortiment der „Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur“.

Nach der Wende 1990 wurde die „Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur“ mit der Kunstabteilung SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN FÜR PORZELLANKUNST durch die „Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau (gegr. 1794)“ übernommen. Die Pläne von damals, von den begehrtesten Stücken aus der Geschichte der „Werkstätten“ teilweise limitierte Neuauflagen herzustellen, sind mittlerweile höchst erfolgreich in die Tat umgesetzt worden.

Für die Kenner und Sammler besonderer Porzellanplastiken wird die Tradition der SCHWARZBURGER WERKSTÄTTEN FÜR PORZELLANKUNST mit zeitgenössichen Künstlern fortgeführt werden.

Ganz im Sinne von Max Adolf Pfeiffer „daß jede Kunst Eigenes aus ihrer Zeit heraus schaffen müsse...“

 

Details

Herausgeber: Wilhelm Siemen
Autoren: Susanne Wallner, Ursula Koch, Alfred Koch, Helmut Scherf, Wilhelm Siemen
Verlag: Deutsches Porzellan Museum, Hohenberg / Eger
Erstauflage: 1993
Auflage: 2. Auflage
Jahr: 2008
Seitenanzahl: 424 Seiten
Abbildungen: 70 farbige und 730 S/W-Abbildungen
Buchart: Softcover
Sprache: Deutsch
Auflagenhöhe: 2.000 Exemplare
ISBN 10: 3-927793-34-5
ISBN 13: 978-3-927793-34-7
Gewicht: ca. 1.700 Gramm
Größe: ca. 280 x 205 x 25 mm
Zustand: ungelesen
Besonderheiten: Markenabbildungen, Künstlerkurzbiografien, wissenschaftliche Arbeit

Empehlenswerte weitere Literatur:

Ernst Barlach Porzellan